Seit 11:05 Uhr Tonart
Mittwoch, 28.07.2021
 
Seit 11:05 Uhr Tonart

Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 22.02.2019

LiteraturbetriebWie Bücher zu ihren Titeln kommen

Von Astrid Mayerle

Eine Lesebrille liegt auf einem Bücherstapel. (picture alliance / dpa / Ismo Pekkarinen)
Negative Untertöne unerwünscht? Über den passenden Buchtitel wird in Verlagen viel diskutiert. (picture alliance / dpa / Ismo Pekkarinen)

Kurz, prägnant und Neugier weckend: Ein guter Titel kann für den Verkaufserfolg eines Buches entscheidend sein. Entsprechend viel Aufmerksamkeit widmen Verlegerinnen und Lektoren der Titelsuche. Doch auch die Autoren wollen dabei ein Wort mitreden.

Der Titel eines Buches ist wichtig - so wichtig, dass in den Verlagen darüber immer in großer Runde konferiert wird. Denn oft konkurrieren verschiedene Interessen: Verleger, Lektoren und Vertreter setzen schon mal auf die Kraft bloßer Assoziation, scheuen sich aber vor Titeln mit negativen Untertönen. So machte beispielsweise der Verleger Siegfried Unseld in den 1960er-Jahren den Titel "Verstörung" dafür verantwortlich, dass sich die erste Auflage von Thomas Bernhards Roman nicht wie gewünscht verkaufte. Autoren möchten, dass ihre Geschichte mit dem Titel korrespondiert oder dieser zumindest Andeutungen enthält. Büchermacher und Autorinnen und Autoren wie Katharina Adler, Alex Capus, Jonas Lüscher und Christine Wunnicke erzählen vom Suchen und Finden ihrer Buchtitel.

Mehr zum Thema

"Mops des Monats“ - Die kuriosesten Buchtitel im Januar
(Deutschlandfunk Kultur, Lesart, 29.01.2019)

Buchmarkt-Studie - Digitaler Stress frisst Lesezeit
(Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 07.06.2018)

Self-Publishing bei der Leipziger Buchmesse - Der Traum vom eigenen Buch
(Deutschlandfunk Kultur, Aktuell, 24.03.2017)

App: Dlf Audiothek

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Entdecken Sie mit der Dlf Audiothek die Vielfalt unserer drei Programme, abonnieren Sie Ihre Lieblingssendungen, wählen Sie aus Themenkanälen und machen daraus Ihr eigenes Radioprogramm.


Jetzt kostenlos herunterladen

Zeitfragen

Apps statt AblageDer lange Weg zur digitalen Verwaltung
Illustration: Eine Person sortiert Akten in der Cloud. (imago / Ikon Images / Gregory Baldwin)

Corona hat schonungslos offengelegt, wie schlecht es um die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung steht. Faxgeräte, Papierformulare und Wartenummern sind dort immer noch Alltag. Doch so langsam kommt Bewegung in einen trägen Apparat.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur