Seit 22:03 Uhr Kriminalhörspiel
Montag, 12.04.2021
 
Seit 22:03 Uhr Kriminalhörspiel

Fazit | Beitrag vom 13.10.2020

Frankfurter BuchmesseEröffnung im virtuellen Raum

Christoph Schröder im Gespräch mit Sigrid Brinkmann

Beitrag hören Podcast abonnieren
Der Direktor der Frankfurter Buchmesse, Juergen Boos, während der Eröffnungspressekonferenz 2020. Im Hintergrund: das Buchmessen-Motto "Signals of Hope". (picture alliance / dpa / Arne Dedert)
Buchmessen-Direktor Juergen Boos im Cyberspace: Die Frankfurter Messe findet dieses Jahr virtuell statt. (picture alliance / dpa / Arne Dedert)

Keine Hallen, keine Stände, keine Besucher: Die Buchmesse wird ein digitales Event. Das Motto in Frankfurt lautet "Signals of Hope". Diese Signale müssen jetzt online gesendet werden.

Tatsächlich habe die digitale Ausgabe der Frankfurter Buchmesse auch Vorteile, meint der Literaturredakteur Christoph Schröder: Es könnten in diesem Jahr auch Akteure teilnehmen, denen der Zugang sonst aus ökonomischen oder politischen Gründen verwehrt bliebe.

Weil sie sich keinen Stand leisten könnten oder weil sie nicht ausreisen dürften. Und so hätten dann der Buchmessen-Chef Juergen Boos und die Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Karin Schmidt-Friderichs, versucht, bei der Eröffnung positive Stimmung zu verbreiten.

Messe für Publikum und Fachbesucher

Die Zahlen der Buchbranche würden das durchaus hergeben, sagt Schröder. Auch wenn das nur bedeute, dass das Umsatzminus nicht ganz so groß ist wie erwartet. Die Messe selbst werde in einen Publikumsbereich, zu dem jeder im Netz Zugang habe, und in einen für Fachbesucher geteilt. Dort müsse man sich anmelden.

In der großen Frankfurter Festhalle mit 13.5000 Plätzen würden teilweise nur ein Moderator und eine Schriftstellerin sein, so Schröder: "Das ist eine etwas surreale Szenerie, wie heute auch schon bei der Eröffnung festgestellt wurde."

Messe soll politischer werden

Buchmessen-Direktor Boos hofft auf jeden Fall auf eine Präsenz-Messe im nächsten Jahr, will aber die Hoffnung nicht aufgeben, dass durch die Kombination aus Präsenz und virtuellen Inhalten die Veranstaltung deutlich politischer werde als bisher. "Und das ist ein interessanter Gedanke und Ausblick auf die kommenden Jahre", sagt Schröder.

(beb)

App: Dlf Audiothek

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Entdecken Sie mit der Dlf Audiothek die Vielfalt unserer drei Programme, abonnieren Sie Ihre Lieblingssendungen, wählen Sie aus Themenkanälen und machen daraus Ihr eigenes Radioprogramm.


Jetzt kostenlos herunterladen

Kulturpresseschau

weitere Beiträge

Der Theaterpodcast

Folge 34Auf der Bühne mit Behinderung: Theater und Inklusion
Lucy Wilke & Paweł Duduś in dem Stück „Scores that shaped our friendship”. (Theresa Scheitzenhammer)

Die Nominierung der Schauspielerin Lucy Wilke zum diesjährigen Theatertreffen macht die Fragen nach der Vereinbarkeit von Theaterarbeit und Behinderung wieder aktuell: Was fehlt zur ganzheitlichen Barrierefreiheit? Mit Lucy Wilke suchen wir nach konkreten Handlungsansätzen.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur