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Kulturnachrichten

Freitag, 24. Oktober 2014

Franz-Werfel-Menschrechtspreis für "Wolfskinder": Filmemacher Rick Ostermann wird ausgezeichnet

Der Regisseur und Drehbuchautor erhält den Preis der Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen am 2. November in der Frankfurter Paulskirche.

Sein Film zeige «anrührend, feinfühlig und gleichermaßen ausdrucksstark» das Schicksal der sogenannten Wolfskinder. Das waren Jungen und Mädchen, die gegen Ende des Zweiten Weltkrieges ihre Familien verloren hatten, die auf sich selbst gestellt vor der heranrückenden Roten Armee fliehen mussten. Dem 1978 geborenen Ostermann gelinge es, das Drama dieser Kinder beeindruckend darzustellen, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Jury wolle mit der Preisverleihung auf die «ungebrochene Aktualität dieser außergewöhnlichen, doch tausendfach erlittenen Geschichte» aufmerksam machen, auf die Schicksale von Kindern in den weltweiten Kriegsgebieten: «Es sind die Kleinsten, die oftmals das größte Leid - Flucht, Vertreibung, Entwurzelung - zu ertragen haben, ohne jedoch Gehör in der Öffentlichkeit zu finden.»

Der mit 10.000 Euro dotierte Franz-Werfel-Menschenrechtspreis wird alle zwei Jahre an Einzelpersonen, Initiativen oder Gruppen verliehen, die sich für Menschenrechte einsetzen und gegen Völkermord, Vertreibung oder die bewusste Zerstörung nationaler, ethnischer oder religiöser Gruppen protestieren.

Peter Ruzicka neuer Chef der Salzburger Osterfestspiele

Der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung haben den 66-Jährigen Komponisten und Kulturmanager heute einstimmig ab Juli 2015 zum Geschäftsführer ernannt.

Der Düsseldorfer Ruzicka folgt auf Peter Alward und Bernd Gaubinger. Christian Thielemann, Chefdirigent der Staatskapelle Dresden, bleibt künstlerisch hauptverantwortlich. Ruzicka war Intendant des Radio-Symphonie-Orchesters Berlin, später Intendant der Hamburger Philharmoniker und der Staatsoper Hamburg. 1996 übernahm er die künstlerische Leitung der Münchener Biennale, die er bis 2013 geleitet hat. 2002 bis 2006 war Ruzicka Intendant der Salzburger Festspiele.

Eklat in Spanien: Architekt Frank Gehry wettert gegen Kollegen

98 Prozent der heutigen Gebäude seien "komplette Scheiße", ihnen fehle es an Gefühl und Respekt für die Menschheit, sagte Gehry während einer Pressekonferenz in Oviedo, berichtet "El País".

Am Abend nahm der 85jährige den Prinz-von-Asturien-Preis aus der Hand des spanischen Königs entgegen. Felipe VI hob bei
der festlichen Zeremonie "die Kraft und die Schönheit» der Arbeit hervor.
Auslöser für den Wutausbruch Gehrys könnte die Frage eines Journalisten gewesen sein, ob er seine Arbeit als "Spektakel-Architektur" betrachte. Der Pritzker-Preisträger von 1989, dessen Museumsgebäude für die Louis-Vuitton-Stiftung vor wenigen Tagen in Paris eröffnet wurde, soll dies mit dem Stinkefinger beantwortet haben.

Wichtiger Etappensieg für Ulla Unseld-Berkéwicz: Suhrkamp kann zur AG werden

Das Landgericht Berlin hat den Insolvenzplan endgültig genehmigt, damit kann Suhrkamp von einer Kommandit- in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden.

Das geht aus einem Urteil vom 20. Oktober hervor, wie der Verlag heute mitteilte. Damit kann der Verlag von einer Kommandit- in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Der Mitgesellschafter Hans Barlach verliert damit weitreichende Mitspracherechte. Er ist seit Jahren mit der Verlagschefin Ulla Unseld-Berkéwicz zutiefst zerstritten. In dem Urteil wies das Gericht Barlachs Beschwerde gegen den Sanierungsplan zurück. Die Nachteile einer Planverzögerung überwögen die Nachteile für Barlach, befand die Kammer. Eine weitere Beschwerde wurde nicht zugelassen. Der Verlag geht nach Angaben einer Sprecherin davon aus, dass die wesentlichen Maßnahmen des Sanierungsplans nun im ersten Quartal des kommenden Jahres abgeschlossen sein werden. Man treffe derzeit entsprechende Vorbereitungen, hieß es.

