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Literatur / Archiv | Beitrag vom 19.06.2012

Chiles traumatische Landschaften

Drei Schriftsteller-Lebensläufe

Von Peter B. Schumann

Das diktatorische Regime von General Augusto Pinochet (1915-2006) beschäftigt das kulturelle Schaffen in Chile bis heute. (AP)
Das diktatorische Regime von General Augusto Pinochet (1915-2006) beschäftigt das kulturelle Schaffen in Chile bis heute. (AP)

Vor beinahe einem Vierteljahrhundert kehrte Chile zur Demokratie zurück. Doch die Pinochet-Diktatur hat tiefe Spuren in der Gesellschaft und im Bewusstsein der Menschen hinterlassen. Die chilenische Literatur ist voller traumatischer Landschaften.

Sie beherrschen das Werk von drei Autoren etwa gleichen Alters und ganz verschiedener Lebensläufe. Der Romancier Arturo Fontaine (geb. 1952) war als Student Pinochetist, hat sich durch Auslandserfahrungen aus diesem Umkreis gelöst und ist heute ein einflussreicher liberaler Denker.

Der Poet Raúl Zurita (geb. 1950) wurde als Kommunist verhaftet und gefoltert, ging danach aber nicht ins Exil, sondern in den inneren Widerstand mit radikalen Kunstaktionen. Er gilt als einer der Erneuerer der chilenischen Literatur.

Der Romanautor Luis Sepúlveda (geb. 1949) gehörte zur Leibgarde Salvador Allendes, konnte ins Ausland fliehen, ist dort zum Schriftsteller geworden und ist bis heute ein Exilant geblieben.

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Literatur

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