Seit 11:45 Uhr Rubrik: Weltmusik
Donnerstag, 23.09.2021
 
Seit 11:45 Uhr Rubrik: Weltmusik

Interview / Archiv | Beitrag vom 27.08.2020

Erneute AuszeichnungMünchner Kammerspiele sind Theater des Jahres

Franz Wille im Gespräch mmit Stephan Karkowsky

Fahnen mit dem Logo der Münchner Kammerspiele hängen in München am Schauspielhaus der Münchner Kammerspiele. (picture alliance / dpa / Tobias Hase)
Ein Abschiedsgeschenk an Intendant Matthias Lilienthal: Die Münchner Kammerspiele sind wieder Theater des Jahres. (picture alliance / dpa / Tobias Hase)

Zum zweiten Mal sind die Münchner Kammerspiele zum Theater des Jahres gekürt worden. Die Münchner hätten eine "herausragende" Saison gehabt, sagt Franz Wille von "Theater heute". Doch ganz besonders hat es ihm die Inszenierung des Jahres angetan.

Die Umfrage der Zeitschrift "Theater heute" unter 44 Kritikerinnen und Kritikern ist kaum überraschend: Mehr als ein Viertel der Stimmen entfiel auf die Münchner Kammerspiele, und dies das zweite Jahr in Folge. Die Kammerspiele unter Leitung des scheidenden Intendanten Matthias Lilienthal hätten eine "ganz herausragende Saison" gehabt, sagt Redakteur Franz Wille. Er hat selbst mit abgestimmt. 

Die Schauspielerin Sandra Hüller als Hamlet am Schauspielhaus Bochum. (Schauspielhaus Bochum / JU Bochum)Sandra Hüller - ausgezeichnet als Hamlet in der Inszenierung von Johan Simons am Schauspielhaus Bochum. (Schauspielhaus Bochum / JU Bochum)

Ebenfalls zum zweiten Mal hintereinander wird Sandra Hüller als Schauspielerin des Jahres geehrt, für ihre Darstellung des "Hamlet" im Schauspielhaus Bochum. "Eine sehr intensive Arbeit, die die Wahrheitssuche von Hamlet noch ein Stück weiter treibt, nämlich auch gegen sich selbst", findet Wille. Das sei eine "singuläre Arbeit".

Fabian Hinrichs mit den Tänzerinnen und Tänzern der Palast-Compagnie auf der großen Bühne des Friedrichstadtpalastes. (Friedrichstadt-Palast / William Minke)In "Glauben an die Möglichkeit der völligen Erneuerung der Welt" stand Fabian Hinrichs mit 28 Tänzerinnen und Tänzern vom Friedrichstadtpalast auf der Bühne. (Friedrichstadt-Palast / William Minke)

Nicht weniger singulär sei das, was der ebenfalls geehrte Schauspieler Fabian Hinrichs mit René Pollesch am Berliner Friedrichstadtpalast gemacht habe: In "Glaube an die Möglichkeit der Erneuerung der Welt" habe Hinrichs als "Bewegungsamateur" geglänzt und große Textmassen bewältigen müssen.

Tänzerinnen stehen und schweben während der Performance "Tanz" der österreichischen Choreografin Florentina Holzinger auf der Bühne. (picture alliance / dpa / Georg Wendt)"Tanz" von Florentina Holzinger: Die Choreografin war bisher nur wenigen bekannt. (picture alliance / dpa / Georg Wendt)

Größtes Lob vergibt Wille an die Inszenierung des Jahres: Florentina Holzingers "Tanz". Die Choreografin sei eine echte Newcomerin und vor Beginn dieser Spielzeit lediglich in Tanzkreisen bekannt gewesen. Es gehe in dem Stück um Körperoptimierung und Körperdisziplin, um erotische Verführung und Übergriffigkeit. Ein "sensationeller Abend", wie Wille findet.

(bth)

 

App: Dlf Audiothek

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Entdecken Sie mit der Dlf Audiothek die Vielfalt unserer drei Programme, abonnieren Sie Ihre Lieblingssendungen, wählen Sie aus Themenkanälen und machen daraus Ihr eigenes Radioprogramm.


Jetzt kostenlos herunterladen

Interview

Pflege und DemenzZuwendung statt Tabletten
Szene aus dem Dokumentarfilm "Mitgefühl" von Louise Detlefsen: Demenzkranke Bewohner eines dänischen Pflegeheims werden fürsorglich bei einem Spaziergang von Pflegekräften betreut. (Weltkino Filmverleih)

Ein neuer Dokumentarfilm zeigt ein Pflegeheim in Dänemark, in dem Demenzkranke den Lebensabend in Würde verbringen und nicht nur verwahrt werden. Der Sozialmanager Stefan Arend ist überzeugt: Das Prinzip lässt sich auf deutsche Pflegeheime übertragen.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur