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Fazit / Archiv | Beitrag vom 27.03.2020

Deutschlandfunk-Kultur-Hörspiel "Die Verlassene" Die Freude, Balzac lesen zu dürfen

Maren Kroymann im Gespräch mit Britta Bürger

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Maren Kroymann lächelt in Richtung des Betrachters. (Future Images / imago-images)
Die Schauspielerin Maren Kroymann ist die Erzählerin in unserem brandneuen Hörspiel. (Future Images / imago-images)

Noch vor der Ursendung am Sonntag steht unsere neueste Hörspielproduktion jetzt schon online: "Die Verlassene" nach Honoré de Balzac. Die Schauspielerin Maren Kroymann ist dort die Erzählerin und zeigt sich begeistert vom Stil Balzacs.

In der neuesten Hörspielproduktion von Deutschlandfunk Kultur ist die Schauspielerin Maren Kroymann die Erzählerin. In der Geschichte "Die Verlassene" (nach Honoré de Balzac, Regie: Stefanie Hoster) geht es um die Liebe eines ungleichen Paares und das Frauenbild Anfang des 19. Jahrhunderts. Balzac habe in seiner Erzählung ein realistisches Bild der Rolle der Frau in seiner Zeit gezeichnet, sagt Kroymann.

Kein Freiraum für Frauen 

Die Heldin habe einen Fehltritt begangen und sei nun Außenseiterin, da sie getrennt von ihrem Ehemann lebe. Und das in einer nach Ständen geordneten Gesellschaft, in der sich Frauen in einer total reduzierten Position befänden, abhängig von dem Ehemann oder dem Vater. 

"Es war so schön, diesen Balzac-Text lesen zu dürfen! Diese fein ziselierten Sätze, dieser Reichtum an Vokabular, diese Genauigkeit der Beobachtung. Es war einfach eine Wonne", sagt die Romanistin und Philologin Kroymann, die sich an ihr Studium erinnert fühlt.

Vorbereitung mit Wörterbüchern 

Ihre Vorbereitung auf solche Produktionen sei ganz einfach: "Lesen, lesen, lesen! Ich bin eine Anhängerin von Wörterbüchern und habe diverse in meinem Bücherschrank stehen. Ich habe da ganz pingelige Vorbereitungsschritte, eigentlich ekelhaft, wenn man von draußen drauf gucken würde. Ich liebe es, weil es so genau ist und ich gerne präzise sein möchte."

Wegen der Corona-Pandemie seien natürlich auch bei ihr Dreharbeiten abgesagt oder verschoben worden, ebenso die Auftritte mit ihrem eigenen Bühnenprogramm, so Kroymann. Sie sei aber weiter kreativ und lese im Netz aus dem Kinderbuch "Ein Pferd namens Milchmann" vor. Auch sind die Produktionen ihrer ARD-Fernsehshow noch rechtzeitig fertig geworden. "Ich hoffe die Zuschauerinnen und Zuschauer haben daran Spaß in dieser ernsten Zeit und können vielleicht auch mal ein bisschen schmunzeln oder sogar lachen."

(rja)

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