Seit 16:00 Uhr Nachrichten
Dienstag, 28.09.2021
 
Seit 16:00 Uhr Nachrichten

Literatur | Beitrag vom 22.08.2021

Friederike Mayröckers "Tod durch Musen""Könnt ihr mir die Lyra runterwerfen?"

Von Tobias Lehmkuhl

Theatervorhang mit Apollon umgeben von Musen (picture alliance / Beate Schleep)
"Tod durch Musen" heißt ein 55 Jahre alter Zyklus von Friederike Mayröcker, die Anfang Juni verstarb. (picture alliance / Beate Schleep)

Friederike Mayröckers erster Gedichtband, "Tod durch Musen", ist vor 55 Jahren erschienen. Noch heute fasziniert er Lyriker und Leser. Was hält ihn so lebendig?

1966 erschien im Rowohlt Verlag ein Buch, das heute als eine der zentralen Veröffentlichungen der zweiten Jahrhunderthälfte gilt: Friederike Mayröckers erster Gedichtband "Tod durch Musen". Der Titel ist einem achtteiligen Zyklus entlehnt und, so sagte die Autorin einmal, "ganz buchstäblich zu verstehen: Wenn der Schreibende das Äußerste hergibt, erreicht er das Ende. Und die Musen sind schuld daran."

Legionen von Dichtern inspiriert

Legionen von Dichtern hat der Zyklus seither inspiriert. Tobias Lehmkuhl hat zeitgenössische Lyriker befragt, warum sie auch heute fasziniert sind von Mayröckers kraftvollen und radikalen Versen: Marcel Beyer, Nico Bleutge, Marion Poschmann, Kerstin Preiwuß, Klaus Ramm, Monika Rinck, Sabine Schiffner und Ulf Stolterfoth.

Eine Produktion aus dem Jahr 2016, wiederholt zu Ehren der am 4. Juni 2021 mit 96 Jahren verstorbenen Grande Dame der Lyrik.

Das Manuskript der Sendung können Sie hier nachlesen.

Ton: Andreas Narr
Regie: Beate Ziegs
Redaktion: Jörg Plath

Hier geht es zum Literatursommer von Deutschlandfunk Kultur. (Foto: imago / fStopImages / Malte Müller)

Mehr zum Thema:

Friederike Mayröcker - Im Schneidersitz vor der Wohnungstür
(Deutschlandfunk, Büchermarkt, 5.8.2016)

Friederike Mayröcker: "fleurs" - "ich will nicht sterben"
(Deutschlandradio Kultur, Lesart, 15.4.2016)

Die Lyrikerin Friederike Mayröcker - "Die Idee des Verirrens ist mir ja etwas Schreckliches"
(Deutschlandfunk Kultur, Zeitfragen, 04.06.2021)

Literatur

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur