Seit 11:05 Uhr Lesart
Samstag, 24.10.2020
 
Seit 11:05 Uhr Lesart

Literatur / Archiv | Beitrag vom 23.01.2007

"Kalter Fisch - ha ha!"

Die Briefe von Virginia Woolf

Frauke Meyer-Gosau, Sarah Schumann und Klaus Reichert im Gespräch mit Dorothea Westphal

Podcast abonnieren
Virginia Woolf (AP)
Virginia Woolf (AP)

Es ist schon eine literarische Sensation - nicht nur für die Fans von Virginia Woolf: Erstmals liegt auf Deutsch eine zweibändige Auswahl von Briefen vor, von denen es bislang nur Auszüge zu lesen gab. Zwar gibt es eine englische Ausgabe in sechs Bänden; auf Deutsch aber sind die Briefe bislang noch nicht erschienen. Dabei gibt es so viele davon: über 4000!

Und es gibt viel in diesem Briefwerk zu entdecken: neue Facetten von einer Autorin, die nicht nur eine brillante Romanautorin, Essayistin und Tagebuchautorin war, sondern auch eine emsige und wunderbare Briefschreiberin. Mit Witz, Charme, Ironie und der Freude am Klatsch korrespondiert sie mit ihrer Familie und ihrem großen Freundeskreis aus Künstlern und Literaten und setzt sich lustvoll über die Konventionen des Genres hinweg.

Der Ton der Briefe lässt ahnen, wie schlagfertig sie gewesen sein muss. Ein ganz neues Bild der Autorin kann man darin entdecken, findet der Herausgeber der Briefe Klaus Reichert - handfest und gar nicht ätherisch-feinsinnig, direkt und voll übersprudelnder Phantasie.

Literatur

Erfolgsmodell Literaturinstitut Zwischen Handwerk und Genie
Illustration von einem Mann, der an beiden Seiten seines Gesichts zwei Bücher lächelnd gegen sich drückt.   (imago stock&people/ Simon Ducroquet )

Inspiration ist schön, macht aber viel Arbeit, hätte Karl Valentin das Studium an Schreibschulen zusammengefasst. An vielen Orten kann heute literarisches Schreiben erlernt werden, und die Kritik an der vermeintlichen „Institutsprosa“ ist fast verstummt.Mehr

Texte von Sinti und RomaAufbruch aus dem Verborgenen
Historische Fotografie der polnischen Roma-Lyrikerin Bronisława Wajs, bekannt als Papusza, auf einer Bühne.  (picture alliance / PAP / Zbigniew Staszyszyn )

Literatur über "Zigeuner" gibt es zuhauf, viel mehr als über Sinti und Roma. Literatur von der größten ethnischen Minderheit Europas aber gibt es kaum. Erst seit dem Holocaust nimmt die Zahl ihrer Texte zu. Sinti und Roma schreiben zurück.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur