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Literatur / Archiv | Beitrag vom 09.12.2018

Der Hund als Gefährte und Gehilfe"Und im Atem Gottes war süßer Aufruhr"

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Ein beiger Hund steht auf einem Weg und blickt in die Kamera. (Unsplash / Luke Stackpoole)
Gott, Höllenhund oder einfach nur der beste Freund des Menschen. Der Hund wird geliebt, vergöttert und manchmal gehasst. (Unsplash / Luke Stackpoole)

In Zeiten, die Möpse zum Modehund erkoren haben, ist fast unvorstellbar, dass Gott einst zum Hund wurde, wie Jorge Luis Borges behauptet, und ebensowenig, dass Hunde an der Wiege der Rockmusik standen und oft von ihr besungen wurden.

Wenn die Hölle ein Haus ist, so ist es natürlich, dass ein Hund sie bewacht. Es ist auch natürlich, dass man sich diesen Hund als abscheulich vorstellt. Die Theogonie des Hesiod schreibt diesem Hund fünzig Köpfe zu. Um es den bildenden Künsten nicht gar zu schwer zu machen, hat man diese Zahl verringert, und die drei Köpfe des Kerberos sind nunmehr allgemein bekannt.

Vergil erwähnte seine drei Schlünde, Ovid sein dreifaches Bellen. Butler vergleicht die drei Kronen der Tiara des Papstes, welcher der Türhüter des Himmels ist, mit den drei Köpfen des Hundes, welcher der Türhüter der Hölle ist.

Höllenhunde und Hundegötter

Dante verleiht ihm menschliche Merkmale, die sein höllisches Naturell noch schlimmer machen: einen schmutzigen, schwarzen Bart, Hände mit langen Krallen, welche im Regen die Seelen der Verdammten zerreißen. Er beißt und fletscht die Zähne.

Doch nicht alle sind dem Hund gegenüber so negativ eingestellt. Jorge Luis Borges erzählt in seinem "Buch der imaginären Wesen" von uralten Überlieferungen, in denen Gott zum Hund wurde. Und wenig bekannt sind auch die hündischen Ursprünge des Rocks im Blues. Schon der erste Schöpfungsbericht des Blues besingt den Hund: "Going where the Southern cross the Dog".

Das vollständige Manuskript zum Feature können Sie das hier herunterladen.

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