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Denkmal im Hafen der isländischen Hauptstadt Reykjavik. © AP
Von Paul Stänner · 02.10.2011
"Bauern haben sich verprügelt" - dies war die ebenso knackige wie oberflächliche Zusammenfassung eines Mannes, der im 18. Jahrhundert die Manuskripte isländischer Sagas zusammengetragen hat. Heute gelten die Sagas als der Beginn einer literarischen Tradition, die bis in die Gegenwart reiche Früchte trägt.
Island ist das Land mit der höchsten Schriftstellerdichte gemessen an der Gesamtbevölkerung von etwas mehr als 300.000. Die Isländer selbst machen das schlechte Wetter dafür verantwortlich, dass auf der Vulkaninsel so viel geschrieben und gelesen wird.

Aber das Klima kann nicht allein der Grund dafür sein, wohl eher ist es die reiche Lese-Tradition dieses Landes. Noch heute kann man in Alltagsgesprächen jemanden mit einer Figur aus den Sagas vergleichen, und jeder weiß, wer gemeint ist.

Zur Buchmesse porträtiert Deutschlandradio Kultur die literarische Gegenwart Islands in einigen ihrer Vertreterinnen und Vertreter, und es zeigt sich, dass nicht nur in der Kriminalliteratur immer wieder der Bezug zu den Sagas zu finden ist.


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