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In Concert | Beitrag vom 07.09.2020

Festival Glatt&Verkehrt 2019Viel mehr als Klezmer: Die Gruppen She‘Koyokh & Yiddish Glory

Moderation: Carsten Beyer

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(©Sascha Osaka; osaka.at)
She'Koyokh in Krems 2019 (©Sascha Osaka; osaka.at)

Jüdische Musik im 21. Jahrhundert unterliegt durch zeitgemäße Interpretationen von Gruppen wie She'Koyokh und Yiddish Glory einem ständigen Wandel.

Seit dem Klezmer-Revival der 1970er-Jahre ist die jüdische Musik auf die Bühnen der Welt zurückgekehrt. Sie ist Ausdruck der schicksalhaften Tragik und der unerschütterlichen Lebenslust des jüdischen Volkes. Doch die jüdische Musikkultur hat noch mehr zu bieten, wie die beiden Bands zeigen, die wir heute vorstellen.

She'Koyokh aus Großbritannien 

She‘ Koyokh hat ursprünglich als Straßenmusik-Kapelle in London angefangen. Das siebenköpfige Ensemble verbindet Klezmer und traditionelle Musik vom Balkan und der Türkei zu einer spannungsreichen Mischung. Das Repertoire umfasst jiddische Songs aus den 1950er-Jahren, bulgarische Mehrstimmigkeit, türkische Schlager, bosnische Klagelieder und kurdische Migrations-Balladen ebenso wie Tanzmusik von Serbien bis in die Ukraine.

Das russisch-kanadische Ensemble Yiddish Glory

Yiddish Glory hingegen bringen Lieder und neu vertonte Gedichte auf die Bühne, die jüdische Soldaten der Roten Armee aufgeschrieben haben: Lieder voller Hoffnung, Verzweiflung und schwarzem Humor, angetrieben vom Willen zum Widerstand und der Sehnsucht nach Rache.

(©Sascha Osaka; osaka.at)Yiddish Glory in Krems 2019 (©Sascha Osaka; osaka.at)

Aus einem Forschungsprojekt der Universität Toronto heraus gründete sich dieses russisch-kanadische Ensemble. Dessen Album "The Lost Songs of World War II" gehört zu den erfolgreichsten des Genres und die Besetzung verspricht eine leidenschaftliche, unvergleichliche Interpretation.

She‘ Koyokh:

Susi Evans, Klarinette und Gaida
Çiğdem Aslann, Gesang
Meg-Rosaleen Hamilton, Violine
Živorad Nikolić, Akkordeon und Gesang
Matt Bacon, Gitarre und Kaval
Christina Borgenstierna, Perkussion
Paul Moylan, Kontrabass

Yiddish Glory:

Sergei Erdenko, Violine und Gesang
Psoy Korolenko, Gesang
Sasha Lurje, Gesang
Isaac Rosenberg, Gesang
Mikhail Savichev, Gitarre
Artur Gorbenko, Violine und Klavier
Sergiu Popa, Akkordeon
Beth Silver, Violoncello
Julian Milkis, Klarinette

Erzählerin: Anna Shternshis


Aufzeichnungen vom 25. und 26.07.2019 in Krems

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