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Sonntagmorgen | Beitrag vom 27.12.2015

Es liegt was in der… Luft

Von Matthias Hanselmann

Junger Geschäftsmann macht Luftsprung (imago)
Junger Geschäftsmann macht Luftsprung. (imago)

Luft ist das ganz spezielle Gasgemisch unserer Erdatmosphäre, ohne das wir nicht leben könnten. Und weil das so ist, spielt sie auch in unserer Sprache eine sehr große Rolle. Für viele Situationen im Leben gibt es Metaphern und Redensarten, in denen die Luft eine übertragene Rolle spielt.

"Es liegt was in der Luft" sagen wir, wenn etwas noch nicht konkret zu erkennen ist, sich aber andeutet. "Dicke Luft" herrscht, wenn es Stress gibt, wenn Aggressionen "in der Luft liegen". Macht jemand Karriere, warnen wir ihn oder sie davor, dass "die Luft da oben dünner" wird.

Ein Mitbürger schimpft über etwas, das ihn aufregt, und findet dabei kein Ende. Wir sagen: "Halt mal die Luft an!" Wenn er das tut, empfehlen wir ihm, zur Entspannung "frische Luft zu schnappen".

Bei guten Konzerten oder einer spannenden Rede "vibriert die Luft", wenn eine Mannschaft dem Gegner nichts mehr entgegenzusetzen hat ist "die Luft raus". Die Reihe könnte man lange fortsetzen. Auch in der Popmusik wird die Luft auf vielfache Weise besungen. Da ist die Berliner Luft (mit ihrem besonderen Duft), da ist "something in the air tonight" (Phil Collins), und die Hollies singen: "All I need ist he air that I breathe just to love you". Eine französische Band nennt sich Air und eine Rocklegende nach einem Luftschiff: Led Zeppelin.

Sie können das Sonntagmorgen-Team jederzeit per E-Mail über sonntagmorgen@deutschlandradiokultur.de erreichen. 

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