In einem anderen Land

Trabi-Parade beim 9. Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung © AP
Von Maike Albath · 18.10.2011
Die DDR lebt, zumindest in neuen deutschen Romanen. Über zwei Jahrzehnte nach dem Mauerfall beschäftigt sich die Literatur dieses Herbstes verstärkt mit dem deutschen Sozialismus und seinen Folgen.
Literarisch gehen die Autorinnen und Autoren dabei ganz unterschiedliche Wege - zwischen kühlem Sozialprotokoll, üppiger Familiengeschichte über vier Generationen oder autobiografischem Zeugnis. Die jüngste deutsche Vergangenheit ist historisch geworden, selbst wenn Erziehungsprinzipien und Methoden des Überwachungsstaats weiterwirken. Statt Glorifizierung oder Ostalgie überwiegen kritische Analysen. Wie das Politische in das Private eindringt und zerstörerische Kräfte entfaltet, treibt alle Schriftsteller um.

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