Seit 01:05 Uhr Tonart
Mittwoch, 03.03.2021
 
Seit 01:05 Uhr Tonart

Kulturnachrichten

Mittwoch, 3. März 2021

Reggae-Legende Bunny Wailer gestorben

Das letzte Mitglied der legendären Reggae-Band "The Wailers" ist tot. Bunny Wailer ist nach Angaben seiner Managerin heute mit 73 Jahren in Jamaika in einem Krankenhaus gestorben. Im Jahr 1963 gründete der Sänger und Schlagzeuger mit Bob Marley und Peter Tosh die Wailers. Mit dem Album "Catch a Fire" gelang ihnen der internationale Durchbruch. Später begann Wailer eine Solokarriere. Er gewann drei Grammys. 2017 erhielt er den jamaikanischen Verdienstorden.

Paris plant Gedenkstätte für Opfer von Terrorismus

Die französische Hauptstadt Paris soll eine Gedenkstätte für Opfer des Terrorismus bekommen. Die Gedenkstätte, die zugleich ein Museum sein wird, soll alle Opfer und Terrorakte von 1974 bis zum aktuellen Datum erfassen. Das sagte der Projektleiter Henry Rousso der Nachrichtenagentur AFP. Insbesondere Paris war in den vergangenen Jahren immer wieder zur Zielscheibe dschihadistischer Angriffe geworden. Die Gedenkstätte soll 2027 eröffnet werden.

DJV: Situation freier Journalisten ist alarmierend

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) beklagt dramatische Einkommensverluste freier Journalistinnen und Journalisten seit Ausbruch der Corona-Pandemie. Das durchschnittliche Jahreseinkommen der Freien sei 2020 um ein Viertel auf 25.500 Euro zurückgegangen, teilte die Gewerkschaft in Berlin mit.
Der DJV beruft sich auf eine eigene Befragung unter 1.090 Personen. Insgesamt hätten mehr als zwei Drittel mit Auftragsrückgängen zu kämpfen, die Hälfte davon mit Verlusten von mehr als 50 Prozent. Ein Zehntel der Befragten hätte gar keine Aufträge mehr bekommen. Besonders hart getroffen seien freie Journalisten, die über Veranstaltungen berichten oder Personengeschichten produzieren. Staatliche Unterstützung oder Sozialleistungen habe nur ein Viertel bekommen.

Bühnenverein will Lockerungen für die Kultur

Vor den Beratungen zu möglichen Lockerungen in der Corona-Pandemie appelliert der Deutsche Bühnenverein an die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten, Theater, Museen und Konzerthäuser dabei vorrangig ins Auge zu fassen. In einem offenen Brief heißt es, in den Theaterräumen sei das Ansteckungsrisiko dank guter Belüftung und wirkungsvoller Schutzmaßnahmen deutlich niedriger als in Einzelhandel, Mehrfachbüros, Sporthallen oder Restaurants. Schnelltests und Kontaktnachverfolgung durch Smartphones könnten die Sicherheit weiter erhöhen. Zudem verwies der Bundesverband der Theater und Orchester auf die besondere Bedeutung der Kultur für die Gesellschaft, die sich auch in dem Grundrecht der Kunstfreiheit widerspiegele.

Letzter Zeuge des Eichmann-Prozesses gestorben

Der letzte Zeuge des Prozesses gegen den Naziverbrecher Adolf Eichmann, Mordechai Ansbacher, ist tot. Der in Würzburg geborene Holocaust-Überlebende und Historiker starb im Alter von 94 Jahren in Jerusalem, wie die Tageszeitung "Jerusalem Post" berichtete. Mordechai Ansbacher wurde als 15-Jähriger zunächst ins Ghetto nach Theresienstadt, dann in die Konzentrationslager Auschwitz und Dachau deportiert. 1945 wanderte Ansbacher nach Israel aus und baute dort die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem mit auf und leitete als erster Direktor deren Museumsabteilung. 1961 war er einer der Hauptzeugen im Prozess gegen Adolf Eichmann. Für seinen Beitrag zur Aussöhnung und Verständigung zwischen Israel und Deutschland bekam er 2007 das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Kulturnachrichten hören

März 2021
MO DI MI DO FR SA SO
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31 1 2 3 4

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur