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Literatur | Beitrag vom 29.09.2019

Literatur trifft WissenschaftBlauwale als Lockung und Drohung

Moderation: Jörg Plath

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Ein Blauwal (Balaenoptera musculus), das größte Tier der Welt, unter Wasser gesehen nahe der Azoren, Portugal. (picture alliance / imageBROKER)
Die Unterart "Blauwal der Erinnerung" gab dem Roman von Tanja Maljartschuk den Titel. (picture alliance / imageBROKER)

Die Fremdheit kann nicht nur bedrohlich sein, sondern auch beglückend. Die Schriftstellerin Tanja Maljartschuk und der Ethnologe Hans-Jürgen Heinrichs sprechen über eine ambivalente Erfahrung in Literatur und Kunst - sowie in der Feldforschung.

Der Blauwal ist ein kapitales Wesen: sehr groß und schwer und dennoch meist unsichtbar. Handelt es sich um die Unterart "Blauwal der Erinnerung", der dem Roman von Tanja Maljartschuk den Titel gab, dann ist er fähig, Gegenwart und Vergangenheit miteinander zu verknüpfen: Eine unter Panikattacken leidende Schriftstellerin erinnert sich an das Leben des ukrainischen Freiheitskämpfers Wjatscheslaw Lypynskyj vor 100 Jahren.

Im Feld der Fremdheit ausgesetzt

Fremd sind dessen Wünsche und Leiden, fremd bleiben sie jedoch nicht. Die Schriftstellerin entdeckt, wie ähnlich Lypynskyjs Kämpfe den ihren sind.

Hans-Jürgen Heinrichs hat sich als Ethnologe dem Fremden immer wieder ausgesetzt. Er erzählt in "Fremdheit" von einer durchaus ambivalenten Erfahrung, ermöglicht nicht zuletzt durch Literatur und Kunst.

Literatur trifft Wissenschaft: Blauwale als Lockung und Drohung
Tanja Maljartschuk und Hans-Jürgen Heinrichs über Fremdheit
Moderation: Jörg Plath
Aufzeichnung vom 2. September 2019 aus dem Literaturhaus Berlin

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