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Studio 9 - Der Tag mit ... | Beitrag vom 07.01.2019

Der Tag mit Götz AlyIst Datenschutz gut fürs Geschäft?

Moderation: Korbinian Frenzel

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Der Historiker und Politikwissenschaftler Götz Aly, aufgenommen am 29.11.2017 in Berlin. (picture alliance / dpa / Sophia Kembowski)
Der Historiker und Politikwissenschaftler Götz Aly (picture alliance / dpa / Sophia Kembowski)

"Klare Regeln für die digitale Gesellschaft" fordert Bundesjustizministerin Barley (SPD). Sie erkennt darin auch wirtschaftlichen Nutzen. Außerdem in der Sendung: das Berufsbeamtentum, der Spielfilm "Holocaust" von 1979 und die israelische Sicherheitspolitik.

Bundesjustizministerin Katarina Barley fordert einen ethischen Umgang mit Informationen in der digitalen Welt und hält diesen für einen Standortvorteil Deutschlands und Europas: Ist Datenschutz gut fürs Geschäft? Das fragen wir den Historiker Götz Aly.

"100 Jahre Frauenwahlrecht - 70 Jahre Grundgesetz - 30 Jahre Friedliche Revolution: Vereint in Einigkeit und Recht und Freiheit!?" Unter diesem Motto feiern unterdessen die Gewerkschaften der Beamten und des öffentlichen Dienstes demokratische Errungenschaften. Anlässlich ihrer Jahrestagung in Köln sprechen wir über Tradition und Selbstverständnis des Beamtentums.

Mit Götz Aly schauen wir auch in die Abgründe der deutschen Gesellschaft und ihre Verstrickung in den Genozid an den europäischen Juden während der NS-Zeit. Anlass ist die US-Serie "Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss", die 1979 im deutschen Fernsehen lief. Ab heute Abend wird er in WDR, NDR und SWR wiederholt.

Außerdem geht es um die aktuelle israelische Sicherheitspolitik. Aktuell fordert Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Souveränität der Golanhöhen im Grenzgebiet zu Syrien. Der nationalen Sicherheitsberater der USA, John Bolton, ist diesbezüglich zu einem Besuch nach Jerusalem gekommen.

Götz Aly ist Zeithistoriker, Politikwissenschaftler und Publizist. Bekannt wurde er vor allem durch seine Forschung und Bücher über die Zeit des Nationalsozialismus und über Antisemitismus des 19. und 20. Jahrhunderts. In seinem Buch "Unser Kampf. 1968 – ein irritierter Blick zurück" (S. Fischer Verlag, 2008) setzte sich der 1947 geborene Aly aber auch sehr kritisch mit der eigenen Generation auseinander: Während seines Studiums in West-Berlin war Aly selbst in der Studentenbewegung aktiv.

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