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Neue Musik | Beitrag vom 26.11.2019

Iranische Komponierende in Deutschland Unterwegs in zwei Kulturen

Von Egbert Hiller

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Ganz entspannt – die Komponistin Elnaz Seyedi (Fakhredin Seyedi)
Ganz entspannt – die Komponistin Elnaz Seyedi (Fakhredin Seyedi)

Kulturell trennen den Iran und Deutschland Welten. Dennoch suchen etliche Komponisten das Verbindende. Und die Erfahrungen, die sie machen, befruchten ihre Musik maßgeblich.

Ein halbes Jahrhundert ist es her, dass Iannis Xenakis, John Cage und Karlheinz Stockhausen beim Schiras-Kunstfestival (1967 – 1977) im Iran gern gesehene Gäste waren. Und bedeutende iranische Komponisten wie Alireza Mashayekhi kamen nach Mittel- und Westeuropa, um Anschluss an die verschiedenen Strömungen der Avantgarde zu finden.

Der Einfluss dieses wechselseitigen Austauschs auf das kreative Potenzial ist kaum zu überschätzen – und er wirkt bis heute nach.

Die eigene Sprache finden

In den letzten zehn bis zwanzig Jahren sind etliche junge iranische Komponierende in Deutschland heimisch geworden, etwa Elnaz Seyedi, Ali Gorji, Farzia Fallah oder Ehsan Khatibi. Einen Teil ihrer Ausbildung absolvierten sie im Iran, an den Musikhochschulen in Berlin, Bremen, Düsseldorf, Essen oder Köln setzten sie ihre Studien fort.

Im Spannungsverhältnis zwischen den Kulturen spüren sie eigenen Wegen nach, finden sie zu ihrer eigenen Sprache.

Hier geht es zur Playlist der Sendung

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