Ein Yankee aus Connecticut

Von Paul Stänner |
Warum er immer weiße Anzüge trage, wurde Mark Twain gefragt. Das sei doch exzentrisch. Nun gut, sagte Twain, dann sei er eben exzentrisch – "sauber in einer schmutzigen Welt".
Mark Twain gilt als Humorist und spaßiger Kinderbuchautor – Tom Sawyer und Huckleberry Finn gehören noch immer in den Grundstock der Jugendliteratur. Aber Twain war auch ein hellsichtiger und gnadenlos kritischer Moralist, der die Gier, Bigotterie und Gewalt des jungen Amerika mit klarem Blick beobachtete. Was ihn nicht davor schützte, gelegentlich auch auf den schmutzigen Seiten zu wandeln.

Vor 100 Jahren starb Mark Twain, vor 125 Jahren wurde Huckleberry Finn geboren. Beide Daten sind ein guter Anlass, sich auf die Spuren von Mark Twain zu begeben - nach Connecticut, wo der Autor 17 Jahre lang lebte und seine besten Romane schrieb, darunter auch "Die Abenteuer des Huckleberry Finn". Ein Meisterwerk, über das Ernest Hemingway voll Bewunderung schrieb: "Die gesamte amerikanische Literatur stammt von einem Buch von Mark Twain, genannt Huckleberry Finn, ab. Vorher gab es nichts. Seitdem gab es nichts, was dem gleichkommt."

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