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Kulturnachrichten

Freitag, 22. Januar 2021

Uffizien in Florenz öffnen wieder

Die Uffizien in Florenz sind nach 77 Tagen Schließung wegen der Corona-Pandemie wieder geöffnet. Es sei wirklich Zeit, wieder zu öffnen, sagte der deutsche Direktor, der Kunsthistoriker Eike Schmidt der Nachrichtenagentur AFP. Er plädierte für den direkten Zugang zu den großartigen Werken in den Uffizien. Sie gehörten jedem einzelnen Italiener - und damit idealerweise der Menschheit. Die zurückliegende Schließung der Uffizien war die längste seit dem Zweiten Weltkrieg. Vorerst dürfen nur Besucher kommen, die sich bereits in der Toskana aufhalten. Die Uffizien sind auch nur von Dienstag bis Freitag geöffnet. Das Museum verzeichnete für jeden Monat der Schließung Einnahmeverluste von rund vier Millionen Euro. In den Uffizien, einem der bekanntesten Kunstmuseen der Welt, befinden sich Werke von Leonardo da Vinci, Michelangelo und Raffael.

Netflix-Erfolgsserie "Bridgerton" bekommt zweite Staffel

Die Netflix-Erfolgsserie "Bridgerton" bekommt eine zweite Staffel. Das teilte der Streamingdienst per Twitter mit. Die erste Staffel der Serie war Ende 2020 gestartet, die zweite Staffel soll nun ab dem Frühjahr gedreht werden. Die Serie basiert auf einer gleichnamigen Romanreihe und dreht sich um das Leben und die Tanzbälle der Londoner High Society im frühen 19. Jahrhundert. Produziert wird "Bridgerton" von Shonda Rhimes, die unter anderem als Schöpferin der Krankenhausserie "Grey's Anatomy" bekannt wurde.

Lyrik-Mäzenin Ursula Haeusgen gestorben

Die Lyrik-Liebhaberin und Mäzenin Ursula Haeusgen ist tot. Die Münchnerin starb im Alter von 78 Jahren, wie das von ihr 2003 gegründete Lyrik Kabinett mitteilte. Haeusgen habe Dichterinnen und Dichter und ihr Werk auf vielfältige Weise gefördert - diese Begeisterung für die Dichtung wolle man weitertragen. Das Herzstück des Lyrik Kabinetts ist eine öffentlich zugängliche Bibliothek - mit mehr als 65 000 rein auf Poesie konzentrierten Medien die zweitgrößte Spezialsammlung Europas. Für ihr Engagement wurde Ursula Haeusgen vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bayerischen Verdienstorden und dem Bundesverdienstkreuz am Bande.

Goslarer Kaiserring geht an Konzeptkünstlerin Piper

Die US-amerikanische Konzeptkünstlerin Adrian Piper bekommt den Goslarer Kaiserring 2021, einen der der renommiertesten Kunstpreise der Gegenwart. Piper schaffe Kunstwerke in einer Vielzahl unterschiedlicher Medien, erklärte die Preisjury. Darunter seien Collagen, Videoinstallationen, standortbezogene Installationen und Audioarbeiten. Die 1948 in New York geborene Piper lebt und arbeitet seit 2005 in Berlin. Sie befasste sich der Jury zufolge früh mit Themen, "die noch heute aktuell sind, aber damals oftmals noch als Tabu galten". So habe sie sich insbesondere mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit auseinandergesetzt. Auf der Biennale von Venedig wurde Piper 2015 mit dem Goldenen Löwen als beste Künstlerin ausgezeichnet.

Französische Schauspielerin Nathalie Delon ist tot

Die französische Schauspielerin Nathalie Delon ist mit 79 Jahren in Paris gestorben. Sie erlag den Folgen einer Krebserkrankung wie die französische Agentur AFP unter Berufung auf ihren Sohn Anthony Delon berichtete. Nathalie Delon war die Ex-Frau von Alain Delon, an dessen Seite sie 1967 in dem Thriller "Der eiskalte Engel" bekannt wurde. Außerdem arbeitete Nathalie Delon auch als Regisseurin und Drehbuchautorin.

Mehr Geld für die Provenienzforschung

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste kann seine Forschungsförderung erweitern. Wie die Stiftung mitteilte, erhält sie 2021 insgesamt 1,5 Millionen Euro mehr als im vergangenen Jahr. Die zusätzlichen Mittel werden von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters, zur Verfügung gestellt. Diese Entscheidung ermögliche es Institutionen und Privatpersonen in Deutschland, noch intensiver als bisher nach unrechtmäßig entzogenem Kulturgut zu forschen, hieß es. Und sie zeige auch, dass die Provenienzforschung und damit die Aufarbeitung geschehenen Unrechts weiterhin einen hohen Stellenwert in der Kulturpolitik genießt. Das 2015 gegründete Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg ist in Deutschland zentraler Ansprechpartner beim Thema Raubkunst.

BGH: Promifoto darf nicht zum Ködern benutzt werden

Das Foto eines Prominenten darf von Medien nicht zum Ködern von Lesern oder zum Generieren von Klicks im Netz, dem so genannten Clickbaiting, genutzt werden, wenn der Prominente im Artikel überhaupt nicht vorkommt. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Geklagt hatten der Schauspieler Sascha Hehn und der Moderator Günther Jauch, die von Verlagen eine fiktive Lizenzgebühr für die Nutzung ihrer Bilder forderten. Im Fall von Jauch war sein Foto im Zusammenhang mit einem Text über Krebserkrankungen gezeigt worden. Die von den Verlagen Bauer Media Group und Axel Springer SE eingelegten Revisionen wurden nun vom BGH zurückgewiesen.

Google und Frankreichs Verleger einigen sich

Im Streit um Urheberrechte haben der Internetgigant Google und französische Verleger gemeinsame Kriterien für die Vergütung festgelegt. Ein entsprechendes Abkommen sei unterzeichnet worden, hieß es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Google und dem Verlegerverband L'Alliance de la presse d'information général. Demnach soll Google nun einzelne Verträge aushandeln, die sich auf die festgelegten Linien stützen. Konkret geht es darum, dass Google den Verlegern Geld für das Anzeigen von Auszügen aus Medieninhalten zahlen soll. Hintergrund des Streits ist eine 2019 verabschiedete EU-Urheberrechtsnovelle, die Urhebern für ihre Inhalte im Netz eine bessere Vergütung sichern soll. Google hatte sich zunächst geweigert, solche Zahlungen vorzunehmen.

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