Coronaverlierer Bildung?

    Lernen in der Pandemie

    53:38 Minuten
    Ein leeres Klassenzimmer in dem Stühle auf den Tischen stehen.
    Wie wird es Schülerinnen und Schülern nach dem Ferienende angesichts steigender Coronazahlen gehen? © picture alliance / dpa / Sven Hoppe
    Moderation: Hans Dieter Heimendahl · 06.08.2021
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    Die Pandemie hat Lehrenden, Lernenden und Familien bisher sehr viel abverlangt. Wie stark hat das Virus die Bildung geschädigt? Und was muss besser werden im deutschen Bildungssystem?
    Erleben wir ein Déjà-vu im Bildungswesen? Die Ferien gehen zu Ende, der Schulunterricht beginnt wieder und die Coronainzidenzen steigen. Droht wie im letzten Herbst eine neue Welle mit Distanzunterricht und Homeschooling?
    Die Bundesregierung will das vermeiden, indem sie Coronaimpfungen für alle ab zwölf Jahren empfiehlt – im Gegensatz zur Ständigen Impfkommission. Und die Bundesländer suchen ihre jeweils eigenen Wege für die Schulen bei den Themen Maskentragen, Luftreiniger, Tests. Reicht das?

    Die Spuren des Virus in der Bildungslandschaft

    Zweifellos hat das Virus bisher üble Spuren in unserer Bildungslandschaft hinterlassen: Lerndefizite bei Schülerinnen und Schülern, abgeebbte soziale Kontakte, Bewegungsarmut mangels Schulsport. Genervte Familien, überforderte Eltern dank Homeschooling.
    Die Pandemie hat auch aufgezeigt, wie schlecht es um die Digitalisierung im Bildungswesen steht. Und sie hat die Bildungsungerechtigkeit vertieft: Wer Akademikereltern mit guter heimischer IT-Ausstattung hat, kam meist besser durch den Distanzunterricht als Kinder bildungsferner, einkommensschwacher Familien.

    Verlorene Generation?

    Skeptiker warnen schon vor einer "verlorenen Generation" von Kindern und Jugendlichen, denen Corona eine gute Bildung versagt habe. Vor allem, wenn es zu erneuten Schulschließungen kommen sollte.
    Was ist dagegen zu tun? Impfen, impfen, impfen einschließlich einer Impfpflicht für Lehrende und Erziehende? Einheitlichere Anforderungen an und Ausstattung der Bildungseinrichtungen? Oder bewährt sich der Bildungsföderalismus in der Pandemie, fördert er den Wettbewerb der besten Ideen?
    Es diskutieren:

    Bettina M. Wiesmann (CDU), Bundestagsabgeordnete, Mitglied der Kinderkommission des Bundestags
    Klaus Zierer, Ordinarius für Schulpädagogik, Universität Augsburg
    Larissa Zierow, stellvertretende Leiterin des ifo Zentrums für Bildungsökonomik

    (pag)
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