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Fazit / Archiv | Beitrag vom 04.03.2016

Falk-Richter-Premiere in StraßburgVon der AfD zu Fassbinder

Eberhard Spreng im Gespräch mit Patrick Wellinski

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Der Regisseur Falk Richter (picture-alliance/ Tip Verlag / Schnitger Harry)
Falk Richters "Je suis Fassinder" hat in Straßburg Premiere. (picture-alliance/ Tip Verlag / Schnitger Harry)

Zuletzt hat Theaterautor Falk Richter mit einem Stück über die AfD für Furore gesorgt. Nun setzt er sich am Nationaltheater Straßburg mit der Regielegende Fassbinder auseinander. Unser Rezensent hat die Premiere gesehen.

Der deutsche Theaterautor Falk Richter hat mit seinem letzten Stück "Fear" für große Diskussion samt Klagen gesorgt. "Fear" setzte sich mit dem Phänomen AfD auseinander und beschäftigte wochenlang so die Feuilletons. Für sein neustes Projekt ist Richter jetzt nach ins Ausland gegangen, nach Straßburg in Frankreich, um genau zu sein. Am dortigen Nationaltheater hat er sich mit dem deutschen Ausnahmeregisseur Rainer Werner Fassbinder beschäftigt. Und das aus einem konkreten Grund.

Richter: "Mich hat jetzt an ihm nochmal fasziniert, wie radikal er sich immer mit der Wirklichkeit auseinandergesetzt hat. Auch wie angreifbar er sich immer gemacht hat. Und eben ganz speziell der Film "Deutschland im Herbst", 1977, weil das eine Auseinandersetzung ist mit einem Ausnahmezustand in einer Gesellschaft mit einer gefährdeten Demokratie. Wir haben ähnliche Zustände im Moment in Europa."

"Je suis Fassinder" heißt das Stück und gesehen hat es für uns Eberhard Spreng. 

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