Seit 13:05 Uhr Sein und Streit
Sonntag, 01.08.2021
 
Seit 13:05 Uhr Sein und Streit

Wortwechsel / Archiv | Beitrag vom 20.12.2019

Experten verzweifelt gesucht Was tun gegen den Fachkräftemangel?

Moderation: Birgit Kolkmann

Hände einer älteren Frau, die sich an der Schlaufe eines Krankenhausbetts hochzieht. (imago/Westend61/Thomas Jänicke)
Fachkräftemangel bei Pflegeberufen (imago/Westend61/Thomas Jänicke)

Ob im Handwerk, in der IT-Branche, im Pflege- oder Transportwesen: Allerorten mangelt es an Fachkräften. Das neue Fachkräfte-Einwanderungsgesetz soll Abhilfe schaffen. Wie attraktiv ist Deutschland für ausländische Experten? Was tun gegen den Mangel?

Allein im Handwerk können derzeit rund eine Viertelmillion Stellen nicht besetzt werden. In der Pflege fehlen 80.000 Fachkräfte, in Krankenhäusern müssen Operationen verschoben werden, Stationen werden wegen Personalmangel geschlossen. Die Reihe ließe sich in vielen Bereichen fortsetzen – was tun?

Jährlicher Fachkräftebedarf: 400.000 Menschen

Die Bundesregierung setzt auf das neue Fachkräfte-Einwanderungsgesetz, es tritt am 1. März 2020 in Kraft. Mit erleichterter Einwanderung und gezielter Anwerbung sollen Experten aus anderen Ländern nach Deutschland geholt werden. Um unseren derzeitigen Lebensstandard und die Wirtschaft aufrecht zu erhalten, müssten jährlich 400.000 Menschen kommen – und auch bleiben.

Wie attraktiv ist Deutschland für ausländische Experten? Sind wir als Gesellschaft offen dafür? Wie kann auch das heimische Potenzial an Fachkräften besser ausgeschöpft werden? Und wie sollen wir dabei auf den Wandel der Arbeitswelt und der Berufsbilder reagieren?

Darüber diskutieren im "Wortwechsel":

  • Dr. Achim Dercks, Stellvertretender Geschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK)
  • Daniela Kolbe, SPD-Politikerin, Mitglied des Bundestags-Ausschusses für Arbeit und Soziales
  • Dr. Thomas Liebig, Leitender Ökonom der Abteilung für Internationale Migration bei der OECD
  • Prof. Dr. Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs "Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen" am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg

  

Wortwechsel

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur