Lyriksommer

Braucht die Lyrik Bilder?

Neue Lyrikbände punkten mit ansprechender Gestaltung.
Neue Lyrikbände punkten mit ansprechender Gestaltung. © Deutschlandradio - Andreas Buron
Eva Hepper im Gespräch mit Jörg Magenau · 18.08.2016
Immer häufiger erscheinen heute Lyrikbände, die den Gedichten Illustrationen, Gemälde oder Fotografien gegenüberstellen. Poesie und Bildende Kunst treten im Buch gemeinsam auf und begegnen sich im überzeugendsten Fall auf Augenhöhe.
Es gibt eine Verwandtschaft von Poesie und Bildender Kunst. Tatsächlich sind Lyrik und Bildende Kunst auf ihre eigene Art unbestimmt und offen. Sie lassen Spielraum für Assoziationen, transportieren Stimmungen, bieten einen emotionalen Zugang, haben aber dennoch eine klare Struktur, ein Zeichensystem. Beide muss man weniger verstehen, als mehr erleben und erfahren. Ein Gespräch mit Eva Hepper und Jörg Magenau über die Kommunikation zwischen Kunst und Poesie.
Bücherliste:
- Michael Braun (Hg.): "Die zweite Schöpfung"
Poesie und Bildende Kunst, 88 Seiten, Verlag Wunderhorn, 2016, 17,90 Euro
- Wladimir Majakowski: "Der Fliegende Proletarier"
Illustrationen: Jakob Hinrichs, übersetzt von Boris Preckwitz, 128 Seiten, Verlagshaus Berlin, 2016, 14,90 Euro
- Dorothea Rosa Herliany: "Hochzeit der Messer"
Doro Petersen, übersetzt von Brigitte Oleschinski und Ulrike Draesner, 240 Seiten, Verlagshaus Berlin 2015, 18,90 Euro
- Barbara Köhler: "Istanbul zusehends"
Gedichte/Lichtbilder, 88 Seiten, Schriftenreihe der Kunststiftung NRW, Lilienfeld Verlag, 2016, 18,90 Euro
- Anna Achmatowa: "Ein niedagewesener Herbst"
Mit Aquarellen von Sarah Kisch, Deutsch von Sarah Kirsch und Rainer Kirsch, 80 Seiten, Steidl Verlag 1998
- Jürgen Becker/Rango Bohne: "Häuser und Häuser", Suhrkamp Verlag , 2002, vergriffen