Muslim zeigt Kabarettist Dieter Nuhr wegen Islamsatire an

Islamischer Theologe kritisiert "geschmacklose Zoten".

Der Osnabrücker Muslim Erhat Toka hat Anzeige gegen den Künstler erstattet, wie die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet. Der Vorwurf lautet "Beschimpfung von Bekenntnissen und Religionsgesellschaften". Das Strafgesetzbuch sieht dafür Gefängnis bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe vor. Fachleute zeigten Verständnis für die muslimische Kritik an Nuhr. In einem Youtube-Video, in dem mehrere Auftritte des 53-Jährigen zusammengeschnitten sind, sagt er über das islamische Frauenbild: "Im Islam ist die Frau zwar frei, aber in erster Linie frei davon, alles entscheiden zu müssen." Lacher erntet er auch mit dem Satz: "Wenn man nicht wüsste, dass der Koran Gottes Wort ist, könnte man meinen, ein Mann hätte ihn geschrieben." Darüber hinaus äußert er sich in vielen Szenen satirisch-ironisch über radikale Islamisten wie Osama bin Laden. Nach den Worten des Direktors des Osnabrücker Instituts für Islamische Theologie, Bülent Ucar, arbeitet Nuhr mit Verallgemeinerungen und bedient Vorurteile gegen den Islam.

Online-Magazin „Krautreporter" ist an den Start gegangen

Hinter dem Projekt stehen 30 Journalisten, die, so ihr Selbstbild, „den kaputten Online Journalismus wieder hinkriegen wollen".

Zum Auftakt stellten sie 16 Beiträge ins Netz, in denen es zum Beispiel um Zensur in autoritären Staaten, die Marktmacht der Supermarktkette Edeka oder einen Krankenpfleger im Ebola-Einsatz geht. Für ihr Magazin hatten die Krautreporter im Sommer knapp eine Millionen Euro per Crowdfunding gesammelt, um sich werbefrei finanzieren zu können. "Wenn man wie wir glaubt, dass die Zukunft digital ist, dann braucht man dafür neue Modelle wie Journalismus möglich sein kann, der nicht Klick-getrieben ist", beschrieb Geschäftsführer Sebastian Esser im Deutschlandradio Kultur das Geschäftsmodell. Das Online-Magazin der Krautreporter hat keine Bezahlschranke. Kommentare hinterlassen kann allerdings nur, wer fünf Euro im Monat zahlt.

Akademie der Künste und IG Metall warnen gemeinsam vor TTIP

"Beide Abkommen sind vor allem von wirtschaftlichen Einzelinteressen getrieben, die unverzichtbaren Mindeststandards sozialer, ökologischer und kultureller Verantwortung widersprechen", heißt es in einer am Freitag vorgestellten gemeinsamen Erklärung.

Der Präsident der Akademie der Künste, Klaus Staeck, forderte vor allem, die rasanten Entwicklungen im Internet mit zu berücksichtigen. Andernfalls könnten Wirtschaftsriesen wie Google und Amazon zu einem Einfallstor in den Kultur- und Medienbereich werden. IG-Metallchef Detlef Wetzel warnte besonders vor dem geplanten Investitionsschutzabkommen. Ausländische Investoren könnten damit die nationalen Rechtswege umgehen, das sei nicht akzeptabel, sagte er.

Biennale Venedig 2015 : Künstler und Blogger gestalten den Deutschen Pavillon

Kurator Florian Ebner hat fünf deutsche und internationale Medienkünstler mit einem kritischen politischen Blick auf die Gegenwart ausgewählt.

Mit dabei ist der Documenta-Teilnehmer Olaf Nicolai, die deutsche Filmemacherin Hito Steyerl, der Fotograf Tobias Zielony sowie die in Kairo lebende Filmemacherin Jasmina Metwaly und der Ägypten-Blogger Philip Rizk.

Die Besucher des Pavillons sollten über die «materielle und politische Natur der Bilder im digitalen Zeitalter und einer globalisierten Welt» nachdenken, teilte Ebner mit. Mit den fünf Künstlern werde eine Konstellation von Künstlern in den Pavillon einziehen, deren biografische Herkunft und künstlerische Ansätze äußerst verschieden seien.

Der 1962 in Halle geborene Olaf Nicolai ist ein Konzept- und Medienkünstler, der mit unterschiedlichen Materialien künstliche Landschaftsräume oder verstörende Installationen schafft. Der mehrfach prämierte Künstler und Bildhauerei-Professor hat bereits an der Documenta 1997 sowie zweimal an der Biennale (2001, 2005) teilgenommen.

Die 1966 in München geborene Hito Steyerl hat sich als dokumentarische und experimentelle Filmemacherin mit politischem Anspruch einen Namen gemacht. Kürzlich reiste sie in die südtürkische Stadt Suruc unweit der nordsyrischen Grenzstadt Kobane, die von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) belagert wird. Tobias Zielony war Meisterschüler des Fotografen Tim Rautert.

Das in Ägypten arbeitende Künstlerduo Jasmina Metwaly und Philip Rizk, der Filmer und Blogger ist, bringt nach Worten Ebners eine künstlerische Haltung in den Pavillon ein, die jenseits des westlichen etablierten Kunstmarktes entstanden ist.

Kurator Florian Ebner leitet die Fotografische Sammlung im Essener Folkwang Museum. Mit seiner Biennale-Auswahl stellt er das Fotografische als eine zentrale Form des dokumentarischen Arbeitens zur Diskussion.

Zuletzt hatte Deutschland 2011 den Löwen für Arbeiten von Christoph Schlingensief gewonnen, die Susanne Gaensheimer als Kuratorin des Deutschen Pavillons ausgewählt hatte. Auch 2013 hatte sie den Deutschen Pavillon kuratiert und dafür eine spektakuläre Stuhlinstallation des chinesischen Künstlers Ai Weiwei ausgewählt.

Steven Spielberg und Tom Hanks drehen Agententhriller in Babelsberg

Die erste Klappe für den Agententhriller ist gefallen, sagte der Sprecher von Filmstudio Babelsberg, Eike Wolf, heute.

Das Potsdamer Studio ist Koproduzent des Films. Bis Anfang Dezember werden Spielberg ("Lincoln", "Jurassic Park") und seine Crew in der Region drehen. Der Streifen mit dem Arbeitstitel "St. James Place" spielt während des Kalten Krieges der 60er Jahre in Berlin und Moskau. Neben Hollywoodstar Hanks hat Oscar-Preisträger Spielberg die deutschen Schauspieler Sebastian Koch ("Das Leben der Anderen") und Burghard Klaußner ("Das weiße Band") engagiert. Neben den Arbeiten im Studio Babelsberg sind laut Wolf Drehs in Berlin und Brandenburg sowie Polen geplant. Konkrete Orte nannte der Studio-Sprecher nicht. Bekannt ist aber, dass nach den Feierlichkeiten zum Mauerfall am 9. November für den Film die Glienicker Brücke in Potsdam gesperrt werden soll. Sie ist bekannt, weil dort während des Kalten Krieges Agenten ausgetauscht wurden.

Neuer Chefdirigent der Prager Symphoniker: Pietari Inkinen

Der erst 34 Jahre alte Finne übernimmt das Orchester im September 2015.

Inkinen studierte an der Sibelius-Akademie in Helsinki und absolvierte ein Violinstudium in Köln. Der Dirigent soll das Orchester auf Tourneen nach Großbritannien und Japan begleiten. Er setze die «Tradition der Chefdirigenten fort, die das Orchester in sehr jungen Jahren übernommen und auf grundlegende Weise geformt haben», teilte Direktor Daniel Sobotka mit. Das Orchester besteht seit 1934 und hat seinen Sitz im Jugendstil-Bürgerhaus der Moldaumetropole.

Ab der Saison 2015 wird Pietari Inkinen außerdem als Chefdirigent das Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele leiten.

Wiener Deserteursdenkmal enthüllt: Begehbare Skulptur des deutschen Künstlers Olaf Nicolai

Heute Vormittag wurde das Mahnmal auf dem Wiener Ballhausplatz enthüllt.

Olaf Nicolai hat sich für eine dreistufige begehbare Treppenskulptur in Form eines X entschieden, auf deren Oberfläche die Worte „All alone" eingraviert sind. Im Deutschlandradio Kultur sagte Nicolai, er habe die Elemente eines traditionellen Denkmals gewählt -den Sockel und die Inschrift-, ohne dass es noch eine Figur oder eine andere Referenz gäbe. Das X mache die Anonymisierung des betroffenen Personenkreises deutlich. Die Inschrift "All alone" sei ein Zitat des schottischen Dichters Ian Hamilton-Finlay und lasse die Beziehung zwischen der Gemeinschaft und dem Einzelnen erfahrbar werden.

Mit dem Deserteursdenkmal will die Wiener Landesregierung eine überfällige, landesweite Debatte über die Opfer der NS-Militärjustiz anstoßen. Nach jahrelangen Debatten sind Wehrmachtsdeserteure in Österreich erst seit 2009 vollständig rehabilitiert.

Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung: Heinrich Detering bleibt Präsident

Der 54-jährige Literaturwissenschaftler, Lyriker und Essayist ist von der Mitgliederversammlung für weitere drei Jahre in seinem Amt bestätigt worden, teilte die Akademie am Freitag in Darmstadt mit. Detering steht seit 2011 an ihrer Spitze.

Die Akademiemitglieder waren am Donnerstag zu ihrer Herbsttagung unter dem Thema «Vom Krieg erzählen» zusammengekommen. Höhepunkt des Treffens ist an diesem Samstag die Verleihung des mit 50.000 Euro dotierten Georg-Büchner-Preises an den Schriftsteller Jürgen Becker (82). Außerdem werden der Historiker Jürgen Osterhammel (62) mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa und die Publizistin Carolin Emcke mit dem Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay ausgezeichnet. Beide Preise sind mit je 20.000 Euro dotiert.

Der in Neumünster geborene Heinrich Detering hat seit 2005 den Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen inne. Er hat unter anderem Bücher über Nietzsche, Brecht, Bob Dylan, Elvis Presley, Hans Christian Andersen und Thomas Mann veröffentlicht und über die Beziehungen zwischen Literatur und Religion geschrieben. 2009 verlieh ihm die Deutsche Forschungsgemeinschaft den Leibniz-Preis, den wichtigsten deutschen Wissenschaftspreis.

Erneuerung des Amsterdamer Reichsmuseum abgeschlossen

Das Museum hat seinen neuen Ausstellungsflügel der Öffentlichkeit präsentiert.

Damit sei nach über zehn Jahren die Erneuerung des berühmten Museums abgeschlossen, sagte Museumsdirektor Wim Pijbes am Freitag in Amsterdam. "Wir haben ein neues Museum hinzubekommen." In dem erweiterten früheren Nebengebäude sollen in zehn Sälen wechselnde Ausstellungen gezeigt werden. Erstmals präsentiert das für seine große Sammlung holländischer Meister wie Rembrandt berühmte Reichsmuseum auch eine Auswahl seiner Fotografie-Kollektion.

Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis 2014: Peter Handke ausgezeichnet

Der österreichische Schriftsteller wird von der Stiftung Rheinland-Pfalz mit einem der wichtigsten und mit 10.000 Euro höchstdotierten Preise für Theaterautoren in Deutschland gewürdigt.

Handke habe mit seinen innovativen Stücken über Jahrzehnte die Bühnensprache in Deutschland und Österreich maßgeblich bereichert und verändert, begründete die Jury ihre Entscheidung. Dabei sei es ihm gelungen, Konventionen aufzubrechen und Machtkonstellationen sowie die «Sprachverhexung des Denkens» aufzuzeigen.

Mit Blick auf Handkes umstrittene Unterstützung Serbiens betonte die Jury, die vehemente Kritik an Handkes politischen Ansichten schmälerten in keiner Weise seine Verdienste um die Weiterentwicklung einer zeitgenössischen sprachkritischen Dramatik.

Als bestes Theaterstück würdigte die Jury «Isabelle Huppert». Darin verknüpft Autor Thomas Köck die Lage von Flüchtlingen in Deutschland mit den Problemen von Bundeswehrsoldaten nach ihrer Rückkehr von Auslandseinsätzen. Das Stück sei ein «raffiniertes Spiel mit Klischees», das die öffentlichen Diskussionen zur Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer und zu bewaffneten Bundeswehreinsätzen angehe.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) will als Stiftungsvorsitzende am 1. Februar im Pfalztheater Kaiserslautern die Auszeichnungen übergeben. Der Lasker-Schüler-Preis wird seit mehr als 20 Jahren im Zweijahresrhythmus vergeben. Unter den bislang ausgezeichneten Autoren sind beispielsweise Elfriede Jelinek, Roland Schimmelpfennig und Rene Pollesch.

Pariser Picasso-Museum wird wiedereröffnet

Fünf Jahre war es wegen Sanierungsarbeiten geschlossen.

Morgen wird Frankreichs Staatspräsident François Hollande zur Eröffnung erwartet, die am 133. Geburtstag von Pablo Picasso stattfindet. Das Musée Picasso im Marais-Viertel besitzt mit rund 5000 Gemälden, Papierarbeiten und Skulpturen sowie dem Archiv des Kubisten die größte Sammlung des spanischen Künstlers. Dank des 52 Millionen Euro teuren Ausbaus konnte das Museum seine Ausstellungsfläche auf etwa 3700 Quadratmeter vergrößern. Statt vorher rund 200 Werken sind nun mehr als 450 zu sehen. Wegen Missmanagementvorwürfen und mehrmaliger Verzögerungen bei der Wiedereröffnung war das Haus in den vergangenen Monaten wiederholt in die Schlagzeilen gekommen.

Bayerischer Printmedienpreis für Zeitschrift «Sh!ft»: Journalist und Blogger Daniel Höly ausgezeichnet

Der Bonner Jungunternehmer bekam die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung für Innovationen am Donnerstag im Rahmen der Münchener Medientage.

Das Printmagazin richtet sich an junge Erwachsene, die mit dem Internet groß geworden sind, und ist laut Höly «eine Mischung aus Unterhaltungs-, Debatten- und Gesellschaftsmagazin». Die Stärken von Print und Online ergänzten sich dabei vorbildlich, lobte die Jury.

Der Ehrenpreis des Ministerpräsidenten ging an den Verleger der Würzburger Vogel Medien Gruppe, Kurt Eckernkamp, der 1978 die Computerzeitschrift «Chip» gegründet hatte. Das familiengeführte Verlagshaus habe sich beispielgebend den Herausforderungen der Digitalisierung gestellt, betonte die Staatsregierung.

Der Printmedienpreis ist einer von vier bayerischen Staatspreisen für die Medienbranche - neben Filmpreis, Fernsehpreis und dem Buchpreis Corine. Verliehen wird er alle zwei Jahre im Rahmen der Münchner Medientage von der Staatsregierung sowie dem Verband Bayerischer Zeitungsverleger, dem Verband Druck und Medien Bayern und dem Verband der Zeitschriftenverlage in Bayern.

Internationale Spitze: In Berlin entsteht neues Zentrum für Kulturerbe- und Museumsforschung

Zu dem Projekt haben sich die Berliner Humboldt-Universität, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und das Museum für Naturkunde zusammengetan.

"Das neue Zentrum soll die Pläne des Humboldtforums begleiten und erforschen, wie die Ethnologischen Sammlungen dort dargestellt werden", erläuterte Stefan Beck, Ethnologie-Professor an der Humboldt-Uni, auf Anfrage von Deutschlandradio Kultur.

Geleitet werden soll das Zentrum ab Oktober 2015 von der britischen Museumswissenschaftlerin Sharon Macdonald. Sie habe in den vergangenen Jahren den Umgang mit schwierigem kulturellem Erbe auf europäischer Ebene maßgeblich geprägt, so Beck. Sie hat über das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg geforscht und zuletzt verstärkt untersucht, wie der Islam in europäischen Gesellschaften dargestellt wird.

Sharon Macdonald soll darüber hinaus im kommenden Jahr mit der Alexander-von-Humboldt-Professur ausgezeichnet werden, dem mit 5 Millionen Euro höchstdotierten deutschen Forschungspreis.

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