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Literatur / Archiv | Beitrag vom 19.03.2017

Die Zauberstadt im MeerVenedig in der Literatur

Von Maike Albath

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Häuser und ein kleiner Kanal mit Booten im jüdischen Viertel nahe dem Platz Campo de Gheto Novo in Venedig (picture alliance / dpa / Andreas Engelhardt)
Häuser und ein kleiner Kanal mit Booten im jüdischen Viertel nahe dem Platz Campo de Gheto Novo in Venedig (picture alliance / dpa / Andreas Engelhardt)

Die Republik Venedig, ältester Staat Europas und Bindeglied zwischen Orient und Okzident, war seit jeher Schauplatz für Geschichten, Gedichte und Essays.

"Wenn ich nicht König von Frankreich wäre, wollte ich Bürger von Venedig sein!" rief Henri III. aus, als er im 16. Jahrhundert zum ersten Mal die Lagunenstadt besuchte.

Die Serenissima war schon damals ein Mythos, der auf ganz Europa ausstrahlte. Paläste mit luftigen Loggien, orientalischen Fensterbögen und Arkaden inmitten von Wasser und Sumpf, verwinkelte Kanäle, auf denen Gondeln dahingleiten, Nebel am Morgen und weiches Licht am Abend betörten jeden Besucher.

Die Republik von Venedig ist der älteste Staat Europas, war Bindeglied zwischen Orient und Okzident, bedeutender Handelsplatz, Sitz zahlreicher Verlage und Zufluchtsort verfolgter Minderheiten.

Schriftsteller - Montaigne, Casanova, Lord Byron, Henry James, Thomas Mann, Harold Brodkey, Louis Begley, Hanns Josef Ortheil und viele mehr - wählen seit jeher die Lagunenstadt als Schauplatz ihrer Geschichten oder huldigen ihr in Gedichten und Essays. Venedig ist Metapher, Topos, Urbild.

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