Omikron-Variante

„Da müssen wir jetzt durch“

10:20 Minuten
Eine Schülerin einer 4. Klasse sitzt im Unterricht an der Grundschule Russee in Kiel mit einer FFP-2-Maske an ihrem Platz.
Masken schützen - das gilt laut Experten vor allem für die Omikron-Variante © picture alliance/dpa | Gregor Fischer
Dirk Brockmann im Gespräch mit Nicole Dittmer · 14.01.2022
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Der Corona-Modellierer Dirk Brockmann rechnet mit einem weiteren starken Anstieg der Omikron-Infektionen in Deutschland. Die Welle könne aber durch Maske tragen und Kontaktbeschränkungen in den Griff bekommen werden.
Deutschland befindet sich wie viele Länder in der Omikron-Welle noch immer im Anstieg, sagt Dirk Brockmann. Er berechnet für das Robert-Koch-Institut die Vorhersagen, wie sich Corona ausbreiten wird. Die weitere Entwicklung werde sich nicht deutlich von anderen europäischen Ländern unterscheiden, sagt Brockmann. Es sei allerdings schwer zu sagen, wann die Spitze erreicht sei, denn die Maßnahmen seien in Deutschland im Vergleich noch wirksamer.

Maske und Co. bei Omikron sehr wirksam

Brockmann appelliert, sich an die bekannten Hygienemaßnahmen zu halten. Vieles spreche dafür, dass gerade bei der Omikron-Variante Kontaktbeschränkungen oder das Tragen von Masken sehr wirksam seien, sagt der Experte.
Die Maßnahmen seien nötig, „damit wir nicht solche explodierenden Zahlen haben, wie wir das in anderen Ländern der Welt sehen“. 200.000 oder 300.000 Infektionen am Tag würden bedeuten, dass sehr viele Menschen nicht arbeiten könnten. Dadurch werde „die kritische Infrastruktur kompromittiert“, selbst wenn die Hospitalisierungswahrscheinlichkeit bei Omikron geringer sei.

Situation darf nicht eskalieren

Die Welle müsse ausgebremst, aus einer „starken Wand“ müsse ein Hügel gemacht werden, so Brockmann. Die Omikron-Situation dürfe nicht eskalieren. Eine wichtige Information sei aber: So stark wie die Kurve hochschieße, können sie auch durch solche Maßnahmen ausgebremst oder sogar geknickt werden. Dirk Brockmann sagt: „Da müssen wir jetzt durch.“
(tmk)

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