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Kulturnachrichten

Dienstag, 21. Januar 2020

Heinrich-Mann-Preis für Autorin Eva Horn

Die Wiener Literaturwissenschaftlerin und Essayistin Eva Horn erhält den Heinrich-Mann-Preis 2020 der Akademie der Künste. Die Ehrung für Essayistik ist mit 10.000 Euro dotiert und wird am 27. März in Berlin verliehen. Die Laudatio hält der Literaturtheoretiker Anselm Haverkamp. Eva Horn wurde 1965 in Frankfurt am Main geboren, studierte in Bielefeld, Paris und Konstanz Vergleichende Literaturwissenschaft, Germanistik, Romanistik und Philosophie. 1996 promovierte sie mit einer Arbeit über Trauertexte der Goethezeit. Seit 2009 ist sie Professorin für Neuere deutsche Literatur am Institut für Germanistik der Universität Wien.

Regisseur Urs Egger gestorben

Der Schweizer Regisseur Urs Egger ist tot. Er starb bereits am Samstag in Berlin nach langer Krankheit im Alter von 66 Jahren, wie ein Freund der Familie bestätigte. Der in Bern geborene Egger lebte in Berlin. Das ZDF verwies auf zahlreiche erfolgreiche Fernsehfilme und Mehrteiler. "Urs Egger war eine wichtige Säule unseres Fiktion-Programms im ZDF, und er beherrschte souverän die große Bandbreite der Genres von Krimi, über Komödie bis zum Drama. Die Zuschauer liebten seine Filme", sagte ZDF-Fernsehfilm-Chef Frank Zervos. Egger wurde unter anderem mit dem Adolf-Grimme-Preis, dem Deutschen Fernsehpreis und der österreichischen Goldenen Romy ausgezeichnet.

Magazin "journalist" erscheint auch als "journalistin"

Das Medienmagazin "journalist" will ein Zeichen der Geschlechterfairness setzen. Erstmals seit 70 Jahren erscheint die Januar/Februar-Ausgabe mit zwei unterschiedlichen Titelseiten, wie der Verlag in Bonn mitteilte. Auf 16.000 der 32.000 Exemplare umfassenden Auflage steht auf dem Cover der Schriftzug "journalist", auf der anderen Hälfte "journalistin". Wer welche Ausgabe erhält, entscheide der Zufall, hieß es.

Klimt-Gemälde: Mutmaßliche Diebe melden sich

Zwei mutmaßliche Diebe eines Gemäldes des Jugendstilmalers Gustav Klimt haben sich in Italien gestellt. Sie hätten sich in einer Lokalzeitung selbst beschuldigt, bestätigte die Polizei in der Stadt Piacenza. Ob es sich wirklich um die Diebe des Gemäldes handelt, das im Dezember nach fast 23 Jahren wiederentdeckt wurde, muss noch überprüft werden. Es werde in alle Richtungen ermittelt, so die Polizei, keine Spur werde ausgeschlossen. Die Echtheit des Gemäldes "Bildnis einer Frau" war vergangene Woche bestätigt worden. Es war im Dezember im Garten des Museums Ricci Oddi in Piacenza aufgetaucht. Dort war es 1997 verschwunden.

Max Ophüls Preis mit Praunheim-Premiere gestartet

Das Filmfestival Max Ophüls Preis ist am Montagabend in Saarbrücken mit der Premiere des Films "Darkroom - Tödliche Tropfen" von Rosa von Praunheim eröffnet worden. Dabei wurde dem 77-jährigen Filmregisseur und Autor der Ehrenpreis für Verdienste um den jungen deutschsprachigen Film verliehen. Von Praunheim stelle für die jungen Talente, aber auch für unsere Gesellschaft in seinem vielschichtigen Schaffen ein unbedingtes Vorbild dar, erklärte die Festivalleiterin Svenja Böttger. Insgesamt werden in der Festivalwoche mehr als 150 Filme gezeigt, 63 starten in den Wettbewerben. Dafür werden wieder 16 Auszeichnungen mit Preisgeldern in einer Gesamthöhe von rund 120 000 Euro verliehen.

TV-Schauspieler Christoph Quest gestorben

Der Schauspieler und Autor Christoph Quest ist tot. Er erlag am Samstag im Alter von 79 Jahren in der Berliner Charité einem Herzleiden, wie der Deutschen Presse-Agentur aus Familienkreisen bestätigt wurde. Erst zwei Wochen zuvor war seine Frau, die Malerin Doris Quest, gestorben. Nun sollen beide gemeinsam an diesem Freitag beerdigt werden. Quest wurde vor allem als TV-Schauspieler bekannt. So drehte er Folgen für "Tatort", "Pfarrer Braun", "SK Kölsch" oder "Soko Leipzig". Im Theater wirkte er an Bühnen unter anderem in Berlin und Hamburg. Außerdem veröffentlichte Quest Gedichtbände.

Ibiza-Video ausgezeichnet

Das Ibiza-Video, das Heinz-Christian Strache als Chef der FPÖ stürzte, ist in Wien ausgezeichnet worden. Mit einem Preis, den der Verband der österreichischen Filmregie und das Magazin "Dossier" neu erfunden haben. Dieser "Ibiza-Preis" soll auch zukünftig Videos würdigen, "die einen Beitrag zum demokratiepolitischen Diskurs leisten, eine positive Debatte zu einem öffentlich relevanten Thema auslösen oder ein gesellschaftspolitisches Tabu brechen". So steht es in der dazugehörigen Presseerklärung.

Birgit Jooss verlässt documenta Archiv

Nur dreieinhalb Jahre war sie Direktorin des Documenta Archivs in Kassel: Nächsten Monat verlässt die Kunsthistorikerin Birgit Jooss die Stadt und tritt eine Stelle am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München an - aus familiären Gründe, wie mitgeteilt wurde. Generaldirektorin Sabine Schormann würdigte die Leistung der Archivarin. Kommissarisch folgt ihr Martin Groh, der Leiter der wissenschaftlichen Abteilung des 1961 gegründeten Archivs mit mehr als 1,4 Millionen Dokumenten.

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