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Samstag, 17.11.2018
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 17. November 2018

Die Preisträger der 70. Bambi-Verleihung

Beste Schauspielerin ist Paula Beer und bester Schauspieler Sebastian Koch

Die diesjährigen Bambi-Preisträger stehen fest: Sebastian Koch und Paula Beer wurden als bester Schauspieler bzw. beste Schauspielerin geehrt. In der Kategorie Sport bekam Claudio Pizarro die Trophäe. Als Serie des Jahres wurde "Babylon Berlin" ausgezeichnet. In der Kategorie Comedy erhielt Luke Mockridge das goldene Reh. Der Sonderpreis der Jury ging an den deutschen Triathleten und Sieger des diesjährigen Ironman Hawaii Patrick Lange. Liselotte Pulver wurde für ihr Lebenswerk geehrt. Den Bambi in der Kategorie Schauspielerin international erhielt Penelope Cruz. Mark Forster gewann in der Kategorie Musik national und Dua Lipa in der Sparte Musik international.

Drehbuchautor William Goldman ist tot

Er ist im Alter von 87 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben

Der Oscar-prämierte Drehbuchautor William Goldman ist am Freitagmorgen im Alter von 87 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Goldman erhielt für seine Drehbücher zu "Zwei Banditen" und "Die Unbestechlichen" einen Oscar. Er war auch Schriftsteller und schrieb die Drehbücher zu seinen Romanen "Der Marathon-Mann", "Die Braut des Prinzen" und "Heat". Außerdem war er auch ein erfolgreicher "Script Doctor", also ein Experte, der immer dann hinzugezogen wird, wenn ein Drehbuch Verbesserungen nötig hat. Sein Schlagwort "Folge dem Geld" aus dem Drehbuch zum Film "Die Unbestechlichen" über den Watergate-Skandal ging in die amerikanische Sprache ein. Trotz all seiner Erfolge als Drehbuchautor sah sich Goldman zunächst als Schriftsteller und betrachtete seine Drehbücher nicht als künstlerische Leistung. "Ein Drehbuch ist ein Stück Zimmerei", sagte er. "Und außer im Fall von Ingmar Bergman ist es keine Kunst, es ist ein Handwerk."

Elvis Presley mit höchster ziviler Auszeichnung geehrt

Der Präsident würdigte den tiefen Patriotismus des Musikers

Mehr als 40 Jahre nach dem Tod von Elvis Presley hat US-Präsident Donald Trump den "King of Rock'n'Roll" mit der höchsten zivilen Auszeichnung der USA geehrt. Trump verlieh Presley am Freitag im Weißen Haus posthum die Freiheitsmedaille des Präsidenten. Die Auszeichnung gehe an einen der beliebtesten Künstler, der je gelebt habe, sagte Trump. Der Präsident würdigte den tiefen Patriotismus des Musikers, der sich auf der Höhe seines Ruhmes dazu entschlossen habe, in den Streitkräften zu dienen. "Er hatte eine Wahl und für ihn war es keine Wahl." Insgesamt zeichnete Trump sieben Amerikaner mit der "Medal of Freedom" aus.

Verleihung des EU-Theaterpreises ohne Milo Rau

Grund: Probleme mit dem Visum für Russland

Milo Rau kann nicht nach Russland zur Verleihung des Europäischen Theaterpreises reisen. Er sollte am Samstag in St. Petersburg mit dem "XV. Europe Prize Theatrical Realities" ausgezeichnet werden. Wie die Zeitung "La Vanguardia" heute berichtete, kann Rau an der Zeremonie jedoch nicht teilnehmen. Seit seinem Projekt "Die Moskauer Prozesse" (2013/14), in dem er sich kritisch mit der Kunstfreiheit in Russland auseinandergesetzt hat, verfügt Milo Rau über keine Einreisegenehmigung nach Russland mehr. Einladungen ans "Golden Mask Festival" und an die "Manifesta" waren an Visum-Problemen gescheitert. "Dass es sich nun wieder als zu schwierig erwiesen hat, ein Visum zu bekommen, überrascht mich nicht", kommentierte Milo Rau. Nach mehrfachen Bemühungen der Veranstalter und nachdem Rau seine Reise nach Russland bereits absagen musste, sei schließlich am Freitagnachmittag doch noch ein Visum an der Antwerper Botschaft in Aussicht gestellt worden, jedoch "zu einem Zeitpunkt, als ich nicht mal mehr in Belgien war und in St. Petersburg die Vorstellung meines Films 'Das Kongo Tribunal' längst begonnen hatte", so Rau in einer Pressemitteilung.

Thomas-Mann-Preis für Mircea Cartarescu

Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert

Der rumänische Schriftsteller Mircea Catarescu wird am Sonnabend in Lübeck mit dem Thomas-Mann-Preis ausgezeichnet. Die Wahl sei auf Catarescu gefallen, weil er sich über vier Jahrzehnte zur wichtigsten Stimme der rumänischen Literatur entwickelt habe, begründete die Jury die Auszeichnung. Mit seiner Romantrilogie "Orbitor" habe er sich in die Weltliteratur geschrieben. Der 1956 in Bukarest geborene Schriftsteller ist für seine Gedichte, Romane und Erzählungen bereits vielfach ausgezeichnet worden, unter anderem 2015 mit dem Österreichischen Staatspreis für europäische Literatur. Der Thomas-Mann-Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wird im jährlichen Wechsel von der Hansestadt Lübeck und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste vergeben.

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