Freunde fürs Leben

Die Magie von Büchern

Verlagsstand auf der Frankfurter Buchmesse
Verlagsstand auf der Frankfurter Buchmesse © dpa / picture alliance / Boris Roessler
Von Olga Hochweis · 24.04.2016
Sie entführen uns an fremde Orte und in fremde Köpfe, selbst wenn wir auf dem heimischen Sofa sitzen bleiben. Zwischen zwei Buchdeckeln wartet die Welt. Bücher liefern Unterhaltung, Freude, Ablenkung und Trost - so mancher betrachtet sie als treue Begleiter durchs Leben.
Ob es das Buch der Bücher ist (die Bibel) oder das Bilderbuch für den Nachwuchs, ein vielgelesenes altes Taschenbuch, das alte Notizbuch im Ledereinband oder die kostbare bibliophile Ausgabe: Bücher sind schon wegen ihrer haptischen Faszination kleine oder große Kunstwerke, deren Gestaltung wie nebenbei ästhethische Moden und die Entwicklung des Buchdrucks, aber auch unsere eigene Lektüre-Sozialisation dokumentieren.
Selbst in Internet-Zeiten bilden immer noch in vielen Wohnzimmern Bücherregale den optischen Mittelpunkt einer Wohnung. Zugleich gilt: "Don't judge a book by its cover” - auch das gelegentliche Missverhältnis zwischen Außen und Innen gehört zu den besonderen Überraschungen eines Buchs. Ein hässliches Entlein kann bisweilen die schönsten Inhalte offenbaren.

Vier Milliarden Mal Shakespeare

Das wusste natürlich auch schon der große Shakespeare. Von keinem anderen wurden mehr Bücher verkauft als von seinem Werk. Sein Todestag (und übrigens auch der spanischen Nationaldichters Miguel de Cervantes) jährt sich an diesem Wochenende zum 400. Mal. Annähernd vier Milliarden Exemplare seiner Bücher sollen weltweit verkauft worden sein.
Nicht wenige darunter sind in den Händen von Pop-Musikern gelandet: von Lou Reed über Elvis Costello bis Rufus Wainwright haben sich diverse Kollegen mit Shakespeares Theaterstücken und Sonetten beschäftigt.
Aber auch viele andere Schriftsteller und deren Bücher haben an der Musikgeschichte mitgeschrieben, große Alben und Songs und deren Macher inspiriert. Viel literarischer Stoff also für den Sonntagmorgen.
Alte Bücher
Alte Bücher in einem Regal in Wales© imago/UIG

Musikalische Histörchen

David Bowie bescheinigt seinem Musiker-Kollegen im "Song for Bob Dylan" eine "Stimme wie Sand und Leim", seine Worte seien eine "wahrhaftige Rache" – aber da hat er doch was vergessen!? Na klar: die unvermeidliche Mundharmonika; erstmals zu hören war sie an einem 24. April: 1961 war es, da spielte Robert Allen Zimmerman, alias Bob Dylan, noch bevor im Folgejahr sein eigenes Debut-Album erscheinen sollte bei seiner allerersten Plattenaufnahme mit. Zu verdanken hatte er das niemand anderem als Harry Belafonte (einige Jahre zuvor berühmt geworden durch seinen "Banana Boat Song"), der den jungen Songschreiber mitsamt seiner Mundharmonika für den Titeltrack zum Album "Midnight Special" ins Studio holte. Anfang der 80er war es übrigens ebenfalls Belafonte, der Michael Jackson und Kollegen auf die Idee mit dem Benefiz-Song für das hungernde Afrika brachte – bist heute zählt "We are the World" zu den meistverkauften Singles aller Zeiten.
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Rätselauflösung

Die wilde Charlie wächst bei ihrem Vater auf und kennt die Gewinner aller wichtigen Boxkämpfe. Louise ist die Beflissene, die bei der Mutter in Hamburg lebt. Die Neuverfilmung des doppelten Lottchens von Joseph Vilsmaier heißt demnach "Charlie & Louise". Die beiden Hauptdarstellerinnnen waren Fritzi und Floriane Eichhorn, die sich später noch in den Fernsehserien "Die Gespenster von Flatterfels" und "Alle meine Töchter" eine Rolle teilten. Beide treten bis heute als Schauspielerinnen auf. Die Mutter der beiden spielte Corinna Harfouch, die Rolle des Vaters übernahm Heiner Lauterbach. Und während in der Romanvorlage der Vater ein vielbeschäftigter und erfolgreicher Dirigent war, ist es in der Neuverfilmung die Mutter, die Karriere in einer Werbeagentur macht, während der Vater als erfolgloser Komponist in einem kleinen Berliner Theater arbeitet.

Brillant oder Bullshit!? Das Wochenchaos

Wer sich für den Gewinner der US-Wahl hält, muss das nur immer wieder sagen: eine Winner-Strategie. Wer den Rechtsstaat wichtig findet, kann das ruhig schnörkellos sagen: die Kanzlerin hört eh nicht drauf. Und wer Angela Merkel heißt, sagt - in unserem Zusammenschnitt - endlich mal was Sache ist.
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