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Kulturnachrichten

Montag, 25. Januar 2021

Universalkünstler Arik Brauer gestorben

92 Jahre ist er alt geworden: Der Österreicher Arik Brauer. Als Maler, Grafiker und Bühnenbildner gehörte er zur Wiener Schule des Phantastischen Realismus. Seine vielfarbigen und kleinteiligen Bilder verweisen in märchenhafter Anmutung immer wieder auf die Politik. Als Sänger, der in den 70er Jahren für sein Debüt eine Goldene Schallplatte erhielt, war er Mitbegründer des sogenannten Austropop. Österreichs Bundespräsident Van der Bellen würdigte Brauer als Ausnahmekünstler. Mit der Erfahrung von Antisemitismus, Verfolgung und Mord während der NS-Herrschaft aufgewachsen, sei Brauer zum "kritischen Citoyen" geworden, der seine Stimme für Freiheit, Demokratie und Solidarität erhoben habe. Brauer hatte den Nationalsozialismus versteckt überlebt und nach dem Ende des Krieges in Frankreich und Israel gelebt. 1986 berief ihn die Akademie der Bildenden Künste Wien zum Professor. Arik Brauer starb im Kreis seiner Familie.

Goldener Spatz: 150 Einreichungen für Medienfestival

Für das Kindermedienfestival Goldener Spatz sind mehr als 150 Beiträge in der Kategorie Film und TV eingereicht worden. "Erfreulich viele Originalstoffe, die nicht auf Vorlagen beruhen, sind dabei", sagte Festivalleiterin Nicola Jones. Die Themen seien vielseitig, mal gehe es um die erste Liebe, mal um Generationskonflikte, oder um Abenteuer- und Detektivgeschichten. "Es gibt was zum Gruseln, Roadmovies und es sind auch mehr Animationsfilme dabei", so Jones. Das Coronavirus spielt laut Jones zumindest in den Spielfilm-Beiträgen inhaltlich keine Rolle, da die Stoffe vor der Pandemie entwickelt wurden. Bei den Dokumentationen, Kurz- und Informationsfilmen sei das Virus aber ein Thema. Der Goldene Spatz gilt als größtes Festival seiner Art im deutschsprachigen Raum. In diesem Jahr ist es vom 6. bis 12. Juni wieder in Gera und Erfurt geplant.

Berliner Staatsbibliothek wird digital wiedereröffnet

Die Berliner Staatsbibliothek Unter den Linden wird heute mit einem digitalen Festakt wiedereröffnet. Die Festansprache wird Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, CDU, halten. Die 1661 gegründete Staatsbibliothek war seit 2005 bei laufendem Betrieb saniert worden. Die Kosten dafür beliefen sich auf 470 Millionen Euro. Der reguläre Bibliotheks-Betrieb kann coronabedingt noch nicht losgehen. Sobald es die Pandemie-Bestimmungen erlauben, sollen die Tore geöffnet werden.
Das 1914 eröffnete Gebäude Unter den Linden ist neben dem Ensemble an der Potsdamer Straße einer der zwei Standorte der Staatsbibliothek. Diese ist die größte wissenschaftliche Universalbibliothek im deutschsprachigen Raum. In ihren Regalen und Archiven finden sich rund 25 Millionen Bücher, Medien und Objekte.

Mini-Serie über Premier Johnsons Umgang mit Corona

Der Schauspieler Kenneth Branagh wird in der Mini-Serie "This Sceptred Isle" - auf Deutsch "Dies gekrönte Eiland" - den britischen Premierminister Boris Johnson spielen. Die Serie werde den Umgang Johnsons mit der Corona-Pandemie behandeln, kündigte der britische Sender Sky an. Regisseur ist der Filmemacher Michael Winterbottom. Die Produktion soll im Herbst 2022 zu sehen sein.

US-Autoren gegen Buchverträge mit Trump-Regierung

Etwa 500 amerikanische Autoren und Angehörige des Literaturbetriebs haben einen Brief an amerikanische Verleger unterzeichnet, in dem sie dazu aufrufen, keine Buchverträge mit Mitgliedern der ehemaligen Trump-Regierung abzuschließen, da "jene, die Verbrechen gegen die amerikanische Bevölkerung ermöglicht, verbreitet oder gedeckt haben, sich nicht aus den Kassen der Verlage bereichern sollten." Initiator des Briefes ist der Schriftsteller Barry Lyga, unter den Unterzeichnern finden sich Namen wie Celeste Ng, Holly Black oder der Star Wars-Autor Chuck Wendig. Der Brief ist überschrieben mit "Keine Buchverträge für Verräter".

Der Tänzer und Choreograph Othello Johns ist tot

Der Tänzer, Choreograph und Tanzlehrer Othello Johns ist im Alter von 57 Jahren verstorben. Das meldet die Rheinische Post. Johns unterrichtete am tanzhaus NRW seit zwanzig Jahren Modern Jazz Dance, Hip Hop, Breakdance und andere Urban Styles. Als Mitgründer des gemeinnützigen Vereins Kabawil e.V. setzte er sich für interkulturelle Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ein und arbeitete regelmäßig auch mit jungen Häftlingen. Der gebürtige US-Amerikaner Johns studierte Tanz und Choreographie an der Martha Graham School of Contemporary Dance in New York, an der Erick Hawkins School in New York und an der University of Louisiana. Als Solist arbeitete er für Milton Myers, Rod Rogers, Isadora Duncan, Erick Hawkins und mit dem Tanzatelier Wien.

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