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Echtzeit | Beitrag vom 25.06.2016

Hörspiel-SerieHundelebensberatung

Von Tom Heithoff

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Eine neun Monate alte Dackel-Hündin sitzt auf einer Wiese (imago/blickwinkel)
Ein Hartz-IV-Empfänger bekommt in "Hundelebensberatung" von der Arbeitsagentur einen Hund spendiert. (imago/blickwinkel)

Die Idee: Ein Haustier soll einem lebensuntüchtigen Langzeitarbeitslosen zu einem strukturierten Alltag verhelfen. In der Hörspiel-Serie "Hundelebensberatung" versuchen ein Hartz IV-Empfänger und sein Fallmanager dieser Maßnahme der Arbeitsagentur zum Erfolg zu verhelfen.

Man hätte ja längst darauf kommen können: Ein Haustier kann einem lebensuntüchtigen Langzeitarbeitslosen zu einem strukturierten Alltag verhelfen! Ein neues Programm der Arbeitsagentur soll für den Hartz IV Empfänger Nr. 137569 die letzte Chance sein. Nach gut zehn Jahren ohne Job wird es Zeit für unkonventionelle Lösungen.

In der Hörspiel-Serie "Hundelebensberatung" von Tom Heithoff treffen sich Fallmanager und Hartz IVler ein paar Wochen lang immer wieder an ihren angestammten Enden des Behördenschreibtisches und versuchen die Maßnahme zu einem guten Abschluss zu bringen: Zwei arme Hunde, die miteinander auskommen müssen. Wird es ihnen gelingen?

Mitwirkende:
Sachbearbeiter – Dominik Stein
Arbeitsloser – Lorenz Eberle
Tierheimberaterin – Christine Winkelvoss
Psychologischer Experte – Helmut Winkelvoss
Autor, Musik und Regie: Tom Heithoff

Tom Heithoff, geboren 1964, ist freier Hörspielmacher, Übersetzer, Musiker und Journalist. Seine letzte Serie für die Echtzeit "La vie en rose" gewann den ersten Preis beim Berliner Hörspielfestival 2015 (in einer eigens eingerichteten Langfassung). Die neue Serie "Hundelebensberatung" geht auf ein früheres, ebenfalls preisgekröntes Stück gleichen Namens  zurück (1. Preis Leipziger Hörspielsommer 2009 und 1. Preis Berliner Hörspielfestival 2009), das er nun für die "Echtzeit" zu einem Serienformat umgearbeitet hat.

Mehr zur Entstehung von "Hundelebensberatung" .


Hörspiel-Serie "Hundelebensberatung":

Folge 1 vom 14.05.2016
Herr 137569

Der Herr mit der Nummer 137569 ist ein schwieriger Fall. Der Berater von der Arbeitsagentur hat kaum noch Hoffnung. Letzte Chance für 137569 ist ein Hund. Vielleicht gelingt die Eingliederung ja mit dem Vierbeiner. Der Arbeitslose ist nicht begeistert. Er mag nämlich keine Hunde. Aussuchen muss er sich trotzdem einen. Ring frei zur ersten Runde…

Folge 2 vom 21.05.2016
Sie kriegen was geschenkt!

Letzte Woche hat 137569 die gute Nachricht bekommen, dass er an dem neuen Programm für Langzeitarbeitslose teilnehmen darf und einen Agentur-Hund spendiert bekommt. Doch als er den Katalog durchgeblättert und sich für einen kleinen Dackel entschieden hatte, kam schon der erste Rückschlag: Eine kleiner Hinweis am Rand der bedeutet, der Dackel ist nicht ganz auf der Höhe. Er ist krank! Etwa lebensbedrohlich? Was hat er? Und werden 137569 und sein Dachshund der Wahl trotzdem zueinander finden?

Folge 3 vom 28.05.2016
Mischlingshunde sind intelligenter

In der letzten Woche waren 137569 und sein Sachbearbeiter zuversichtlich, eine gute Lösung gefunden zu haben. Doch im letzten Moment überkamen unseren Arbeitssuchenden doch wieder Zweifel. Das ganze Projekt wird doch jetzt nicht etwa an der Futterfrage scheitern! Vielleicht aber an der Tierpsychologin. Die hat nämlich auch noch ein Wörtchen mitzureden. Und muss erst herausfinden, ob ein Rassehund für 137560 überhaupt geeignet ist.

Folge 4 vom 04.06.2016
Durchbeißen

137569  wird klar, dass er für den Termin im Tierheim  seinen Frühschoppen ausfallen lassen muss, was ihm schwer fällt. Ist unser Langzeitarbeitsloser Alkoholiker? Das wäre das Aus für sein Hunde-Abo… Doch 137569 bestreitet den Vorwurf. Und der Fallmanager stimmt einem anderen Termin zu. Warum denn nicht sofort?

Folge 5 vom 11.06.2016
Sie laufen immer im Kreis

Unser Langzeitarbeitsloser 137569  hat viele Fragen was die Hundehaltung angeht. Der Fallmanager kommt an seine fachlichen Grenzen. Aber zum Glück gibt es ja die Experten, allen voran die Hundepsychologin. Auch sie ist allerdings nach wie vor skeptisch, dass ein Dackel die richtige Wahl ist für 137569. Auch der selbst hat immer größere Zweifel. Denn wie es scheint hat er in seinem Umfeld schon negative Erfahrungen gemacht.

Folge 6 vom 18.06.2016
Wer hilft wem?

In der letzten Woche kam plötzlich Unklarheit auf: Wer trägt die Folgekosten der Hundehaltung? Und: Soll das neue Programm der Arbeitsagentur eigentlich verwahrlosten Arbeitssuchenden helfen oder verwahrlosten Hunden?  Herr 137569 kann sich nach den Erfahrungenseines Freundes Oskar nicht vorstellen mit einem so einem "dreckigen Tier" an seiner Seite je wieder einen neuen Job zu finden.

Folge 7 vom 25.06.2016
Sie haben ja keine Ahnung!

Seit Wochen schon versuchen unser Langzeitarbeitsloser und sein Fallmanager nun schon der neuen Maßnahme zum Erfolg zu verhelfen– oder mindestens mal damit loszulegen. Wobei beide zunehmend überfordert wirken. Zuletzt zeichnete sich eine ganz unerwartete Wendung ab, die 137569 sehr positiv aufgenommen hat. Wir hören, wie es weitergeht.

Folge 8 vom 02.07.2016
Nicht immer sperren

"Ein Hund ist immer besser als kein Hund" hieß es ursprünglich in der Studie, die dem Arbeitsamt vorlag. Aber lässt sich das wirklich aufrechterhalten? Auch bei den Experten findet man zunehmend kritische Töne. Zuletzt kam statt des Hundes plötzlich ein Kater ins Spiel. Wird es jetzt der? Der Fallmanager gerät an den Rand des Wahnsinns, und auch 137569 wirkt nicht mehr ganz zurechnungsfähig – wie man an seinem neuesten Vorschlag hören kann.

Folge 9 vom 09.07.2016
Epilog

Ein Jahr später. Ein Jahr, das der Dackel "Paul und Paula" und unser Langzeitarbeitsloser miteinander verbracht haben. Nachdem man ja schon dachte, das wird nie was. Wie ist es gelaufen? Hat sich das Leben von 137569 zum Besseren gewendet? Das hören wir jetzt. In der offiziellen Schlussbefragung zur Auswertung der Maßnahme, die in der Stammkneipe von Herrn 137569 stattfindet.

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