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Studio 9 - Der Tag mit ... | Beitrag vom 19.08.2019

Der Tag mit Heinz BudeFreiheit, Maaßen, Hass, Konsum

Moderation: Anke Schaefer

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Der Soziologe und Autor Heinz Bude auf dem Blauen Sofa der Leipziger Buchmesse (Deutschlandradio / Margarete Hucht)
Der Soziologe und Autor Heinz Bude: Zuletzt beschäftigte er sich mit dem Begriff der Solidarität. (Deutschlandradio / Margarete Hucht)

Vor 30 Jahren bekam der Eiserne Vorhang den ersten Riss. Das Bundeskriminalamt will Rechtsextremismus stärker bekämpfen. Die CDU beschäftigt sich dauerhaft mit Hans-Georg Maaßen. Und: Die Deutschen wollen nachhaltig sein, kaufen aber gern bequem ein.

Heute vor 30 Jahren flohen hunderte DDR-Bürger über die ungarisch-österreichische Grenze in den Westen. Es war der erste große Riss im Eisernen Vorhang – wenige Monate später fiel die Mauer. Wir sprechen mit unserem heutigen Studiogast, dem Soziologen Heinz Bude, über die Frage, wie gespalten das Land noch ist.

Außerdem: Das Bundeskriminalamt will den Rechtsextremismus stärker bekämpfen. Welche Mittel eignen sich dafür? Rechter Hass: Welche negativen Gefühle verträgt unsere Demokratie, welche nicht - und welche braucht sie vielleicht sogar, als Motor für den Fortschritt?

Ist Maaßen gut für die CDU?

Die CDU streitet über Hans-Georg Maaßen, der gerade dabei ist, sich zum Hoffnungsträger des rechten Flügels der Partei aufzuschwingen. Braucht die Union mehr Rechtsausleger, um der AfD das Wasser abzugraben? Oder gefährdet Maaßen die Partei, weil ihn kaum noch etwas mit den dort postulierten Werten verbindet, die die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer meint?

Und: Die Deutschen kaufen gern billig und bequem ein, so das Ergebnis einer neuen Studie. Zugleich reden alle über Nachhaltigkeit. Lassen sich die beiden Welten versöhnen?

Heinz Bude, geboren 1954, ist Professor für Soziologe an der Universität Kassel. Zuvor leitete er den Arbeitsbereich "Politik und Gesellschaft der alten und neuen Bundesrepublik" am Hamburger Institut für Sozialforschung. Bude gehört zu den Initiatoren der Charta der Digitalen Grundrechte der Europäischen Union, die Ende November 2016 veröffentlicht wurde. Er ist Autor zahlreicher Bücher, zuletzt erschienen "Adorno für Ruinenkinder – Eine Geschichte von 1968" und "Solidarität: Die Zukunft einer großen Idee".

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