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Fazit | Beitrag vom 13.10.2020

Frankfurter BuchmesseEröffnung im virtuellen Raum

Christoph Schröder im Gespräch mit Sigrid Brinkmann

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Der Direktor der Frankfurter Buchmesse, Juergen Boos, während der Eröffnungspressekonferenz 2020. Im Hintergrund: das Buchmessen-Motto "Signals of Hope". (picture alliance / dpa / Arne Dedert)
Buchmessen-Direktor Juergen Boos im Cyberspace: Die Frankfurter Messe findet dieses Jahr virtuell statt. (picture alliance / dpa / Arne Dedert)

Keine Hallen, keine Stände, keine Besucher: Die Buchmesse wird ein digitales Event. Das Motto in Frankfurt lautet "Signals of Hope". Diese Signale müssen jetzt online gesendet werden.

Tatsächlich habe die digitale Ausgabe der Frankfurter Buchmesse auch Vorteile, meint der Literaturredakteur Christoph Schröder: Es könnten in diesem Jahr auch Akteure teilnehmen, denen der Zugang sonst aus ökonomischen oder politischen Gründen verwehrt bliebe.

Weil sie sich keinen Stand leisten könnten oder weil sie nicht ausreisen dürften. Und so hätten dann der Buchmessen-Chef Juergen Boos und die Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Karin Schmidt-Friderichs, versucht, bei der Eröffnung positive Stimmung zu verbreiten.

Messe für Publikum und Fachbesucher

Die Zahlen der Buchbranche würden das durchaus hergeben, sagt Schröder. Auch wenn das nur bedeute, dass das Umsatzminus nicht ganz so groß ist wie erwartet. Die Messe selbst werde in einen Publikumsbereich, zu dem jeder im Netz Zugang habe, und in einen für Fachbesucher geteilt. Dort müsse man sich anmelden.

In der großen Frankfurter Festhalle mit 13.5000 Plätzen würden teilweise nur ein Moderator und eine Schriftstellerin sein, so Schröder: "Das ist eine etwas surreale Szenerie, wie heute auch schon bei der Eröffnung festgestellt wurde."

Messe soll politischer werden

Buchmessen-Direktor Boos hofft auf jeden Fall auf eine Präsenz-Messe im nächsten Jahr, will aber die Hoffnung nicht aufgeben, dass durch die Kombination aus Präsenz und virtuellen Inhalten die Veranstaltung deutlich politischer werde als bisher. "Und das ist ein interessanter Gedanke und Ausblick auf die kommenden Jahre", sagt Schröder.

(beb)

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