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Mittwoch, 14.04.2021
 
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Kulturnachrichten

Mittwoch, 14. April 2021

Finanzplan für Berliner Museum gekippt

Der Bundesrechnungshof hat den Finanzplan für das Berliner Museum des 20. Jahrhunderts gekippt. Die Bundesbehörde bemängelte eine geplante pauschale Risiko-Vorsorge als Verstoß gegen das Haushaltsrecht. Mehr als 10 Millionen Euro seien zuviel veranschlagt, so die Rechnungsprüfer. Der Finanzplan für den Museums-Neubau müsse deshalb auf 354 Millionen Euro gekürzt werden. Die Fertigstellung ist für 2026 geplant. Der Entwurf stammt von den Schweizer Architekten Herzog & de Meuron, die auch die Elbphilharmonie in Hamburg, das Olympiastadion in Peking und die Allianz Arena in München gebaut haben.

Künstler sollen Versicherung behalten

Damit Künstler wegen fehlenden Einkommens in der Pandemie nicht ihren Versicherungsschutz verlieren, hat die Bundesregierung die jährliche Mindesteinkommensgrenze nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz ausgesetzt. Dies gelte für die Jahre 2020 und 2021, teilte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit. Auch die parallele Ausübung einer nicht künstlerischen oder publizistischen Beschäftigung soll die Versicherungspflicht nicht grundsätzlich ausschließen. Für den Bereich des Krankenversicherungsschutzes seien aber einige Regelungen zu beachten. Erst zu Wochenbeginn hatte der Deutsche Kulturrat eine Lösung für die in Not geratenen Künstlerinnern und Künstler angemahnt. Viele warteten nicht auf öffentliche Unterstützung, sondern arbeiteten freiberuflich außerhalb ihrer künstlerischen Tätigkeit, hieß es. Damit hätten sie unter Umständen ihre Kranken- und Pflegeversicherung verloren.

Neue Direktorin im Anne Frank Zentrum Berlin

Die Historikerin Veronika Nahm übernimmt am 1. Juni die Leitung des Anne Frank Zentrums in Berlin. Die 42-Jährige folgt auf Patrick Siegele, der zum Institut für Holocaust Education des österreichischen Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung wechselt, wie das Anne Frank Zentrum mitteilte. Nahm leitete bisher bereits den Bereich der Berliner Ausstellung und Pädagogik des Anne Frank Zentrums. Veronika Nahm kenne die Organisation bereits seit vielen Jahren, erklärte der Vorstandsvorsitzende und Mitbegründer des Zentrums, Ulrich Funk. Die Historikerin und Juristin sei eine ausgesprochene Expertin der inklusiven historischen Bildung zum Holocaust für Kinder und Jugendliche. Das Anne Frank Zentrum ist die deutsche Partnerorganisation des Anne Frank Hauses in Amsterdam.

Die Stadt Bitche wird Opfer von FB-Algorithmus

Die Facebook-Seite der französischen Stadt Bitche war drei Wochen lang gesperrt, weil der Algorithmus des Online-Netzwerks den Namen mit dem englischen Schimpfwort "bitch" verwechselte. Wie der Bürgermeister von Bitche, Benoît Kieffer, mitteilte, hatte Facebook die Seite "Ville de Bitche" am 19. März wegen eines angeblichen Verstoßes gegen seine Standards gesperrt. Nun ist die Seite wieder zu erreichen, wie Facebook in Frankreich bestätigte. Das Unternehmen räumte ein, die Seite sei wegen einer "fehlerhaften Analyse durch unsere Systeme" gesperrt worden. Beleidigungen wie das englische Schimpfwort "bitch" (zu Deutsch: Miststück, Schlampe) werden demnach automatisch gesperrt.

Jazz-Fachmesse "jazzahead!" digital

Der weltweit größte Branchentreff für Jazzmusiker, Produzenten und Veranstalter, die Bremer "jazzahead!", startet in diesem Jahr pandemiebedingt ausschließlich digital, nachdem sie letztes Jahr komplett abgesagt wurde. Die 15. Fachmesse sei vom 29. April bis zum 2. Mai geplant, sagte Projektleiterin Sybille Kornitschky. Schon am 23. April beginnt ein vorgeschaltetes Jazz-Festival mit 31 Kurzkonzerten. Das Partnerland Kanada verschiebt aber seine Teilnahme auf das kommende Jahr. Damit fallen wichtige Teile des begleitenden Kulturprogramms weg. Die Jubiläen - 15 Jahre Messe und zehn Jahre Festival - sollen trotzdem gefeiert werden, unter anderem mit einem Livestream zum Festival-Auftakt am 23. April aus dem Bremer Sendesaal. Die Fachmesse steht in diesem Jahr unter dem Motto "Close together from afar."

Urban kommentiert wieder Eurovision Song Contest

Die ARD hat Details zu ihrem Eurovision-Song-Contest-Abend am 22. Mai veröffentlicht. Peter Urban kommentiert die Musikshow wieder für die deutschen Zuschauer, wie der NDR mitteilte. Urban tut dies seit 1997 - mit Ausnahme von 2009, als er krank war, und von letztem Jahr, als es wegen Corona nur eine Esatzshow gab. Beim Finale am 22. Mai konkurrieren 26 Nationen um den Titel. Deutschland ist zusammen mit Italien, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Ausrichter Niederlande als Finalteilnehmer gesetzt. Für Deutschland tritt der gebürtige Hamburger Jendrik mit seinem Song "I Don't Feel Hate" an.

Regisseur Troller erhält Ehrenpreis

Der 99-jährige Regisseur und Drehbuchautor Georg Stefan Troller erhält für sein Lebenswerk den erstmals vergebenen Ehrenpreis des Deutschen Dokumentarfilmpreises. Troller habe stilbildende Filme des Fernsehdokumentarismus geschaffen - "zeitlose Meisterwerke, die bis heute ungebrochen Strahlkraft besitzen", teilte der SWR mit. Intendant Kai Gniffke würdigte Troller laut Mitteilung als "Vorbild für alle Filmschaffenden". Authentisch und mitfühlend, kritisch und hautnah sei ihm in mehr als 150 Filmen bravourös die Balance zwischen atmosphärischer Dichte und präzisem Blick gelungen. Während der NS-Zeit floh Troller in die USA. Als US-Soldat war er an der Befreiung des KZ Dachau beteiligt und durchforstete laut SWR-Angaben Hitlers Bibliothek in dessen Privatwohnung.

Leipziger Buchmesse gibt Shortlist bekannt

Nach einer mehrmonatigen Auswahlphase hat die Jury für den Preis der Leipziger Buchmesse bekanntgeben, welche 15 Titel es auf die Shortlist geschafft haben. Der renommierte Literaturpreis wird in den Kategorien Belletristik, Sachbuch und Übersetzung vergeben. Je Kategorie wurden fünf Titel nominiert. Für die Bellestristik sind das unter anderen Friederike Mayröcker und Christian Kracht. Beim Sachbuch Heike Behrend und Dan Diner. In der Kategorie Übersetzung Ann Cotten und Timea Tankó. Der Preis ist mit insgesamt 60.000 Euro dotiert. Wegen Corona ist die Preisverleihung am 28. Mai als Festakt in der Leipziger Kongresshalle geplant. Noch ist unsicher, ob Publikum dabei sein kann.

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