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Religionen | Beitrag vom 23.06.2019

Evangelischer KirchentagDortmunder Demokratieversuche

Moderation: Anne Françoise Weber

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Ein junger Mann hält während des Evangelischen Kirchentages in Dortmund vor der Westfalenhalle einen grünen Schal mit der Aufschrift «Was für ein Vertrauen» hoch. Gut 2000 Veranstaltungen sind bis zum 23. Juni 2019 geplant, zahlreiche Politiker und Prominente nehmen teil.  (picture alliance/dpa/Bernd Thissen/Caroline Seidel)
Viele junge und diskussionsfreudige Besucher kamen zum 37. Evangelischen Kirchentag in Dortmund. (picture alliance/dpa/Bernd Thissen/Caroline Seidel)

Vertrauen war das große Thema beim Evangelischen Kirchentag in Dortmund. Viel wurde im Vorfeld über den Ausschluss der AfD diskutiert. Nun stellt sich die Frage, ob das Protestantentreffen als Demokratiewerkstatt funktioniert hat.

Der Journalist Arnd Henze fragt in seinem neuen Buch "Kann Kirche Demokratie?" Wir diskutieren mit ihm, ob der Kirchentag eine demokratische Streitkultur pflegt und inwiefern Kirche überhaupt so politisch sein sollte.

Außerdem berichten wir, welche Resonanz die kleineren Gesprächsformate neben den großen Podien beim Kirchentagspublikum fanden und schauen, ob sich das Vertrauen in die Kraft der persönlichen Begegnung bewährt hat - vor allem in der Dortmunder Nordstadt, einem Brennpunktviertel, in dem der Kirchentag sein Zentrum Jugend angesiedelt hat. Der Dortmunder Sozialwissenschaftler Ali Şirin und die Jugendsprecherin Sarra Lejmi vom Jugendforum Nordstadt erzählen, wie der Kirchentag und seine sing- und diskussionsfreudigen Teilnehmer vor Ort ankamen.

Pastorin Sandra Bils aus Hannover spricht beim Abschlussgottesdienst beim 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund die Predigt. (dpa/Roland Weihrauch)Mit einem Abschlussgottesdienst wurde der 37. Evangelische Kirchentag in Dortmund beendet. (dpa/Roland Weihrauch)

Außerdem fragen wir, ob die Kirchentagsorganisatoren vielleicht zu sehr darauf vertrauen, dass sexueller Missbrauch vor allem ein Problem der katholischen Kirche ist. Schließlich sind auch in der evangelischen Kirche schon zahlreiche Fälle sexueller Gewalt bekanntgeworden. "Missbrauchtes Vertrauen" war zwar ein Schlagwort bei diesem Kirchentag, um konkrete Aufarbeitung ging es in Dortmund aber kaum.

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