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Fazit / Archiv | Beitrag vom 26.05.2019

Gespräch über Aktivismus mit Jan Böhmermann"Keiner von uns hat sich das ausgesucht"

Nadja Bascheck im Gespräch mit Eckhard Roelcke

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Der Moderator und Satiriker Jan Böhmermann spricht im Deutschen Nationaltheater während der Gesprächsrunde "Wie engagiert ihr euch?!" mit der Schülerin Jil-Marie Bamberger, die bei einer Demo von Populisten in Bielefeld eingriff.  (Candy Welz / dpa)
Der Moderator und Satiriker Jan Böhmermann spricht im Deutschen Nationaltheater während der Gesprächsrunde "Wie engagiert ihr euch?!" mit der Schülerin Jil-Marie Bamberger, die bei einer Demo von Populisten in Bielefeld eingriff. (Candy Welz / dpa)

„Fridays for Future“, Rezos „Zerstörungsvideo“: Jugendliche werden politisch aktiv und engagieren sich. Was ihr Antrieb ist, hat Moderator Jan Böhmermann im Gespräch mit drei jungen Aktivisten am Nationaltheater Weimar diskutiert.

Die jungen Aktivistinnen und Aktivisten, die mit Jan Böhmermann im Nationaltheater Weimar eine Gesprächsrunde bestritten, waren Jil-Marie Bamberger, Max Reschke und Ben Salomo. Bamberger hat nach einem Besuch in der Gedenkstätte Buchenwald bei einer Demo von Rechtspopulisten in Bielefeld spontan das Mikrofon ergriffen und sich gegen diese gestellt. Max Reschke engagiert sich schon seit einiger Zeit gegen Rechtsrockkonzerte in seiner Heimatstadt Apolda.

Der jüdische Rapper Ben Salomo aus Berlin erlebt seit einiger Zeit wachsenden Antisemitismus in der Hip-Hop-Szene. Er erzählt, dass in Sozialen Medien gegen ihn gehetzt wurde oder bei seinen Auftritten erzählt wurde: "Geht da nicht hin, das ist eine Judenveranstaltung."

Junges Publikum erzählt von eigenem Aktivismus

Jan Böhmermann habe während des Abends aus persönlicher Erfahrung gesprochen und sich laut gefragt, was passieren muss, damit man sich in der Rolle des "Aktivisten" findet, sagt die Journalistin Nadja Bascheck, die den Abend in Weimar mitverfolgt hat. Böhmermann ging davon aus, dass das oftmals keine bewusste Entscheidung sei: 

"Keiner von uns hat sich das ausgesucht. Der Kopf wollte eigentlich nicht, aber da waren die Füße schon über die Absperrung. Ich würde auch sagen, es fühlt sich nicht an wie etwas, dass man bewusst macht."

"Die Gesprächspartner waren sich darüber einig, dass man gesellschaftlich etwas tun muss, aber das muss nicht zwangsläufig dazu führen, dass man einer Partei beitritt", so Baschek. "Im Publikum saßen teilweise sehr junge Leute, Siebzehn- bis Neunzehnjährige, die sich bei der Fragerunde beteiligt haben und auch von ihren eigenen aktivistischen Erfahrungen erzählt haben."

(rja)

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