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Literatur | Beitrag vom 26.12.2020

Matthias Brandt und Jens ThomasDie fixe Idee, wahnsinnig zu werden

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Schauspieler Matthias Brandt und der Musiker Jens Thomas (Mathias Bothor)
Bislang standen Matthias Brandt und Jens Thomas mit dem Projekt auf der Bühne. Nun ist es erstmals im Radio zu hören. (Mathias Bothor)

In der Wort-Musik-Collage "Krankenakte Robert Schumann" erkunden der Schauspieler Matthias Brandt und der Musiker Jens Thomas die seelischen Abgründe des berühmten Komponisten.

Bei kaum einem Komponisten verbindet sich das Künstlerische so eng mit dem Biografischen wie bei dem Romantiker Robert Schumann. Seine psychische Instabilität, die immer wiederkehrenden depressiven Schübe, die fixe Idee, wahnsinnig zu werden – all dies spiegelt sich in Schumanns Werk wider.

Matthias Brandt und der Musiker Jens Thomas, die in den vergangenen Jahren mit Programmen wie "Psycho – Fantasie über das kalte Entsetzen" oder "Life – Raumpatrouille & Memory Boy" gemeinsam auf der Bühne standen, inszenieren dieses Phänomen in einer individuell ausgestalteten Collage aus Wort und improvisierter Musik.

Roman bildet die Vorlage

Nichts ist in diesem Dialog, dessen Textgrundlage der Roman "Schumanns Schatten" von Peter Härtling liefert, festgelegt oder routiniert einstudiert. Ein faszinierendes Spiel aus Text und Klang, das mit den seelischen Abgründen der Charaktere jongliert. 

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Bislang konnte man die "Krankenakte Robert Schumann" nur live und auf der Bühne erleben. Erstmals ist nun einen Live-Mitschnitt des Projekts von Matthias Brandt und Jens Thomas zu hören.
 

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