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Interview | Beitrag vom 18.07.2019

Inklusion durch neue EmojisMehr als nur symbolisch

Faraj Remmo im Gespräch mit Ute Welty

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Eine Aufreihung von vier neuen Apple-Emojis zeigt von links nach rechts: Ein Mann mit Gehstock, ein Ohr mit Hörgerät, Eine Rollstuhlfahrerin und ein Blindenhund.  (Apple / Deutschlandfunk Kultur)
Neue Emojis als Ausdruck einer demokratischen Beteiligungskultur. (Apple / Deutschlandfunk Kultur)

Google führt neue Emojis ein - darunter sind Rollstühle, Hörgeräte und ein Blindenhund. Für den querschnittsgelähmten Bielefelder Soziologen Faraj Remmo ist das eine gute Nachricht: Die Emojis könnten helfen, Hemmschwellen abzubauen.

Google- und Apple-Nutzer können demnächst mit neuen Emojis kommunizieren - darunter sind verschiedene Rollstuhltypen, ein Ohr mit Hörgerät, ein Blindenhund und ein Mensch, der sich mit Hilfe eines Blindenstocks fortbewegt. Für Faraj Remmo ist das "mehr als ein Symbol". Der Soziologe und Erziehungswissenschaftler lehrt und forscht an der Universität Bielefeld - und sitzt seit einem Unfall vor mehr als 25 Jahren im Rollstuhl, kann nur noch den Kopf bewegen.

Die neuen Emojis trügen zu einer demokratischen Beteiligungskultur bei, sagte Remmo im Deutschlandfunk Kultur: "Eine inklusive, offene Gesellschaft darf sich so etwas leisten." Sie könnten zudem dabei helfen, auf Themen wie Diversität und Inklusion aufmerksam zu machen und letztlich Hemmschwellen abzubauen. Zielgruppe seien ja vor allem Jugendliche und junge Menschen. Remmo sprach sich zudem dafür aus, Einschränkungen offen anzusprechen.

(ahe)

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