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Studio 9 - Der Tag mit ... | Beitrag vom 31.08.2017

Der Tag mit Shahak Shapira Merkels legendäre drei Worte

Moderation Korbinian Frenzel

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Der Autor Shahak Shapira im Hörfunkstudio von Deutschlandfunk Kultur (Deutschlandradio / Karoline Scheer)
Der Autor Shahak Shapira im Hörfunkstudio von Deutschlandfunk Kultur (Deutschlandradio / Karoline Scheer)

"Wir schaffen das" - zwei Jahre nach Angela Merkels berühmtem Satz sprechen wir mit dem Autor Shahak Shapira darüber, wie es um die Flüchtlingsintegration heute steht. Außerdem geht es um die Koppelung zwischen Wahlrecht und Staatsangehörigkeit und den 20. Todestag von Prinzessin Diana.

Vor zwei Jahren verkündete die Kanzlerin "Wir schaffen das". Der Satz elektrisierte damals ihre Anhänger und provozierte ihre Gegner. Der Satz war Angela Merkel nicht einfach so herausgerutscht. Fast eine Viertelstunde hatte sie am 31. August 2015 bereits über die Herausforderungen durch die immer weiter steigende Zahl der Flüchtlinge gesprochen, bevor sie den Satz sagte, der wohl wie wenige mit ihrer Kanzlerschaft verbunden bleiben wird. Wir wollen mit unserem Studiogast, dem Autor Shahak Shapira darüber sprechen, wo wir heute stehen und wie die Integration der Flüchtlinge gelingt. 

Im Rahmen unserer Serie "20 Tage, 20 Fragen" hat Shapira folgende Frage mitgebracht, die ihn beschäftigt: "Ist es noch zeitgemäß, das Wahlrecht ausschließlich von der Staatsangehörigkeit abhängig zu machen?" Wir sprechen darüber mit ihm und dem Leiter unseres Berliner Hauptstadtstudios, Stephan Detjen.

Ein gebasteltes Herz mit rotem Rahmen, in dessen Mitte ein Foto von Prinzessin Diana zu sehen ist, hängt an einer Brücke in Paris. Im Hintergrund ist der Eiffelturm zu erkennen. (imago stock&people)Erinnerung an Diana an der Pariser Pont D'Alma, die nahe des Tunnels lag, in dem Diana starb. (imago stock&people)

Wir beschäftigen uns auch mit dem Tod von Prinzessin Diana, der jetzt 20 Jahre zurückliegt. Dennoch fasziniert sie unverändert als Projektionsfigur. Können heutige Stars überhaupt noch eine so nachhaltige Wirkungsmacht entfalten? Oder lässt das Internet auch den Ruhm schneller verblassen?      

Unsere Kolumne "Mahlzeit" widmet sich dem Insektensterben. 80 % der Bestände seien "in Teilen des Landes" spurlos verschwunden, heißt es. Die Politik stützt sich dabei auf die Daten eines Insektenclubs aus Krefeld. Die Mitglieder, die sich selbst als "Aktivisten" bezeichnen, zählen seit Jahrzehnten in einem Naturschutzgebiet alles Kleinvieh, das in seine Fallen fliegt. Schuld an dem alarmierenden Ergebnis sei die intensive Landwirtschaft. 

Shahak Shapira, geboren am 1. April 1988 in Petach Tikwa, wuchs in Israel auf und immigrierte 2002 mit seiner Familie nach Deutschland. Er ist Satiriker, Autor und Künstler. Großes Aufsehen erregte er beispielsweise Anfang 2017 mit seinem Projekt YOLOCAUST, mit dem er eine Debatte über die Erinnerungskultur der Jugend auslöste. Seine kritische Auseinandersetzung mit der Online-Gesellschaft zieht sich durch sein gesamtes Werk. Er lebt und arbeitet in Berlin.

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