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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 22.02.2019

LiteraturbetriebWie Bücher zu ihren Titeln kommen

Von Astrid Mayerle

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Eine Lesebrille liegt auf einem Bücherstapel. (picture alliance / dpa / Ismo Pekkarinen)
Negative Untertöne unerwünscht? Über den passenden Buchtitel wird in Verlagen viel diskutiert. (picture alliance / dpa / Ismo Pekkarinen)

Kurz, prägnant und Neugier weckend: Ein guter Titel kann für den Verkaufserfolg eines Buches entscheidend sein. Entsprechend viel Aufmerksamkeit widmen Verlegerinnen und Lektoren der Titelsuche. Doch auch die Autoren wollen dabei ein Wort mitreden.

Der Titel eines Buches ist wichtig - so wichtig, dass in den Verlagen darüber immer in großer Runde konferiert wird. Denn oft konkurrieren verschiedene Interessen: Verleger, Lektoren und Vertreter setzen schon mal auf die Kraft bloßer Assoziation, scheuen sich aber vor Titeln mit negativen Untertönen. So machte beispielsweise der Verleger Siegfried Unseld in den 1960er-Jahren den Titel "Verstörung" dafür verantwortlich, dass sich die erste Auflage von Thomas Bernhards Roman nicht wie gewünscht verkaufte. Autoren möchten, dass ihre Geschichte mit dem Titel korrespondiert oder dieser zumindest Andeutungen enthält. Büchermacher und Autorinnen und Autoren wie Katharina Adler, Alex Capus, Jonas Lüscher und Christine Wunnicke erzählen vom Suchen und Finden ihrer Buchtitel.

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