Seit 01:05 Uhr Tonart
Mittwoch, 28.10.2020
 
Seit 01:05 Uhr Tonart

Kulturnachrichten

Mittwoch, 28. Oktober 2020

kadawittfeldarchitektur erweitert die Komische Oper Berlin

63 Entwürfe wurden eingereicht, um einen Neubau für die denkmalgeschützte Komische Oper in Berlin zu errichten. Den Wettbewerb hat das Aachener Architekturbüro kadawittfeldarchitektur gewonnen. Das Team um Kilian Kada wird sich um neue Probebühnen, Büros, Technikräume und Gastronomie kümmern. Mit einer großen Glasfassade über mehrere Geschosse soll laut Bausenatorin Lüscher ein sowohl funktionaler als auch repräsentativer Ort Unter den Linden entstehen. Das Bauprojekt ist auf 227 Millionen Euro veranschlagt worden. Baubeginn soll 2023 sein.

Eltern fehlt es an Zeit und Bereitschaft zum Vorlesen

Eltern fehlte es im vergangenen Jahr wieder häufig an Zeit und Bereitschaft zum Vorlesen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Vorlesestudie der Stiftung Lesen, für die rund 500 Eltern von Kindern zwischen ein und sechs Jahren befragt wurden. Dass ein Drittel der Mütter und Väter selten oder nie vorlesen, sei eine seit Jahren konstante Zahl, heißt es. Knapp die Hälfte davon gab an, aus Überlastung oder Erschöpfung zu wenig zum Vorlesen zu kommen. Der andere Teil glaubte, ihren Kindern würde anderswo genug vorgelesen. Fast 70 Prozent gaben an, ihre Kinder besäßen höchstens zehn Bücher.

"Keinohrhasen"-Drehbuchautorin gewinnt 1. Instanz

Wieviel Geld Til Schweigers Kinofilme "Keinohrhasen" und "Zweiohrküken" eingebracht haben: Das zu erfahren steht der Drehbuchautorin Anika Decker zu. Dieses Urteil sprach das Landgericht Berlin. Die Produktionsfirma und Rechteinhaberin der Filme sowie ein Medienkonzern seien mit Blick auf die Verwertungserträge dieser Filme verpflichtet, ihre Erträge auch durch DVD, Pay-TV und Streamingdienste offenzulegen, hieß es zur Begründung. Hintergrund der Klage ist der sogenannte "Fairnessparagraf" im Urheberrecht. Er sieht eine Nachvergütung vor, wenn die ursprünglich vereinbarte Honorierung und die später erzielten Erträge in auffälligem Missverhältnis stehen. 2008 war "Keinohrhasen" der erfolgreichste deutsche Kinofilm. Laut Zivilkammer 15 des Landgerichts sei es unerheblich, ob die Klägerin Alleinautorin der Drehbücher oder lediglich Mitautorin gewesen sei.

"Stuttgart 21" ist zu Kunst geworden

"Stuttgart 21" ist zu Kunst geworden. Als riesige Skulptur des Künstlers Peter Lenk. Es trägt den Titel "S 21. Das Denkmal - Chroniken einer grotesken Entgleisung" und steht vor dem Stuttgarter Stadt-Palais. Es ist neun Meter hoch, zehn Tonnen schwer und stellt über 150 Menschen dar, die mit dem umstrittenen Projekt der Deutschen Bahn beschäftigen waren. Herzstück des Satire-Kunstwerks ist eine Figur, die an Laokoon aus der griechischen Mythologie angelehnt ist und die Züge des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) trägt. Das Kunstwerk wurde aus privaten Spenden finanziert und ist vorerst bis März kommenden Jahres zu sehen.

Neue Führungsköpfe der Biennale von Venedig

Die Biennale von Venedig hat sich teilweise neu aufgestellt: Die römische Komponistin Lucia Ronchetti wurde zur Direktorin der Musikabteilung ernannt. Der britische Choreograph Wayne McGregor wird ab kommendem Jahr die Tanzabteilung leiten. Die Autoren und Regisseure Stefano Ricci und Gianni Forte stehen vier Jahre dem Theater vor. Im Amt bestätigt wurde Alberto Barbera als Direktor der Abteilung Kino. Für die Internationale Architekturausstellung im kommenden Jahres bleibt der Spitzenposten bei Hashim Sarkis. Die Internationale Kunstausstellung im Frühling 2022 wird Cecilia Alemani leiten.

Musikrat warnt vor erneutem kulturellen Lockdown

Morgen wird Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Chefs der Bundesländer beraten, ob ihnen härtere Corona-Maßnahmen zweckdienlich erscheinen. Der Deutsche Musikrat appelliert, Augenmaß zu halten und mit bewährten Hygienekonzepten das Kulturleben aufrecht zu erhalten. Generalsekretär
Höppner verweist auf das Robert-Koch-Institut, das die neuen Infektionszahlen vor allem mit dem privaten Raum in Zusammenhang setzt. Konzerthäuser und Theater hätten sich dagegen "als vergleichsweise sichere Räume erwiesen". Das nicht-virtuelle soziale Miteinander sei unverzichtbar, so Höppner: "Das stumpfe Schwert undifferenzierter Schutzmaßnahmen, wie es derzeit in Bayern zum Einsatz kommt, entspricht nicht dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand und schadet dem gesellschaftlichen Zusammenhalt gravierend.“

Welttag des audiovisuellen Erbes mit Deutschlandradio-Archivmaterial

Aus Anlass des heutigen Unesco-Welttages des Audiovisuellen Erbes öffnet der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland seine Archive. Das Deutsche Rundfunkarchiv, die ARD und das Deutschlandradio machen zeitgeschichtlich relevantes Material online frei zugänglich. Es ist zeitlich unbegrenzt in den Mediatheken zu finden. Aus rechtlichen Gründen derzeit allerdings nur mit Produktionen vor 1966. Das Archiv des Deutschlandradios reicht zurück bis ins Jahr 1946.

Kulturnachrichten hören

Oktober 2020
MO DI MI DO FR SA SO
28 29 30 1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31 1

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur