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Sonntagmorgen | Beitrag vom 18.09.2016

Das MotorradBorn to be wild

Von Oliver Schwesig

Ein Motorradfahrer auf einer Honda CTX 700 (picture alliance / dpa / Marcus Simaitis)
Ein Motorradfahrer auf einer Honda CTX 700 (picture alliance / dpa / Marcus Simaitis)

Diesem leblosen Objekt werden Eigenschaften zugeschrieben, wie einem Lebewesen: Rasant oder wild, sensibel oder einfühlsam. Kein Fahrzeug scheint lebendiger zu sein. Das Motorrad ist aber vor allem eins: Projektionsfläche für Träume von Freiheit, Geschwindigkeit und Siegeswillen.

Das "motorisierte Zweirad" sollte einst Personen nur von A nach B befördern. Heute hat das Motorrad Eigenschaften eines Kunstobjektes. Wie ein edles Musikinstrument oder delektabler Wein. Schönheit und Kraft strahlen diese unglaublichen Maschinen aus. Da vergisst man fast, dass man auf einem Fahrzeug sitzt.

Auch das Zweirad wurde aus der Not geboren. Anfang des 19. Jahrhunderts plagten Europa Missernten und Pferdesterben. Transportiert werden musste trotzdem. So erfand der Forstlehrer Karl Drais 1817 eine Laufmaschine. Im Zuge der fortschreitenden Industrialisierung bekamen die mobilen Geräte von der Kutsche bis zum Zweirad eine Dampfmaschine eingebaut. Und so hieß eins der ersten Motorräder auch tatsächlich "Dampfrad."

Zunächst hatte die "zweirädrige Fahrmaschine" die Funktion, Personen schneller und bequemer zu befördern. Diesen praktischen Effekt hat das Motorrad heute fast eingebüßt. Personentransport erledigen Autos und Bahnen inzwischen viel eleganter.

Eigentlich ist Motorradfahren heute eher eine Philosophie. Körper, Geist und Kraft in Einklang zu bringen; Wind und buchstäblich Freiheit und natürlich der Geschwindigkeitsrausch, der bei wohl kaum einem Fahrzeug so enorm ist, machen das Motorradfahren zum Kunsterlebnis. Die vorbeirasenden Landschaften bei 200 km/h, der Fahrtwind, der am Körper zerrt, das können Bahn und Flugzeug nicht bieten. Das Motorrad, eine wahre Traum-Maschine.


Musikalische Histörchen

Die britischen Art-Rocker von Pink Floyd waren die ersten Musiker die 1971 beim Klassik-Festival von Montreux auftraten. Heute gehört Pink Floyd – und das nicht nur dank ihrer Musik - zu den Dinosauriern des Rock.

Der gigantische Bühnenaufbau zu "The Wall" 21.7.1990 auf dem Potsdamer Platz in Berlin (picture-alliance / dpa - Peter Kneffel)320.000 Fans erlebten am 21.7.1990 auf dem Potsdamer Platz in Berlin das Mammutspektakel "The Wall". (picture-alliance / dpa - Peter Kneffel)

Durch ihre "The Wall"-Produktionen wurden die frühen und musikalisch spannenden Werke wie "Piper At The Gates of Dawn" und "A Saucerful of Secrets" in den Schatten gedrängt und sind fast vergessen worden. Aber gerade in den frühen Werken von Pink Floyd findet sich die Grenzüberschreitung zwischen Rock, Pop und Neuer Musik, was ihnen ja auch die Einladung nach Montreux einbrachte.


Rätsel

Wir haben ja den Film Easy Rider von 1969 schon erwähnt. Der wird uns wie ein kleiner roter Faden durch diese Sendung übrigens begleiten. Hauptdarsteller war Peter Fonda, der mit Dennis Hopper auf dem Motorrad durch den Süden der USA rast. Der berühmteste Motorrad-Film, und einer an dem sich alle später messen mussten. Dennoch, es gab auch schon vorher Motorrad-Filme. Und kurioserweise auch schon einen mit Peter Fonda.

Ein paar Jahre vorher 1966. Ungefähr mit dem selben Stoff, wie bei Easy Rider. Eine Outlaw-Gang auf Motorrädern zieht durch die Lande, angeführt von einem Raubein, gespielt von Peter Fonda. (Die Femme fatale dieses Films wurde übrigens gespielt vom 60er-Jahre "It-Girl" Nancy Sinatra - das nur nebenbei).

Unsere Frage: Wie hieß dieser erste Motorrad-Film mit Peter Fonda?


Brillant oder Bullshit!? Das Wochenchaos

Europa ist der Zusammenhalt abhanden gekommen: Nach den Briten sollen auch die Ungarn und besser noch die Iren austreten. In Österreich hält der Kleber von Wahlumschlägen nicht zusammen. Und in Deutschland hält Angela Merkel zwar die Pressefreiheit hoch, aber nicht mit Journalisten zusammen.


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Sonntagsrätsel

2738. Ausgabe: Rätseln Sie mit!Was schwimmt denn da?
Geschäftsmann auf einer Treppe schaut durch ein Fernrohr auf Vögel in einem Fragezeichen. (imago)

Am 12. Januar 1987 wurden in La Brévine mit −41,8 Grad Celsius der schweizerische Kälterekord gemessen. Am 12. Januar 1968 veröffentlichte Manfred Mann seine Version des Bob-Dylan-Songs "Quinn The Eskimo". Daher geht es diesmal um die Kälte und den Winter.Mehr

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