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Literatur / Archiv | Beitrag vom 05.06.2012

Ein Bild oder tausend Worte

Die literarische Reportage in Polen nach Ryszard Kapuscinski

Von Waclaw Stawny

Der polnische Journalist Ryszard Kapuscinski im Januar 1986. (AP Archiv)
Der polnische Journalist Ryszard Kapuscinski im Januar 1986. (AP Archiv)

Als Reporter reiste Ryszard Kapuscinski durch die Welt, erlebte Krisen und Kriege. In seinen literarischen Bildern aus Afrika, Südamerika und Europa zeigte er Mechanismen der Macht, der Unterwerfung, der Habgier, sammelte er Geschichten am Rande. Seine Beobachtungen und Erfahrungen öffneten Blicke in die menschliche Seele, auch in ihre verborgenen finsteren Seiten.

Inzwischen hat die literarische Reportage in Polen wieder Konjunktur. Ein Internationaler Wettbewerb für die literarische Reportage in Warschau trägt den Namen des "besten Reporters der Welt". Literarisch anspruchsvolle Berichte von Autoren wie Wojciech Jagielski, Wodzimierz Nowak, Wojciech Tochman, Mariusz Wilk erzählen vom Balkan, aus Afrika, Tschetschenien, Afghanistan, aus der tiefsten russischen Provinz oder aus dem polnischdeutschen Grenzgebiet.

Ihre Bücher zeigen auch in Zeiten des Internets und allgegenwärtiger Kameraaugen, dass tausend Worte mehr sein können, als ein geschwätziges, nichtssagendes Bild.

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Literatur

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