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Tonart | Beitrag vom 25.09.2018

DJ und Musiker Jeff MillsTechno-Pionier erforscht den Jazz – und den Afro-Beat

Jeff Mills im Gespräch mit Oliver Schwesig

Jeff Mills mit Kopfhörern am DJ-Pult auf der Bühne in Turin bei einem Konzert mit Tony Allen (picture alliance / Pacific Press / Bruno Brizzi)
Die Detroiter Techno-Legende Jeff Mills (picture alliance / Pacific Press / Bruno Brizzi)

Spirale Deluxe, so heißt ein neues Projekt der Detroiter Techno-Legende Jeff Mills, in dem sich Jazz und Techno verbinden. Der DJ und Percussionist steht aber auch mit Afro-Beat-Schlagzeuger Tony Allen auf der Bühne – und forscht nach Gemeinsamkeiten.

"Voodoo Magic", so heißt das neue Album von Spirale Deluxe, ein Projekt der Detroiter Techno-Legende Jeff Mills, hier zuständig für die Drum Machine und die Percussions. Zu dem Electronic Jazz Fusion Quartett gehören außerdem Gerald Mitchell als Keyboarder, Yumiko Ohno am Synthesizer sowie Kenji "Jino" Hino an der Bassgitarre. 

Frei sein im Jazz

"Es ging darum, Techno und Jazz zu verbinden", sagte Mills im Deutschlandfunk Kultur. Die musikalische Reise, auf die man sich begebe, das interessiere ihn am Jazz, und dass man sehr frei sei könne in dieser Musik. Zudem höre er selbst auch privat viel Jazz und dachte sich, diese Dinge müsse man verbinden können: die Improvisation, den Jazz und den Techno.

"Es geht vor allem ums Spielen", sagte Jeff Mills weiter. Der Song "Paris Roulette" sei ursprünglich über 20 Minuten lang gewesen – sie hätten einfach angefangen und so lange gespielt, bis sie müde wurden. Und daraus destillierten sie dann die besten sechs Minuten.

Jeff Mills kam auch auf seine musikalischen Anfänge zu sprechen. "Ich habe in der 3. Klasse begonnen Schlagzeug zu spielen. Dann kam die Hip-Hop-Kultur und es war cooler, ein DJ zu sein anstatt ein Jazz-Drummer", sagte er lachend. Er behandele die Plattenteller aber bis heute wie ein Drummer oder ein Musiker.

Am morgigen Mittwoch steht Jeff Mills gemeinsam mit dem Afro-Beat-Schlagzeuger Tony Allen im Berliner Funkhaus auf der Bühne. Die beiden Musiker trafen sich zufällig in Paris – aus purer Neugier wollten sie ausprobieren wie es klingt, wenn sie gemeinsam Musik machen. Und in der Tat hätten sie viele gemeinsame Fäden in ihrer Musik gefunden.

Etwas Religiöses

Irgendwann, wenn man lange genug mit seinem Genre rumspiele, so Mills, dann fände man auch eine gemeinsame Sprache. Allein das repetitive Moment, dass sich Dinge immer wiederholen, dass man sie immer wieder spiele, das hätte etwas Religiöses. Das sei ein verbindendes Element, das sich auch auf das Publikum übertragen könne.

(cwu)

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