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Fazit / Archiv | Beitrag vom 17.03.2014

Das Blaue SofaSelbstmord als Kulturtechnik

Der Schriftsteller Lukas Bärfuss über seinen Roman "Koala"

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(Bildschön-Matthias Wuttig  )
Lukas Bärfuss auf der Leipziger Buchmesse (Bildschön-Matthias Wuttig )

Der Schweizer Lukas Bärfuss hat einige erfolgreiche Theaterstücke geschrieben. "Koala" ist sein zweiter Roman - im Gespräch schildert er das Hauptthema: Selbstmord als letzte Freiheit des Menschen.

In "Koala" bezieht sich Bärfuss direkt auf seine eigene Familiengeschichte, auf den Selbstmord seines Bruders. So wird der Text zu einer Auseinandersetzung und Aufarbeitung eines Vorgangs, der ihn persönlich betrifft.

Den Selbstmord eines Bekannten beziehe man immer ganz stark auf sich selbst, so Bärfuss. Das bedeute nichts anderes, als dass man "selbst nicht gereicht hat, um diesen Menschen am Leben zu halten".  

Tarnname Koala

Wenn jemand "nicht mehr mitmache und aufhört sich zu gestalten", dann sei das eine Provokation, die nicht integrierbar sei - früher sei es sogar eine Anklage an die göttliche Ordnung gewesen.

Ein Koala sei ein Tier, das allen unseren Existenzprinzipien widerspricht, erklärt Bärfuss. Das Tier schlafe täglich 21 Stunden, fresse zwei Stunden und den Rest verdöse es; Koalas haben keinen Ehrgeiz sich zu verbessern -  "eine Existenz ohne Ambitionen". 

Sie können das vollständige Gespräch mit Lukas Bärfuss mindestens bis zum 17. September.2014 als in unserem Audio-on-Demand-Player nachhören.

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