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Literatur / Archiv | Beitrag vom 07.08.2016

LyriksommerVom langen Nachleben Friedrich Hölderlins

Von Norbert Hummelt

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Zeitgenössische Darstellung des Schriftstellers und Dichters Johann Christian Friedrich Hölderlin (picture alliance / dpa)
Zeitgenössische Darstellung des Schriftstellers und Dichters Johann Christian Friedrich Hölderlin (picture alliance / dpa)

Hölderlin gilt als schwieriger Dichter. Seine Gedichte streifen die Grenzen des Sagbaren. Das macht für Dichterkollegen und Philosophen zugleich bis heute den Reiz seiner Werke aus.

In seinen großen Elegien vom Abschied der Götter und ihrer Wiederkehr entlockt Hölderlin dem Deutschen vorher völlig unbekannte Töne und Stimmungen. In frei rhythmischen, einem künftigen Vaterland zugedachten Gesängen schafft er eine neue Formensprache, die an die Grenzen des Sagbaren streift. Als er stirbt, bleiben unvollendete Gesänge zurück, die erst 100 Jahre später entziffert werden. Damit beginnt Hölderlins langes Nachleben in den Köpfen der Dichter und Philosophen.

Hier finden Sie das vollständige Manuskript im pdf-Format und als txt-Version.

Literatur

Ansteckung Seuchen in der Literatur
Historische Zeichnung eines Pestarztes aus dem 17. Jahrhundert. (Getty Images / DEA Picture Library / De AgostiniEditorial)

Seuchen überfordern den Verstand. Je tödlicher die Epidemie verläuft, desto verzweifelter der Versuch, ihr die Stirn zu bieten. Dann wird die plötzliche Erkrankung vieler zur Prüfung, zum Strafgericht oder Selbstverrat - oder zur Erfindung, die zu leugnen ist.Mehr

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