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Kulturnachrichten

Montag, 10. Dezember 2018

LA Film Critics: "Roma" zum besten Film 2018 gekürt

"Roma" bekommt auch den Preis für die beste Kamera

Alfonso Cuaróns intimes Filmdrama "Roma" ist für den Verband der Filmkritiker in Los Angeles der beste Film des Jahres. Die Entscheidung gab die Vereinigung am Sonntag bekannt. Zudem sprach sie "Roma" den Preis für die beste Kamera zu. Cuaróns autobiografisch geprägter Schwarz-Weiß-Film hat schon etliche Preise abgeräumt: Bei den Filmfestspielen von Venedig gab es den Goldenen Löwen, der New York Film Critics Circle - ein Filmkritikerverband - kürte "Roma" ebenfalls zum besten Film. Und die Netflix-Produktion kann sich Hoffnungen auf eine Oscar-Nominierung in der Königssparte "Bester Film" machen. Der Verband der Filmkritiker in Los Angeles zeichnete Filmemacherin Debra Granik zudem für ihr ungewöhnliches Vater-Tochter-Drama "Leave No Trace" als beste Regisseurin aus. Die Preise der LA Film Critics werden bei einer Gala am 12. Januar vergeben.

Alternativer Literaturnobelpreis für Maryse Condé

Ihr Werk über die Gewalt des Kolonialismus in Afrika gehört zur Weltliteratur

Die französische Schriftstellerin Maryse Condé ist mit dem alternativen Literaturnobelpreis für ihr Lebenswerk geehrt worden. Sie nahm die mit rund 250.000 Schwedischen Kronen (knapp 25.000 Euro) dotierte Auszeichnung am Sonntag in Stockholm entgegen. Jury-Präsidentin Ann Palsson von der Initiative "Die Neue Akademie" lobte die 81-Jährige als eine große Erzählerin. Ihr Werk über die Gewalt des Kolonialismus in Afrika gehöre zur Weltliteratur. Condé schreibe in einer überwältigenden Sprache, zeige Humor, Respekt und Menschlichkeit und setze in ihrem Werk Geschlechter, Rassen und Klassen in ein neues Verhältnis zueinander, sagte Palsson. Die Auszeichnung "New Academy Prize in Literature" wurde in diesem Jahr einmalig anstelle des Literaturnobelpreises vergeben. Dieser wurde wegen einer Krise der Schwedischen Akademie abgesagt. Das Preisgeld wurde über Crowdfunding gesammelt, das noch bis zum Sonntag lief.

Bodensee-Literaturpreis für Eva Gesine Baur

Sie wird für ihr bisheriges Gesamtwerk geehrt

Die Schriftstellerin Eva Gesine Baur ist mit dem Bodensee-Literaturpreis in Überlingen (Bodenseekreis) ausgezeichnet worden. Die 58-Jährige bekam die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung für ihr bisheriges Gesamtwerk, wie der Kulturamtsleiter der Stadt sagte. Die Fachjury von Germanisten aus Deutschland, der Schweiz und Österreich würdigte demnach ihr akribisches Forschen und fesselndes Erzählen: Die Autorin verbinde das Persönliche ihrer Figuren mit dem Geist und Kolorit der Zeit, hieß es in einer Mitteilung. Eva Gesine Baur, 1960 in München geboren, veröffentlicht unter zwei Namen. Unter dem Pseudonym Lea Singer ist sie Autorin von Erzählungen und Romanen mit einer Vorliebe für historische Stoffe und reale Personen - etwa Constanze Mozart, Paul Wittgenstein oder Johann Wolfgang von Goethe. Unter ihrem Geburtsnamen schrieb sie Sachbücher unter anderem über Charlotte Schiller, Frédéric Chopin oder zuletzt Marlene Dietrich.

Boy-Gobert-Preis für Paul Behren

Körber Stiftung zeichnet Nachwuchsschauspieler aus

Paul Behren (27) hat den Boy-Gobert-Preis für Nachwuchsschauspieler an Hamburger Bühnen erhalten. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung der Körber-Stiftung wurde ihm im Hamburger Thalia Theater überreicht. Behren ist seit der Spielzeit 2016/17 Ensemble-Mitglied am Deutschen Schauspielhaus. Die Jury bezeichnete Behren als "spielenden Theater-Überdenker, der an die weltverändernde Kraft des Theaters glaubt und zugleich seinen Figuren skeptisch über die Schulter schaut". Er schaffe Nähe und Distanz gleichzeitig, hieß es. Behren wurde 1991 in Tübingen geboren und studierte Schauspiel an der Folkwang Universität der Künste Essen/Bochum. Bereits während der Ausbildung spielte er am Schauspielhaus Bochum und am Theater in Heidelberg. Von 2015 an war er Ensemble-Mitglied am Münchner Volkstheater, 2016 wechselte er nach Hamburg, wo er derzeit unter anderem in der Inszenierungen "Der haarige Affe" von Frank Castorf zu sehen ist. Seit 1981 verleiht die Körber-Stiftung jährlich den Boy-Gobert-Preis. Bisherige Preisträger sind unter anderen Ulrich Tukur, Martin Wuttke, Susanne Wolff, Fritzi Haberlandt und Gala Othero Winter.

Deutscher Menschenrechtsfilmpreis verliehen

Als bester Langfilm wurde "Styx" von Wolfgang Fischer ausgezeichnet

Unter der Schirmherrschaft von Altbundespräsident Joachim Gauck ist in Nürnberg der Deutsche Menschenrechtsfilmpreis verliehen worden. Als bester Langfilm wurde der Spielfilm "Styx" von Wolfgang Fischer über ein Flüchtlingsdrama auf dem Meer ausgezeichnet. Weitere Preise wurden in den Kategorien Kurzfilm, Magazinbeitrag, Hochschule, Amateure und Bildung vergeben. Die Laudationes hielt die Präsidentin der Deutschen Filmakademie, Iris Berben. Für den Wettbewerb waren fast 400 Produktionen eingereicht worden. Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis wird alle zwei Jahre vergeben.

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