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Kulturnachrichten

Montag, 29. Juni 2015

Dirigent Thielemann wird Musikdirektor in Bayreuth

Welche Aufgaben mit dem neuen Titel verbunden sind, ist noch nicht bekannt

Der Dirigent Christian Thielemann darf sich nun Musikdirektor der Bayreuther Festspiele nennen. Die Gesellschafter der Festspiele hätten Thielemann kürzlich mit einem entsprechenden Vertrag ausgestattet, sagte Festival-Sprecher Peter Emmerich am Montag. Welche Aufgaben mit dem neuen Titel konkret verbunden sind, werde man auf einer Pressekonferenz zum Festspielstart erläutern. Bislang war der 56-Jährige musikalischer Berater der Festspielleitung. Als Musikdirektor dürfte er einen deutlich erweiterten Verantwortungsbereich haben.

Unesco verabschiedet Bonner Erklärung gegen Zerstörung von Kulturerbe

39. Jahrestagung des Unesco-Welterbekomitees in Bonn

Das Unesco-Welterbekomitee hat am Montag bei seiner Jahrestagung eine "Bonner Erklärung" gegen die Zerstörung von Kulturstätten etwa durch den Islamischen Staat verabschiedet. "Sie unterstreicht den gemeinsamen Willen zum Schutz und Erhalt von Welterbestätten gegen jede Bedrohung wo auch immer in der Welt", sagte Staatsministerin Maria Böhmer (CDU), die derzeitige Vorsitzende des Welterbekomitees. Taten wie in Syrien und im Irak seien Kriegsverbrechen, die von jedem Staat verfolgt werden müssten.
Darüber hinaus müsse alles getan werden, um den Antikenschmuggel aus dieser Region zu unterbinden.

Amos Oz gewinnt Internationalen Literaturpreis

Der israelische Schriftsteller wird gemeinsam mit seiner Übersetzerin Mirjam Pressler ausgezeichnet

Amos Oz wird mit dem Internationalen Literaturpreis 2015 des Berliner Hauses der Kulturen der Welt ausgezeichnet. Der 76-Jährige erhält den Preis gemeinsam mit Übersetzerin Mirjam Pressler für den Roman «Judas». Oz gelinge es meisterhaft, in seinem Roman die großen Fragen und Konflikte der Religions- und Zeitgeschichte im Nahen Osten zu erzählen, urteilte die Jury. Auch Presslers deutsche Übersetzung wurde gewürdigt - für ihre "feine Nuancierung des Atmosphärischen, das dieses kluge und mehrschichtig konstruierte Werk durchwirkt und trägt". Die Auszeichnung für übersetzte Gegenwartsliteratur wird am 8. Juli in Berlin verliehen. Sie ist mit 25 000 Euro für den Autor und 10 000 Euro für den Übersetzer dotiert. Auslober sind das Haus der Kulturen der Welt und die Hamburger Stiftung Elementarteilchen.

Erneut islamfeindlicher Kunstvandalismus in Dresden

"Der Islam ist Scheiße": Schon wieder wurde das Teppichportal von Nezrat Ekici beschmiert

Die Installation "Post it" von Nezaket Ekici wurde am Montagmorgen ernuet mit Hassparolen beschmiert. Das teilte die Künstlerin Deutschlandradiokultur mit. Unbekannte sprühten "Der Islam ist Scheiße" auf das vor dem Dresdner Landgericht errichtete Tor aus 35 Orientteppichen. Bereits kurz nach der Eröffnung Ende Mai war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Danach kämpften Nezaket Ekici und ihr Kurator Thomas Keller dafür, dass die von der Polizei beschlagnahmten Teppiche nach einer Reinigung wieder an Ort und Stelle aufgehängt wurden. "Post it" bezieht sich auf den fremdenfeindlichen Mord an der Ägypterin Marwa El Sherbini, der sich am 01. Juli 2009 im Dresdner Landgericht ereignete. Nach dem aktuellen Vorfall will die Polizei die Teppiche erneut entfernen, was die Künstlerin ablehnt. In ihrer Stellungnahe schrieb sie: "Ich bin wirklich zutiefst erschüttert und emotional aufgewühlt". Bereits fünf Mal erstattete Ekici Anzeige wegen des Kunstwerks. Neben den Schmierereien war es mehrfach durch Teppichdiebstähle beschädigt worden.

Prämienmodell für Hochschulen in NRW

Unis bekommen 22.000 Euro pro Studienanfänger

Als erstes Bundesland im Hochschulpakt führt Nordrhein-Westfalen ein am Studienerfolg orientiertes Prämienmodell ein. So erhalten die Hochschulen eine Prämie von 18.000 Euro für jeden Studienanfänger und weitere 4.000 Euro, wenn der Studierende sein Erststudium abschließt. Das teilte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze heute in Düsseldorf mit. Die Ministerpräsidentenkonferenz hatte sich darauf geeinigt, mindestens zehn Prozent der Mittel aus dem Hochschulpakt III (2016 bis 2023) erfolgsbezogen auszuzahlen. Insgesamt stehen NRW im Rahmen des Hochschulpakts III rund 4,6 Milliarden Euro zur Verfügung.

Hessischer Kulturpreis für alle künstlerischen Leiter der Documenta

Die Auszeihnung ist mit 45.000 Euro dotiert

Der Hessische Kulturpreis 2015 geht an die künstlerischen Documenta-Leiter der vergangenen 60 Jahre. Mit der ersten Ausstellung im Jahr 1955 habe Arnold Bode der zeitgenössischen Kunst in Kassel ein Forum und eine Heimat gegeben, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) heute in Wiesbaden. In den folgenden 60 Jahren hätten die künstlerischen Leiter der Ausstellung dann mit ihrem individuellen Blick auf die Kunst der Gegenwart Diskurse angeregt und neue Impulse gesetzt.
Der Preis, der am 17. Juli in Kassel verliehen wird, ist mit 45.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden Arnold Bode (posthum), Harald Szeemann (posthum), Jan Hoet (posthum), Manfred Schneckenburger, Rudi (Rudolf Hermann) Fuchs, Catherine David, Okwui Enwezor, Roger M. Buergel und Carolyn Christov-Bakargiev.

"Derrick"-Regisseur Dietrich Haugk gestorben

Der Krimispezialist wurde 90 Jahre alt

Er drehte den ersten und den letzten "Derrick": Der Regisseur Dietrich Haugk ist tot. Er wurde 90 Jahre alt. Der gebürtige Thüringer war nach ersten Regiearbeiten am Theater rund 40 Jahre lang vor allem im Fernsehen aktiv. Er inszenierte 14 "Derrick"-Episoden, darunter Stephan Derricks Debüt "Waldweg" (1974) und den letzten Fall "Das Abschiedsgeschenk" (1998). Auch bei "Der Kommissar", "Der Alte", "Großstadtrevier" und "Praxis Bülowbogen" führte er mehrfach Regie.
Außerdem arbeitete Haugk als als Professor der damaligen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mozarteum in Salzburg, als Drehbuchautor und Synchronsprecher, zum Beispiel für Montgomery Clift.

Yes-Bassist Chris Squire gestorben

Er wurde 67 Jahre alt

Der Bassist und Mitgründer der Rockband Yes, Chris Squire, ist im Alter von 67 Jahren gestorben. Das teilte die Band mit "unerträglicher Trauer" am Sonntagabend auf ihrer Facebook-Seite mit. "Chris ist vergangene Nacht in Phoenix Arizona friedlich entschlafen", hieß es dort weiter. Ihr erstes Album hatte die britische Band im Jahr 1969 herausgebracht. "Yes" entwickelte sich zu einer der führendes Gruppen des Progressive Rock. Zu den größten Hits gehören "Roundabout" und "Owner of a Lonely Heart". Der 1948 in London geborene Squire sei der einzige Musiker der Gruppe gewesen, der auf allen ihren Alben gespielt habe.

Holocaust-Gedenkstätten in Ukraine eröffnet

Fünf Denkstätten erinnern an Massenerschießungen

Im Westen der Ukraine sollen künftig fünf Gedenkstätten an die Massenerschießungen von Juden in der NS-Zeit erinnern. Die Gedenkorte an Massengräbern werden heute und morgen eröffnet. Damit werde in der Westukraine erstmals ein regionales Netzwerk von Gedenkstätten für Holocaust-Opfer geschaffen.Die Massenerschießungen von Juden in Osteuropa sei ein weithin vergessenes Kapitel, hieß es vom American Jewish Committee, als Mitinitator. Mit den Gedenkstätten solle den Opfern eine würdige letzte Ruhestätte gegeben werden. Finanziert wurden die Gedenkstätten den Angaben zufolge aus Mitteln des Auswärtigen Amts auf Grundlage eines Bundestagsbeschlusses.

Internationaler Gastlehrstuhl ehrt Linguistikpionier Weinrich

Erste Harald-Weinreich Gastprofessorin wird Claire Kramsch aus Berkley

Mit einem neuen Gastlehrstuhl will die Universität Bielefeld Spitzenwissenschaftler aus aller Welt an die Hochschule holen. Namenspate ist der Vater des Faches Deutsch als Fremdsprache (DaF), der Romanist, Linguist, Literaturwissenschaftler und Autor Harald Weinrich. Das teilte die Universität Bielefeld am Montag mit. Die Prorektorin für Internationales der Uni Bielefeld, Martina Kessel, würdigte Weinrich als "kosmopolitischen Intellektuellen". Die erste Harald-Weinrich-Gastdozentin wird im Sommersemester 2016 die Germanistikprofessorin Claire Kramsch von der University of California, Berkeley. Wissenschaftler aus Weißrussland, Italien, Kamerun, Türkei und USA sollen folgen.
Die Gäste sollen fächerübergreifend aus den Bereichen Deutsch als Fremdsprache, Linguistik und Literaturwissenschaft kommen, um die Interdisziplinarität zu fördern.

Schauspieler Groth verlässt Magdeburger Polizeiruf-Team

Sylvester Groth will aus persönlichen Gründen aus der Serie aussteigen

Der Schauspieler Sylvester Groth den Dienst als Magdeburger Ermittler beim ARD-Sonntagskrimi "Polizeiruf 110". Groth habe persönliche Gründe für seine Entscheidung angegeben, teilte der MDR mit. Der Sender bedauere das Ende der sehr erfolgreichen gemeinsamen Arbeit. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung über den Ausstieg berichtet.
Groth war bisher in drei "Polizeiruf"-Fällen als Ermittler Jochen Drexler an der Seite von Claudia Michelsen zu sehen. Im Herbst ermitteln Groth und Michelsen dann noch mal mit den Rostocker "Polizeiruf"-Kollegen in einer Doppelfolge. Wie es danach mit dem Magdeburger "Polizeiruf" weiter geht, ist offen.

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