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Länderreport | Beitrag vom 05.07.2019

Einblicke in die Seele einer StadtNahaufnahmen aus Demmin

Von Matthias Dell

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Blick über die Tollense auf die Stadt Demmin. (Imago / BildFunkMV)
Blick über die Tollense auf die Stadt Demmin: Was die Menschen hier bewegt, hat unser Reporter eine Woche lang recherchiert. (Imago / BildFunkMV)

Eine Woche lang hat sich unser Reporter Matthias Dell durch Demmin treiben lassen, einer 10.000-Einwohner-Stadt in Mecklenburg-Vorpommern. Zurückgekommen ist er mit fünf Geschichten darüber, was die Menschen dort bewegt.

Demmin ist ein Ort, der selten in die Schlagzeilen gerät. Zumindest überregional betrachtet. Eine Kleinstadt mit knapp über 10.000 Einwohnern in Mecklenburg-Vorpommern, irgendwo zwischen Mecklenburger Seenplatte und Ostsee.

Wie lebt es sich dort? Was beschäftigt die Menschen? Welche Rolle spielt die Politik im entfernten Berlin? Eine Woche lang war unser Reporter Matthias Dell vor Ort. Auf der Suche nach Menschen, die ihm ihre Sicht der Dinge erzählen, die darüber berichten, was ihnen wichtig ist, worüber sie sich ärgern, was Zusammenhalt stiftet. Eine Nahaufnahme in fünf Teilen.


Teil 1: Bei Ernie in der Kneipe
Ernies Kneipe - ein Ort der Zuflucht und zugleich eine Insel der Abschottung. Auf jeden Fall: ein Zuhause.



Teil 2: Frau Meyers Café und die Flüchtlinge 
Gundula Meyer betreibt in Demmin das Café "3K" – seit Oktober 2016 Anlaufstelle für Geflüchtete und Begegnungsort für neue und alte Demminer. Seit 28 Jahren lebt Meyer in Demmin. Sie kommt aus Niedersachsen, ist in Demmin aber gut integriert.


Teil 3: Von hier in die Welt und wieder zurück 
Roland Thoms ist über 80, ging noch vor dem Mauerbau in den Westen, lebte in den USA, kam nach dem Mauerfall zurück und ärgert sich über die Lethargie der Demminer. Maisam Alizadah ist 27, kommt aus Masar-i-Sharif und lebt mit Frau und Kind in Demmin. Er ist voller Tatendrang, aber die Vorurteile, die ihm immer wieder begegnen, sind stärker.


Teil 4: Jugendwart Axel Schulz und seine Zöglinge 

Teenager-Dasein ist in Demmin wie fast überall auf dem Lande auch mit Frust verbunden: "Hier ist nix los", klagen die Jugendlichen. "Das liegt ja auch an dir oder an mir, was geschieht", antwortet Jugendwart Axel Schulz und fragt sich, warum es im Jugendhaus Friesenhöhe vor 15 Jahren noch jeden Tag rappelvoll war, aber jetzt nur noch selten. 



Teil 5: Herr Pollok hat eine Vision für die Stadt 
Martin Pollok ist nach Stationen als Schlosser, Dramaturg, Pressesprecher und Fernsehjournalist nun als Rentner zurückgekehrt in seine Heimatstadt Demmin. Der 69-Jährige ist voller Tatendrang und Ideen. Eine davon: einen alten Speicher zum Kulturzentrum umzubauen. Doch während der energiegeladene Pollok von der kulturellen Wiederbelebung Demmins schwärmt, gibt sich die Stadtpolitik reserviert.

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