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Literatur / Archiv | Beitrag vom 15.04.2012

Die Module spielen verrückt

Trauma und Technik bei Tom McCarthy

Von Michael Hillebrecht

Tom McCarthy erforscht Räume, die unter dem Banner des Todes stehen. (AP)
Tom McCarthy erforscht Räume, die unter dem Banner des Todes stehen. (AP)

Tom McCarthy sendet auf vielen Frequenzen: Er veröffentlicht nicht nur Romane, sondern ist auch "Generalsekretär" der "International Necronautical Society". Dieses Avantgarde-Netzwerk gründete er 1999, als noch kein Verlag bereit war, seine literarischen Texte zu veröffentlichen. Mittlerweile ist er zum Star der britischen Literatur avanciert und sein neuer Roman "K" war sogar für den Booker-Preis nominiert.

Tom McCarthys Romanfiguren kreisen im Orbit traumatischer Erlebnisse. In seinem Erstling "8 1/2 Millionen" ist es ein mysteriöser Unfall, der die Hauptfigur mit einem kompletten Gedächtnisverlust, aber auch mit 8 1/2 Millionen Pfund Schmerzensgeld zurücklässt.

Im neuen Roman "K" ist es für Serge Karrefax der Tod der fast schon inzestuös geliebten Schwester. Unbewusst sucht er am Beginn des 20. Jahrhunderts in allem nach ihren Spuren: in den Morsesignalen aus dem Äther, in den Todeslandschaften des 1. Weltkriegs und in exzessivem Drogenkonsum.

Das Manuskript zum Nachlesen als PDF-Dokument und im barrierefreien Text-Format

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