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Neue Musik | Beitrag vom 06.02.2020

Der Komponist Edu Haubensak Auf der Suche nach neuen Harmonien

Von Ulrike Klobes

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Der Klangforscher und Komponist Edu Haubensak (Ayse Yavas)
Für jedes Stück erfindet er eine neue Stimmung: der Klangforscher und Komponist Edu Haubensak. (Ayse Yavas)

Mikroharmonien, das ist das Forschungsfeld von Edu Haubensak. Seit mehr als 30 Jahren versucht der Schweizer Komponist durch das Umstimmen akustischer Instrumente neue Klangwelten zu erschaffen.

Um dem genauen Klang und seiner Verstimmung nachzuspüren, bedient sich Haubensak möglichst kleinen Besetzungen. Auf seiner jüngsten CD mit dem Titel "Harmonies and Melodies", die im vergangenen Jahr erschienen ist und sogar für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2019 nominiert wurde, experimentiert der Komponist mit Horn, Vibraphon und Saxofon. Jedem Instrument hat er ein Stück gewidmet.

"Harmonies and Melodies"

Die drei Kompositionen bilden eine Werkgruppe aus den Jahren 2008 bis 2017, die, so ist im Booklet zu lesen, als Instrumentalklang homogen konzipiert sind und unterschiedliche Mikroharmonien und Melodien beinalten. Die vielfach vibrierenden Intervallkombinationen in den diversen Registern der Instrumente sind das Resultat einer lang andauernden Suche nach neu zusammengesetzten Klängen.

"Corno Sonoro" (2015)
Samuel Stoll, Horn

"Ponds" (2017)
Für zwei Vibrafone
Martin Lorenz und Sebastian Hofmann, Schlagzeug

Hier geht es zur Playlist der Sendung.

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