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Diskurs | Beitrag vom 12.09.2021

Fehlinformationen, Falschmeldungen, False BalanceWelchen Einfluss hat Desinformation im Wahlkampf?

Moderation: Christine Watty

Illustration: 'Fake news' steht auf dem Display eines Smartphone. (imago / Panthermedia)
Wegen der Pandemie ist der Wahlkampf in diesem Jahr besonders anfällig für Desinformationskampagnen. (imago / Panthermedia)

Fehlinformationen und Verleumdungen im Netz nehmen immer mehr zu. Auch im Wahlkampf sind falsche Behauptungen inzwischen an der Tagesordnung. Das führt vielleicht nicht gleich zur Spaltung der Gesellschaft, erhöht aber das Potenzial für Aggressionen.

Die Sorge vor politischer Beeinflussung durch Desinformation wächst: Eine Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger sind aktuellen Studien zufolge mit Falschmeldungen im Netz konfrontiert und befürchten, dass diese auch die Bundestagswahl beeinflussen können.

Meist richten sich Fehlinformationen im Internet an die eigene Community. Es sollen bestehende Ansichten bestätigt und Wut über die andere Seite geschürt werden, weil wütende Menschen eher wählen gehen. Auch am Beispiel der überproportional hohen Anzahl an Falschmeldungen über Annalena Baerbock zeigt sich der Trend, vor allem grüne und linke Frauen zur Zielscheibe zu machen. 

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Dieses Jahr ist der Wahlkampf auch aufgrund der Corona-Pandemie besonders anfällig für Desinformation. Mehr Menschen sind verunsichert und anfällig dafür, bestehende Institutionen anzuzweifeln oder sich zu radikalisieren. Strategien, die darauf abzielen, gesellschaftliche Spaltungen zu vertiefen und das Vertrauen in die Demokratie erodieren zu lassen, machen sich das zunutze. Dagegen helfen seitens der Medien nicht nur Faktenchecks, sondern auch Transparenz und die Fähigkeit, klar zwischen politischem und Wissenschaftsjournalismus zu unterscheiden. 

Eine Diskussion unserer Diskurs-Reihe unter der Leitung von Christine Watty in Zusammenarbeit mit Wikimedia Deutschland e.V.

Es diskutieren:
- Ingrid Brodnig, Journalistin, Autorin
- Yassin Musharbash, Journalist, Schriftsteller
- Martin Emmer, Professor für Kommunikationswissenschaft und Publizistik, Gründungsdirektor Weizenbaum-Institut

Moderation: Christine Watty
Aufzeichnung vom 10.09.2021

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