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Sonntagmorgen | Beitrag vom 18.08.2019

FliegenÜber den Wolken

Von Oliver Schwesig

Ein Segelflieger nach dem Start (imago stock&people)
Ein Segelflieger nach dem Start (imago stock&people)

Seinen ältesten Traum - das Fliegen - erfüllte sich der Mensch durch Tüftelei, Geduld und Willen. Doch der Traum wurde tragisch und schwer errungen.

Von allen Träumen der Menschen war wohl keiner so universell und auch so alt wie der vom Fliegen. Und für kaum einen anderen Traum hat der Mensch so lange gebraucht, um ihn sich erfüllen. Was im 17. und 18. Jahrhundert mit Luftschrauben und muskelkraftbetriebenen Schwingen begann, ist heute zu einer milliardenschweren Industrie geworden. 

Die Luftfahrt erzählt auch ein langes Stück Technikgeschichte. Ein Arbeitsfeld des Menschen, das sich in relativ kurzer Zeit enorm entwickelt hat, dem nun aber in Zeiten des Klimawandels unglaubliche Veränderungen bevorstehen.

Fliegen ist jedoch auch ein Menschheitstraum, der mit einem hohen Preis erkauft wurde. Zahllose Menschen starben in der Frühzeit der Luftfahrt bei dem Versuch, sich in die Lüfte zu begeben.

Der Traum vom Fliegen

Dennoch beschäftigt sich die Menschheit mit diesem Traum schon seit Jahrtausenden. In Märchen und Mythen wurde das Fliegen Figuren und Tieren zugeschrieben. Leonardo da Vinci zeichnete ischon Anfang des 16. Jahrhunderts täuschend echt aussehende Fluggeräte, die wahrscheinlich aber flugunfähig waren.

In flugfähige Ballons konnten die Menschen schon im 18. Jahrhundert steigen. Der erste maschinenbetriebene Hubschrauber hob 1877 ab. Kommerziell in ein "richtiges" Flugzeug steigen kann man seit Anfang des 20. Jahrhunderts.

Motor der Entwicklungen im Flugzeugbau war oft das Militär. Flugzeuge und das Fliegen haben aber oft auch Schriftsteller, Musiker und Filmemacher beschäftigt.

Rätsel

Wir suchen einen Roman, eines berühmten französischen Autors, der das Fliegen behandelt. Es geht darin um einen Post-Piloten, der von seinem Vorgesetzten am Boden auf einen riskanten Flug durch die Nacht geschickt wird. Der Vorgesetzte ist unerbittlich und will unbedingt, dass der Flugplan eingehalten wird und ein Anschlussflug mit Post nach Europa erreicht wird. Der Pilot des Flugzeuges allerdings ist dem Tode geweiht, weil er bei Nacht und Gewitter losfliegt und irgendwann der Funkkontakt abbricht. Der Roman spielt in der Frühzeit der Luftfahrt, als Nachtflüge noch als äußerst riskant galten. Die Piloten konnten sich nur an den Sternen orientieren. Schauplatz ist Südamerika, wo auch der Autor des Buches, der selbst Pilot war, in den 30er Jahren als Post-Flieger in Südamerika arbeitete. Seine Erlebnisse flossen in diesen Roman ein. Es geht in dem Roman zentral um die Frage, ob die Regelbefolgung im Sinne einer höheren Sache wichtiger ist, als ein Menschenleben. Wer war es und wie heißt der Roman?

Lösung: Antoine de Saint-Exupéry "Nachtflug" (Originaltitel "Vol de nuit")

Der französische Autor Antoine de Saint-Exupéry, aufgenommen vor seinem Flugzeug. (picture alliance / dpa / Stf)Der französische Autor Antoine de Saint-Exupéry, aufgenommen vor seinem Flugzeug. (picture alliance / dpa / Stf)

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