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Lakonisch Elegant | Beitrag vom 16.05.2019

Lakonisch Elegant"Game of Thrones" geht zu Ende: Jetzt noch Fan werden?

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Im Vordergrund Skelette von Dinosauriern. Vom Seitenrand ragen zwei Dinosaurierköpfe ins Bild. In der Mitte sind die beiden Darsteller zu sehen wie sie durch eine Landschaft laufen. (Imago / Picturelux / HBO The Hollywood Archive)
GoT geht zu Ende - und bietet mehr Gesprächsstoff denn je. Mit dabei sind natürlich auch wieder die Drachen. (Imago / Picturelux / HBO The Hollywood Archive)

Acht Jahre Serien-Epos steuern auf das große Finale zu. Welchen Platz wird "Game of Thrones" im Serien-Kosmos einnehmen – und lohnt es sich, noch einzusteigen? Wir sprechen unter anderem mit ZEIT-Redakteur Lars Weisbrod und Hanna Huge von serienjunkies.de.

Die Aufregung rund um die Serie ist zum Ende groß: Nach jeder neuen Folge der letzten Staffel explodiert das Social-Media-Internet, Menschen beschimpfen sich, wenn zuviel verraten wurde, die Spoiler-Panik greift um sich, lange Nachbesprechungen der aktuellen GoT-Entwicklungen machen die Runde. Also: Vorab auch hier der obligatorische Spoiler-Alert für alle, die noch schauen wollen: Lakonisch Elegant – der Kulturpodcast nimmt an wenigen Stellen kurz Bezug auf die aktuelle Staffel von Game of Thrones (GoT). 

Eine Serie als Lagerfeuer für alle

Voll im GoT-Fieber ist auch der ZEIT-Redakteur Lars Weisbrod. Sein Twitter-Profil hat er im Stil der Serie verkleidet. Für ihn ist das Besondere an GoT vor allem das Gemeinschaftserlebnis:

"Das war das letzte Mal, dass es ein so großes Ereignis sonntags gab und wir haben montags drüber gesprochen. Das wird so schnell nicht nochmal kommen."

Weisbrod fasziniert die neue Art der Erzählung, die die Fantasy-Welt von Game of Thrones eröffnet und die die Zuschauer*innen trifft: "Man geht mit Schmerzen raus, weil wieder was passiert ist, was man nicht erwartet hat. Man leidet echt - aber man sucht das dann natürlich auch, damit man sich da spürt."

Warum aber funktioniert diese Serie international und über die Generationen hinweg so gut? Und warum haben aufgeklärte Menschen weltweit so viel Lust, sich in die mittelalterlichen Strukturen der sieben Königslande hinein zu begeben?

Der Film- und Kulturwissenschaftler Marcus Stiglegger hat ein paar Thesen. Im Podcast sagt er unter anderem: "Das ist eine international verständliche Codierung von mythischen Grunderzählungen, die man2 auch in anderen Kulturen wiederfindet; von daher ist es so, dass da ein großer Vertrautheitseffekt bereits in den Erzählmustern ist."

In GoT steckt auch jede Menge Geld

Vom Serienhype um "Game of Thrones" profitiert unter anderem das Portal serienjunkies.de. Dort wird derzeit nach jeder Folge gepodcastet – in stundenlangen Episoden wird jedes Detail der Serie hinterfragt. Nerdtum oder angemessen?

Hanna Huge von serienjunkies.de sagt uns über die Ursachen des Hypes: "Es ist ein wahnsinnig spannendes Thema, spannende Charaktere, die eine sehr interessante Entwicklung durchmachen - und wir dürfen nicht vergessen, da steckt auch wahnsinnig viel Geld drin: HBO hat 50 Millionen für die erste Staffel ausgegeben, was damals eine Menge war, mittlerweile ist das Budget verdoppelt, verdreifacht, munkelt man."

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