Seit 05:05 Uhr Studio 9

Freitag, 07.08.2020
 
Seit 05:05 Uhr Studio 9

Literatur | Beitrag vom 05.07.2020

Flüsse, Seen und Meere in der LiteraturWasserzeichen

Von Jörg Magenau

Beitrag hören Podcast abonnieren
Kleine Welle am Strand (Jan-Martin Altgeld)
Das Meer: Wer in die Wellen guckt, wird leicht hineingezogen. (Jan-Martin Altgeld)

Am Wasser beginnt das Erzählen. Es lohnt sich, die Flüsse, Seen und Meere der Literatur zu befahren und mit den Dichtern ins Wasser zu steigen. Ein nasser Ausflug mit Ernst Jünger, Durs Grünbein, Terézia Mora und Uwe Johnson.

Alles Leben stammt aus dem Wasser und es geht, wie in der Sintflut, darin unter. Wasser steht für Geburt und Tod, für Abschied und Wiederkehr, für Grenzen und Grenzüberschreitungen. Wer am Meer steht, gerät leicht in den Sog der Gezeiten. Mit den Wellen branden die Erinnerungen an.

Ausflug ins feuchte Element

Am Wasser beginnt das Erzählen. Es lohnt sich, die Flüsse, Seen und Meere der Literatur zu befahren und mit den Dichtern ins Wasser zu steigen.

Der Ausflug ins feuchte Element führt von Ernst Jünger, der beim Strandspaziergang in Neapel an den Ersten Weltkrieg denkt, bis zu Durs Grünbein, der in die Bars von Atlantis abtaucht.

Von Uwe Johnson, der sich beim Blick übers Wasser in New York nach der Ostsee sehnt, bis zu Terézia Mora, die eine Hütte im Schilf heraufbeschwört. Von den Ufern Masurens bis an die Küste Afrikas, von der Odyssee zu den Passagen der Gegenwart.

Eine Produktion aus dem Jahr 2010. Das Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat

Mehr zum Thema

Wasser - Eine rätselhafte Flüssigkeit
(Deutschlandfunk Kultur, Zeitfragen, 16.01.2020)

Spuren im Meer - Kulturelles Erbe unter Wasser
(Deutschlandfunk, Forschung aktuell, 09.12.2019)

Corona weltweit: Venezuela - Ganz genau 20 Minuten Wasser am Tag
(Deutschlandfunk Kultur, Studio 9, 23.05.2020)

Literatur

Poesie und FotografieDie Gefährtin der Lyriker
Profilporträt von Walt Whitman, der einen Schmetterling hält. (Getty Images / Corbis / Library of Congress)

Annette Droste-Hülshoff und Walt Whitman ließen sich gern ablichten. In ihrem Werk spielte das neue Medium aber keine Rolle. Erst später kamen sich die Künste näher. Heute nutzen manche Lyriker die Fotografie für eine Annäherung auf dem Weg zum Wort.Mehr

Frauen in der Weimarer RepublikGegen die Norm
Signierte Postkarte mit einem Foto von von Melli Beese (1886-1925) in einem Flugzeug sitzend mit dem Hinweis "Frl. Beese auf Rumpler-Taube" (picture alliance / Bernd Oertwig/SCHROEWIG)

Zwei starke Frauen: Die erste Pilotin Deutschlands steckt hinter der Hauptfigur im Roman "Nelly B's Herz" von Aris Fioretos. Christina von Braun geht im Buch „Stille Post“ dem Leben ihrer Großmutter nach, die in der Weimarer Republik Karriere machte.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur