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Kulturnachrichten

Montag, 7. April 2014

Kulturstaatsministerin Grütters: Vereinbarung mit Gurlitt historische Situation

Kulturstaatsministerin Grütters hat Kunstsammler dazu aufgefordert, ihre Bilder, wie im Fall Gurlitt, begutachten zu lassen.

Mit solch einem Schritt lebe es sich besser als mögliche Raubkunst in den Beständen zu haben, sagte die CDU-Politikerin im Deutschlandfunk. Den zwischen der Bundesregierung, dem Freistaat Bayern und dem Münchner Kunstsammler unterzeichneten Vertrag, nannte sie historisch. Erstmals gebe es in dieser Frage eine Vereinbarung mit einer Privatperson. Darin erklärte sich Gurlitt dazu bereit, alle seine unter Raubkunstverdacht stehenden Bilder prüfen zu lassen. Rechtmäßigen Besitzern der Bilder wolle er entgegen kommen.

In der Wohnung des 81-Jährigen waren mehr als 1.000 Kunstwerke beschlagnahmt worden, die ihren früheren Eigentümern von den Nazis zum Teil unter Zwang abgenommen worden waren.

YouTube wendet sich an türkisches Verfassungsgericht

Während man in der Türkei wieder den Kurznachrichtendienst Twitter nutzen kann, bleibt YouTube weiterhin gesperrt.

Die Betreiber des Videoportals setzen nun auf das türkische Verfassungsgericht, um ein Ende der Blockade durchzusetzen. Das berichtete der Nachrichtensender CNN Türk. - Der Zugang zu YouTube ist seit Ende März gesperrt. Seit Februar waren dort immer wieder Mitschnitte vertraulicher Gespräche veröffentlicht worden, die ranghohen Regierungsmitgliedern - darunter Ministerpräsident Recep Erdogan - zugeschrieben werden. - Ein Gericht in Ankara hatte YouTube zwar wieder freigegeben, doch diese Entscheidung wurde von der nächsten Instanz wieder aufgehoben.

Jesuitenpater in Syrien getötet

In Videos hatte der Jesuitenpater Frans van der Lugt immer wieder auf die dramatische Lage der Menschen in Syrien hingewiesen.

Jetzt ist der Niederländer in der syrischen Bürgerkriegsstadt Homs ermordet worden. Das bestätigte sein Orden in Den Haag. Demnach sei der 75-Jährige von zwei Männern aus seiner Wohnung entführt und mit zwei Kopfschüssen getötet worden. - Der Pater lebte seit fast 50 Jahren in Syrien und versorgte in einem Kloster in Homs behinderte Menschen. Trotz wiederholter Aufforderungen weigerte er sich, die Stadt zu verlassen. Er wollte bleiben, solange Menschen noch hungerten und seine Hilfe brauchten, teilte der Jesuitenorden mit.

Papst hält an Vatikanbank fest

Alle Spekulationen über eine mögliche Auflösung der Vatikanbank sind hinfällig.

Papst Franziskus hat den Bestand des Geldinstituts zugesichert. Das Institut werde der katholischen Kirche auch künftig weltweit spezialisierte Finanzdienstleistungen anbieten, heißt es in einer Mitteilung des Vatikans. Die Bank wertete die Entscheidung des Papstes als große Anerkennung für seine Arbeit und den Reformprozess des vergangenen Jahres. - Das Geldhaus war unter anderem durch Ermittlungen italienischer Behörden wegen des Verdachts auf Geldwäsche in die Kritik geraten.

Der zuständige Chef des neu geschaffenen Wirtschaftssekretariats im Vatikan, Kardinal Pell, bemüht sich derzeit um eine Anpassung der Finanzgesetzgebung an internationale Standards.

Ai Weiwei-Ausstellung: Schon mehr als 10.000 Besucher

Die neue Ausstellung von Ai Weiwei ist ein echter Publikumsmagnet.

Mehr als 10.000 Besucher kamen an den ersten vier Ausstellungstagen. Das teilte der Museumsdirektor Gereon Sievernich mit. Die Schau im Berliner Martin-Gropius-Bau wurde am Mittwoch eröffnet. Der Künstler selbst konnte nicht dabei sein, die chinesische Regierung hatte ihm die Ausreise verweigert. Die Ausstellung trägt den Titel "Evidence" - es ist Ai Weiweis bisher größte Werkschau. Darin setzt er sich mit den Menschenrechtsverletzungen in seiner Heimat China auseinander.

Sinti und Roma stoßen laut Studie auf große Ablehnung

Der Bund will in diesem Jahr verstärkt auf die Diskriminierung von Sinti und Roma aufmerksam machen.

Von allen Minderheiten stoßen sie auf die größte Ablehnung in der deutschen Bevölkerung. Das geht aus den ersten Ergebnissen einer großen Studie hervor, die der Vorurteilsforscher Wolfgang Benz vorstellte. Darin geht es um die Einstellungen der Deutschen gegenüber Sinti und Roma. - In den Befragungen sieht Benz Vorurteile bestätigt. 80 Prozent sprachen sich dafür aus, den Leistungsmissbrauch zu bekämpfen, um das Zusammenleben zu verbessern. Fast genauso viele würden auf Kriminalitätsbekämpfung setzen. 14 Prozent hätten sich sogar für eine "gesonderte Unterbringung" ausgesprochen, ergänzte Benz. Allerdings hielten auch 90 Prozent der Befragten Integrationsangebote für sinnvoll.

Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, hat heute das Themenjahr "Gleiche Chancen. Immer." ausgerufen. Sie sprach sich für mehr gesetzliche Möglichkeiten beim Schutz vor Diskriminierung aus - etwa bei der Wohnungssuchen, in der Schule und gegenüber Behörden.

Ruanda gedenkt des Genozids vor 20 Jahren

Eine Flamme soll an das Morden erinnern.

20 Jahre nach Beginn des Völkermords in Ruanda gedenken die Menschen in dem ostafrikanischen Land heute der rund 800.000 Todesopfer. Zur offiziellen Gedenkveranstaltung in Kigali wird unter anderem UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon erwartet. Präsident Paul Kagame will am Genozid-Denkmal eine Flamme entzünden. Diese soll dann hundert Tage brennen - so lange, wie das brutale Töten dauerte. Im Frühjahr 1994 waren in Ruanda rund 800.000 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen waren Angehörige der Bevölkerungsminderheit der Tutsi.

Mehr als 90 Prozent der Deutschen lesen gedruckte Zeitschriften

Trotz Internet lesen die Deutschen nach wie vor gern gedruckte Zeitschriften.

Der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger, Stephan Scherzer, sagte in Berlin, 90 Prozent würden zur Papierausgabe greifen. Die Online-Angebote der Publikumszeitschriften erreichten immer noch 72 Prozent der Bevölkerung. Allein seit Anfang vergangenen Jahres seien fast 70 Titel neu auf den Markt gekommen. Auch für 2014 erwarteten die Verleger ein stabiles Jahr.

50 Jahre FSJ: Ministerin Schwesig dankt Engagierten

Viele haben dabei geholfen, dass das Freiwillige Soziale Jahr auch nach fünf Jahrzehnten junge Menschen animiert, sich zu engagieren und die Gesellschaft damit zu bereichern.

Das sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig zum 50-jährigen Bestehen des Freiwilligenjahres in Berlin. Dabei würdigte sie die Kirchen, Träger und Verbände, die sich am Programm beteiligen. Die Idee des Freiwilligendienstes kam nach Ministeriumsangaben aus der evangelischen Landeskirche in Bayern. 1954 habe der damalige Rektor der Diakonissenanstalt Neuendettelsau zur Aktion "Gib ein Jahr" aufgerufen.

Neben dem Freiwilligen Sozialen Jahr wurden später auch das Freiwillige Ökologische Jahr und der Bundesfreiwilligendienst ins Leben gerufen. In allen Programmen zusammen beteiligen sich zur Zeit rund 100.000 junge Menschen, heißt es aus dem Ministerium.

Studenten rufen zum "Bildungsstreik 2014" auf

Sie können die Kürzungen im Hochschulbereich nicht länger hinnehmen.

Studenten aus 13 Bundesländern wollen mit einem "Bildungsstreik 2014" auf die finanzielle Lage an Universitäten aufmerksam machen. Das haben sie auf einer bundesweiten Konferenz in Halle beschlossen. Ein Sprecher des "Aktionsbündnisses - Perspektiven gestalten" sagte, es solle ab Mai mehrere Protestaktionen geben, unter anderem in Leipzig, Frankfurt am Main und Berlin. Das Bündnis fordert, dass sich der Bund an der Grundfinanzierung der deutschen Hochschulen beteiligt. Notwendig dafür sei eine Grundgesetzänderung, um das Kooperationsverbot von Bund und Ländern in der Bildungspolitik abzuschaffen.

Al-Dschasira-Reporter in Syrien entführt

Ein Reporter des arabischen Nachrichtensenders Al-Dschasira ist in Syrien entführt worden.

Das berichtete die regimekritische Nachrichtenwebsite "Zaman al-Wasl". Er soll am Wochenende in einem Gebiet verschwunden sein, das von Rebellen kontrolliert werde. Kurz nach der Entführung sei auf dem Handy eines anderen Journalisten eine SMS der muslimischen Gruppe "Der Islamische Staat im Irak und in Syrien" eingegangen. Dem Nachrichtenportal zufolge ist der entführte Reporter eigentlich für seine guten Kontakte zu Islamisten-Gruppen bekannt.

Evangelische Kirche eröffnet Studienzentrum für "Genderfragen"

Es sei eine herausragende Aufgabe der Kirche, die biblische Vision von einer "geschlechtergerechten Einheit in Christus" weiter mit Leben zu füllen.

Das sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, in Hannover. Dort wurde heute das "Studienzentrum für Genderfragen in Kirche und Theologie" eröffnet. - Das Zentrum wolle Bildungs- und Bewusstseinsarbeit leisten, Vernetzung ermöglichen und Expertise anbieten, sagte Studienleiterin Simone Mantei. Inhaltlich gehe es neben feministischer Theologie um Rassismus-Fragen und um interreligiöse Diskussionen, ergänzte ihre Kollegin Claudia Janssen.

Forschungs-Skandal Japanische Elite-Uni prüft jetzt hunderte Doktorarbeiten

Mit einer gefälschten Studie zur Verjüngung von Zellen hat die japanische Elite-Universität Waseda in Tokio für Aufsehen gesorgt.

Jetzt will die Universität etwa 280 Doktorarbeiten am Fachbereich "Advanced Science and Engineering" untersuchen lassen. Hier hatte die Forscherin Haruko Obokata vom renommierten Riken-Institut promoviert. Sie steht im Zentrum des Fälschungsskandals. - In einer Studie, die im Fachmagazin "Nature" erschienen ist, hatten Wissenschaftler aus Japan und den USA behauptet, Körperzellen von Mäusen in Stammzellen umgewandelt zu haben. Das wäre aus medizinscher Sicht eine Sensation gewesen. Als die Studie überprüft wurde, zeigte sich allerdings, dass Teile der Studie - unter anderem Bilder - manipuliert waren.

Kino-Epos Noah auch in Malaysia verboten

Die Darstellung des Propheten Noah entspreche nicht den islamischen Gesetzen - daher werde der gleichnamige Film auch in Malaysia verboten.

Das teilte die Filmzensurbehörde des Landes mit. Deren Vorsitzender Abdul Halim Abdul Hamid sagte, der Film sei eingehend geprüft worden. Er solle jedoch zum Schutz von - Zitat - "Sensibilität und Harmonie in der multiethnischen und multireligiösen Gemeinschaft Malaysias" nicht gezeigt werden. Das Kino-Epos Noah ist auch in anderen muslimischen Staaten verboten worden, darunter in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und Bahrain.

Diese Ländern berufen sich auf das islamische Verbot, einen Propheten wie 'Allahs Botschafter Noah' bildlich darzustellen.

Art Cologne setzt auf Kooperation mit Brüssel und Düsseldorf

Der Direktor der Art-Cologne, Daniel Hug, will die Kölner Kunstmesse künftig mit anderen kulturellen Einrichtungen stärker verbinden.

Hug sagte der Nachrichtenagentur dpa, dieses Jahr kooperiere man bereits mit der Quadriennale in Düsseldorf. Wer dort eine der Ausstellungen besuche, bekomme eine reduzierte Eintrittskarte zur Art Cologne. Außerdem will sich Hug mit den Benelux-Staaten vernetzen. So sei man bereits mit dem Kunstmuseum in Brüssel in Gesprächen, um für 2015 ein gemeinsames Ausstellungsprogramm in Köln und Brüssel zu organisieren.

Zudem setzt Hug auch auf eine Kooperation mit der niederländischen Kunst-Stiftung Mondriaan-Fonds.

Karl-May-Museum entfernt alle Skalpe aus der Ausstellung

Weil es sich um die Überreste eines Vorfahren handelt, hat ein Indianerstamm einen Skalp vom Karl-May-Museum zurückverlangt.

Das Museum in Radebeul hat nun angekündigt, alle echten Skalpe aus der Ausstellung zu entfernen. Die Entscheidung sei aus ethischen und politischen Gründen gefallen, sagte Kurator Hans Grunert. - Die geforderte Rückgabe eines Haarschopfs an die Ojibwa-Indianer werde es nicht geben, erklärte Grunert. Das Museum habe den Skalp rechtmäßig erworben. Man habe dem Stamm einen "netten Brief" geschrieben und sei offen für einen Dialog.

Videofilmer Atlas: Kunstförderung unter Reagan beschnitten

"Wenn man zurückblickt, war Reagan der Anfang vom Ende."

Damit drückt der amerikanische Videofilmer Charles Atlas seine Enttäuschung über den Wandel des Kunstbetriebs in den 80er Jahren in den USA aus. Er sagte der österreichischen Zeitung "Der Standard", Reagan habe damit begonnen, alle Förderungen zu kürzen. Noch in den 70er Jahren hatte er mit dem weltbekannten Cunningham zusammengearbeitet und gehofft, dass sich alles nach vorn bewegen würde - zu "mehr Freiheit, mehr Toleranz, mehr Vernunft". Heutzutage sei man jedoch beim Gegenteil angelangt. Atlas ist eigentlich als Videofilmer bekannt, produzierte jüngst aber seine erste Audio-Installation mit dem Titel "Dance on the Radio". Das Werk ist zur Zeit im Museumsquartier in Wien zu sehen.

"Wetten, dass...?": Erfinder Frank Elstner glaubt an Wiederbelebung

Frank Elstner glaubt an eine Wiederbelebung von "Wetten, dass...?".

Der Erfinder des Formats sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", vielleicht habe sich das Konzept überlebt. Er glaube jedoch weiterhin, dass die Grundidee trage. Elstner kritisiert, zuletzt habe sich niemand mehr Gedanken gemacht, was bei "Wetten, dass...?" gut laufe, sondern nur darüber, was nicht funktioniere. Deswegen sei es wichtig, die Show jetzt aus der Diskussion zu nehmen. Elstner hofft aber, dass das Format mit verändertem Konzept zurück kehrt. Die Sendung dürfe im öffentlich-rechtlichen System nicht für alle Zeiten beerdigt werden.

Grimme-Direktor : Samstagabendshow hat sich überlebt

"Den Schein eines generationsübergreifenden Lagerfeuers liefert nur noch der 'Tatort'."

Das sagte Uwe Kammann dem Evangelischen Pressedienst. Für den Direktor des Grimme-Instituts ist das Ende der ZDF-Show "Wetten, dass..?" auch ein Zeichen dafür, dass sich die große Samstagabendshow überlebt hat. - Auch wenn sich andere Unterhaltungssendungen über die von "Wetten, dass..?" erreichten Zuschauerzahlen freuen würden, hält Kammann eine Wiederbelebung des Formats für selbstmörderisch. - Moderator Markus Lanz hatte am Samstagabend angekündigt, dass es im Herbst und Winter noch "drei letzte Ausgaben" der ZDF-Show geben werde.

