Lakonisch Elegant trifft 54books

Lesen und trotzdem nichts wissen: Wieso vergessen wir Bücher?

39:21 Minuten
Illustration einer Frau, die sich in einem Buch entspannt
Entspannt lesen und das Gelesene auch behalten? © imago / Ikon Images / Alice Mollon
Von Johannes Franzen, Berit Glanz, Tilman Winterling und Christine Watty · 28.04.2022
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Lesen ist Bildung, Leidenschaft, Unterhaltung, auch Arbeit oder Schulzwang: Wieso erinnern aber wir uns manchmal an nichts, völlig falsch oder nur an die Umstände wie die warmen Füße an der Heizung? Ein Gespräch über die Ganzheitlichkeit des Lesens.
Im Kulturpodast geht es in dieser Woche ums Bücher lesen. Klingt erstmal nicht so überraschend, das machen die meisten hin und wieder. Wir sprechen darüber, wieso es immer mal dazu kommt, dass man trotz langwieriger Beschäftigung mit Literatur später Handlungen kaum noch referieren kann. Manche Bücher verschwinden völlig aus unserer Erinnerung, an andere erinnern wir uns falsch oder basteln Handlungs-Remixe aus unterschiedlichen Romanen. 

Badesee schlägt Buchinhalt 

Wir kommen schnell darauf, dass viel der privat vergessenen Literatur mit Schullektüren zu tun hat, die man vielleicht auch einfach lesen musste. Aber genau in dieser Zeit entsteht schon gleich das nächste Phänomen: Die Erinnerung an eine Handlung wird überschrieben von Umständen, in denen das Buch durchgearbeitet wurde: Mit Liebeskummer am Badesee, schwitzend an der Heizung, hundemüde im Teeniezimmer, verzweifelt unterwegs – und in dieser Lebensphase hört die Erkenntnis, dass Lesen eben doch mehr ist als Seiten durcharbeiten, natürlich nicht auf. 

Lesen als Moment 

Wir sprechen über das Momenthafte des Lesens und was das mit dem parallelen Vergessen oder bruchstückhaften Erinnerungen von anderen Kulturprodukten zu tun hat. Oder: Warum uns das bei Büchern mehr irritiert. Und wir enden mit freundlicher Gelassenheit, immerhin haben wir davor schon diverse eigene Erinnerungslücken und Verdrehungen nach angestrengtem Lesen zugegeben.

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