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Kompressor | Beitrag vom 02.03.2015

Kunst auf TeppichenKriegstraumata mal anders verknüpft

Gespräch mit Till Passow, Filmemacher und Afghanische-Kriegsteppiche-Sammler

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Filmemacher Till Passow mit einem Teil seiner Ausstellung. (Deutschlandradio Kultur / Melanie Croyé )
Filmemacher Till Passow mit einem Teil seiner Ausstellung. (Deutschlandradio Kultur / Melanie Croyé )

Panzer, Kalaschnikows, Taliban-Kämpfer - alles in einem Teppich verwebt: So haben afghanische Weber ihre Kriegserlebnisse verarbeitet. Diese Teppiche sind derzeit in Berlin zu sehen. Der Sammler und Filmemacher Till Passow erklärt, was es damit auf sich hat.

Till Passow sammelt Teppiche, genau genommen afghanische Kriegsteppiche. Diese bilden indirekt die afghanische Geschichte, vor allem die Kriegsgeschichte der letzten 35 Jahre ab: Pop-Art-hafte sowjetische Angriffe, als Motive aus der Zeit der US-Besatzung gibt es auch Teppiche mit Bildern vom 11. September 2001.

Interessant sind die verschiedenen Verarbeitungsformen der Teppiche und auch die Geschichte, wie Passow auf die Kunstform gestoßen ist: Er hat nämlich, wie er im Interview mit dem Deutschlandradio Kultur erzählt, 2002 selbst auf einem solchen Teppich geschlafen und sich über die krassen Motive gewundert.

Mehr zum Thema:

Kundus in Afghanistan - Kein Krieg und kein Frieden
(Deutschlandradio Kultur, Weltzeit, 25.02.2015)

Mourad Benchellali - Ex-Häftling warnt Jugendliche vor Radikalisierung und Dschihad
(Deutschlandfunk, Europa heute, 25.02.2015)

Afghanischer Flüchtling - Langer Weg in ein neues Leben
(Deutschlandradio Kultur, Studio 9, 23.01.2015)

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