Historiker: Maler El Greco ist immer noch rätselhaft

Der Renaissance-Maler El Greco ist für viele immer noch ein Mysterium.

Der spanische Kunsthistoriker Fernando Marías sagte der Zeitung "El País", bis vor hundert Jahren waren von dem Künstler nur 37 Schriftstücke als historische Quellen bekannt. Mittlerweile habe man zwar bis zu 500 Dokumente entdeckt, aber auch die würden Rätsel aufgeben. So sei der Maler in Zeiten der Inquisition zwar ein gefragter Mann bei Kirchenfürsten gewesen, vor allem wegen seiner zahlreichen Ikonenbilder. Mit der Religion schien er den historischen Quellen zufolge aber wenig im Sinn zu haben. - El Greco zählt neben Velázquez und Goya zu den großen alten Meistern der spanischen Malerei. 400 Jahre nach seinem Tod werden ihm zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen in Spanien gewidmet.

Paul Auster schreibt an neuem Buch

300 Seiten sind schon fertig - ein Ende ist dennoch nicht in Sicht.

Das neue Buch des US-amerikanischen Autors Paul Auster wird nach dessen Worten etwas ganz Großes, das noch Jahre braucht, bis es fertig ist. Den Titel hat er den Gästen seiner jüngsten Lesung in New York dennoch verraten: Das neue Buch soll "Ferguson" heißen und von einem Mann dieses Namens erzählen. Dass deutsche Leser vermutlich dennoch nicht mehr lange auf einen neuen Auster-Roman warten müssen, hat einen anderen Grund: Die Übersetzung seines Werks "Report from the Interior" ist hierzulande noch nicht erschienen.

Erster Friedhof für lesbische Frauen in Berlin eröffnet

In Berlin ist der bundesweit erste Friedhof für lesbische Frauen eröffnet worden.

Er ist Teil des Georgen-Parochial-Friedhofs im Stadtteil Prenzlauer Berg und ist rund 400 Quadratmeter groß. Die Sappho-Stiftung als Initiatorin sagte dem Evangelischen Pressedienst, viele Lesben lebten allein und wollten in der Nähe von Freundinnen bestattet werden. Der neue Friedhof lasse solche Wahlverwandtschaften auch nach dem Tod deutlich werden. Eine Sprecherin des Evangelischen Kirchenkreises verglich das Begräbnisfeld für Lesben mit einem Familiengrab. In diesem Fall sei es die Verbundenheit zu einer Gemeinschaft, der Ausdruck verliehen werden sollte.

Dänischer Autor fordert von Apple erneut Freigabe seiner Hippie-Bücher

In elektronischen Büchern bei Apple soll es nackte Menschen eigentlich nicht geben.

In Frankreich hat der Konzern jetzt aber ein Buch in sein Sortiment aufgenommen, bei dem eine nackte Frau auf der Titelseite zu sehen ist. Das Fall ist Anlass für den dänischen Autor Peter Øvig Knudsen, nun dasselbe Recht für seine Hippie-Bücher zu fordern. Knudsen sagte dem dänischen Rundfunksender "DR Kultur", Apple verfolge bei der Zensur elektronischer Bücher keine konsequente Linie mehr. Auch der Verlag "Gyldendal", bei dem seine Hippie-Bücher erschienen sind, wolle Druck ausüben. 2012 hatte Apple die Digitalversion der Bücher "Hippie 1" und "Hippie 2" wegen der Abbildung nackter Menschen zunächst nur in zensierter Fassung ins Sortiment aufgenommen und den Handel später ohne Angabe von Gründen gestoppt. Der Fall löste in Dänemark eine hitzige Debatte aus. Er wurde auch im EU-Kulturausschuss diskutiert.

Schokolade: Kakao-Anteile schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Hilft dunkle Schokolade gegen Stress?

Schweizer Psychologen behaupten: Ja! Die Wissenschaftler vermuten, das liege an Flavonoiden, also bestimmten Kakao-Anteilen in der Schokolade. Die Forscher haben Tests mit gesunden Männern zwischen 20 und 50 Jahren durchgeführt. Darin mussten die Probanden in ein fingiertes Vorstellungsgespräch gehen, dort frei reden und vor einem Gremium Kopfrechnen. Die eine Hälfte der Männer hatte vor dem Gespräch eine halbe Tafel dunkle Schokolade bekommen, die andere Hälfte eine Placebo-Schokolade - ohne Flavonoide. Das Ergebnis: Die Männer, die die echte dunkle Schokolade gegessen hatten, hatten nach dem Test weniger Stress-Hormone im Blut als die Placebo-Gruppe. Dunkle Schokolade schützt deshalb den Forschern zufolge vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Mehr zur Studie können Sie hier nachlesen.

Koch-Verband warnt vor Restaurant-Sterben in Deutschland

Die kulinarische Viefalt ist in Gefahr.

Das meint zumindest der Verband der Köche Deutschlands. VKD-Präsident Andreas Becker sagte der "Bild"-Zeitung, in den kommenden fünf Jahren stünden 40 Prozent aller Restaurants vor dem Aus. Hintergrund sei eine dramatisch sinkende Zahl an Ausbildungsverträgen zum Koch. Der Beruf sei für Jugendliche zu unattraktiv geworden. 2004 gab es nach Angaben des Verbands bundesweit noch 17.000 Lehrlinge. Im vergangenen Jahr waren es demnach nur noch 9.000.

Schauspieler Mickey Rooney gestorben

Der amerikanische Schauspieler Mickey Rooney ist tot.

Nach Angaben des Internetportals TMZ starb er im Alter von 93 Jahren. Rooney widmete nahezu sein gesamtes Leben dem Showbusiness. Bekannt wurde er in den USA vor allem in der Rolle des Andy Hardy, den er in rund 20 Filmen in der Serie "The Hardy Boys" verkörperte. Rooney begann seine Karriere als Kinderstar in den 20er Jahren. Eine seiner international bekanntesten Rollen ist die des japanischen Nachbarn von Audrey Hepburn in "Frühstück bei Tiffany".

Auch in den letzten Jahren spielte er noch in zahlreichen Filmen mit, unter anderem in "Nachts im Museum" von 2006. Er war für vier Oscars nominiert und wurde mit zwei Ehren-Oscars ausgezeichnet.

Autor Peter Matthiessen vom Fernweh getrieben

Peter Matthiessen gehörte zur Aristokratie der amerikanischen Ostküste und wollte doch immer nur weg von dieser.

Das schreibt die "Süddeutsche Zeitung" in einem Nachruf über den verstorbenen Autor und Umweltschützer. Zeit seines Lebens habe er ins Freie, in die Ferne gestrebt. So hätten sich auch weniger seine Romane als seine Expeditionsberichte gehalten, die er über den Regenwald, Afrika oder Asien schrieb. Eines seiner bekanntesten Bücher erschien unter dem Titel "Auf der Spur des Schneeleoparden", worin er von seiner spirituellen Reise zum Himalaya erzählt. - Peter Matthiessen starb am Wochenende im Alter von 86 Jahren.

Wie die "New York Times" berichtet, soll morgen sein letzter Titel „In Paradise“ bei Riverhead Books erscheinen.

Pierce Brosnan spielt nicht gern sich selbst

"Es ist immer schwer, eine Figur zu spielen, die eine Variation von einem selbst ist."

Das sagte der US-Schauspieler Pierce Brosnan der "Süddeutschen Zeitung". Ihm persönlich falle es leichter, jemanden zu verkörpern, der nichts mit ihm selbst zu tun habe. In diesem Fall könne er sich einfach verkleiden und eine Perücke aufziehen. Brosnan ist zur Zeit als Fernsehmoderator Martin Sharp im Film "A long way down" zu sehen. Weltberühmt wurde er in der Rolle des James Bond.

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