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Konzert / Archiv | Beitrag vom 04.09.2020

Kein ARD MusikwettbewerbEin Rückblick in die erfolgreiche Geschichte

Mit Carola Malter

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Ein schwarz-weiß-Foto zeigt eine junge Bratscherin, die konzentriert in einem großen Raum hinter einem Notenpult übt. (Kim Kashkashian / Petra Goldmann)
Kim Kashkashian (Bratsche) machte 1980 beim ARD Wettbewerb auf sich aufmerksam. (Kim Kashkashian / Petra Goldmann)

Der Internationale Musikwettbewerb der ARD findet in diesem Jahr nicht statt. Wir spielen renommierte Preisträger aus der langen Geschichte des Wettbewerbes.

Für junge Musiker und Ensembles ist das Jahr 2020 eine riesengroße Herausforderung, denn nicht nur die Ausbildung läuft in Zeiten von Corona im Krisenmodus, auch Probespiele sind verschoben, Aushilfsjobs in den Orchestern fallen weg und die großen Wettbewerbe schicken ihre Kandidaten nach Hause.

Der 69. Internationale Musikwettbewerb der ARD München hat die für dieses Jahr ausgeschriebenen Kategorien Flöte, Posaune, Streichquartett und Klavier auf 2022 verschoben und gleichzeitig die Teilnahmebedingungen großzügig verändert, damit die Musikerinnen, die jetzt in den "Startlöchern" stehen, noch eine Chance bekommen und nicht so lange warten müssen, bis ihre Kategorien wieder ausgeschrieben werden. 

Wer hier gewinnt, kann durchstarten

Der ARD-Musikwettbewerb gehört zu den großen Wettbewerben der Welt. Wer sich hier einen Preis erspielt, darf auf eine internationale Karriere hoffen. Auch wenn sich der Wettbewerb heute ganz anderen Aufgaben stellen muss als zu Gründungszeiten und zunehmend auf künstlerische Begegnung setzt, auf gegenseitige Anregung und Inspiration, stehen auch interessante junge Musikerpersönlichkeiten aus aller Welt im Fokus.

Der Cellist umart sein Instrument und schaut verträumt in sich selbst hinein. (Friedrich Thiele / René Gaens)Gleich drei Preise räumte der aus Dresden stammende Cellist Friedrich Thiele beim ARD Wettbewerb 2019 ab. (Friedrich Thiele / René Gaens)

In den fast sieben Jahrzehnten gab es eine beeindruckende Fülle an Musikern, für die München Verpflichtung und Ansporn für die Zukunft war. Im Konzert "blättern" wir in dem inzwischen stattlichen Preisträgerverzeichnis und erinnern an aktuelle und vergangene Preisträgerinnen und an Wettbewerbsmomente, die wichtige Impulse für die Musikszene setzten. 

Carl Maria von Weber
Konzert für Klarinette und Orchester Nr. 1 f-Moll, op. 73:
1. Satz Allegro

Joë Christophe, Klarinette
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Leitung: Eun Sun Kim

Josef Suk
5 Stücke für Klavier, op. 28 "O Matince" ("Über das Mütterlein") 
dar.: Erinnerungen

Peter Wallfisch, Klavier (RIAS-Aufnahme 1955)

Darius Milhaud
Konzert für Marimba, Vibraphon und Orchester, op. 278
dar.:  
Lent - Vif

Peter Sadlo, Schlagzeug
Münchner Philharmoniker
Leitung: Sergio Celibidache

Belá Bartók
Konzert für Viola und Orchester, op. posth.:
2. und 3. Satz

Kim Kashkashian, Viola
Niederländisches Radio-Kammerorchester
Leitung: Peter Eötvös

Béla Bartók
Streichquartett Nr. 3

Ebène Quartett (2004)

"Ein Wettbewerb ist immer noch eine wichtige Plattform"
Über Musikwettbewerbe in Zeiten von Corona
Im Gespräch mit der Agentin Sonia Simmenauer

Karol Szymanowski

3 Lieder nach Gedichten von Tadeusz Miciński op. 11

Natalya Boeva, Mezzosopran
Polina Spirina, Klavier

Joseph Haydn
Konzert für Violoncello und Orchester D-Dur op. 101 Hob: VIIb Nr. 2

Friedrich Thiele, Violoncello
Münchner Kammerorchester

 

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