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Rang I | Beitrag vom 05.11.2016

Deutscher Theaterpreis mit Milan Peschel"Was helfen wird, ist ein bisschen Respektlosigkeit"

Milan Peschel im Gespräch mit Susanne Burkhardt

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Schauspieler Milan Peschel  (picture alliance/dpa/Foto: Horst Galuschka)
Der Schauspieler Milan Peschel am 26.09.2016 in Köln bei einem Pressetermin bei den Dreharbeiten zum Kinofilm "Rock my Heart". (picture alliance/dpa/Foto: Horst Galuschka)

Zum elften Mal wird in diesem Jahr in Freiburg der Deutsche Theaterpreis "Der Faust" verliehen. Schauspieler Milan Peschel moderiert die Gala. Zu ernst wolle er die Veranstaltung aber nicht nehmen.

Der Deutsche Bühnenverein lädt in diesem Jahr nach Freiburg ein. Dort gibt es zum elften Mal die undotierten Ehrungen für Theaterleute – die Auserwählten werden auf Grundlage von Vorschlägen der Theater ermittelt. Das Ganze ist eine Kooperation mit der Kulturstiftung der Länder, der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und einem jährlich wechselnden Bundesland – in diesem Jahr also Baden-Württemberg. 

"Nicht in Ehrfurcht erstarren"

Durch die Preisverleihung in Freiburg führt der Schauspieler Milan Peschel und gibt damit sein Moderations-Debüt. Wir haben ihn gefragt, was für ihn "Der Faust" bedeutet – aber auch, welche kritischen Anmerkungen er der anwesenden Theatergemeinde mitgeben will.

"Was helfen wird ist ein bisschen Respektlosigkeit - also nicht zu sehr in Ehrfurcht erstarren", sagte Milan Peschel im Deutschlandradio Kultur. 

Zu viele Produktionen an deutschen Theatern

Im Rahmen der Preisverleihung kritisiert er die zu vielen Produktionen an deutschen Theatern. Das störe ihn selbst nicht nur als Zuschauer, sondern auch als Beteiligter. 

"Es wird an den meisten Theatern so wahnsinnig viel produziert. Ich weiß nicht, ob das das richtige Rezept ist, dass immer was für jeden dabei ist - da kann sich wenig entfalten."

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